Carla Kniestedt

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Carla Kniestedt, 2010

Carla Kniestedt (* 16. Mai 1960 in Leipzig) ist eine Journalistin, ehemalige TV- und Veranstaltungsmoderatorin und Politikerin. Seit 2019 ist sie Abgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Brandenburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carla Kniestedt wuchs in Leipzig auf. Nach einem Umzug nach Berlin kehrte sie später dorthin zurück und studierte nach dem Abitur von 1978 bis 1983 an der Sektion Journalistik der Leipziger Karl-Marx-Universität. 1981 wurde sie Mitglied der SED. Bei dem SED-Zentralorgan Neues Deutschland war sie anschließend bis 1988 Redakteurin, ehe sie dann freiberufliche Korrektorin bei verschiedenen Verlagen wurde. 1990 war sie als Pressesprecherin des Berliner Centrum-Warenhauses am Alexanderplatz tätig.

Von 1993 bis 2019 war Kniestedt Fernsehmoderatorin bei verschiedenen öffentlich-rechtlichen Sendern (u. a. ORB, MDR). Im rbb-Fernsehen moderierte sie im Wechsel mit Ulli Zelle samstags die Sendung Heimatjournal.[1] Hier stellte sie Menschen, Landschaften und Geschichten in Berlin und Brandenburg vor. Als Moderatorin des Vorabendjournals rbb um 6 war sie regelmäßig auf dem Bildschirm.

Nach einer parteiinternen Wahl im Februar 2019 auf dem Landesparteitag der Brandenburger Grünen trat sie bei der Landtagswahl im September 2019 auf dem elften Listenplatz an.[2] Die Grünen bekamen bei der Landtagswahl 10 Sitze;[3] Kniestedt war zunächst nicht im Parlament. Nachdem die Grünen gemeinsam eine Koalition mit SPD und CDU eingingen und die grünen Fraktionschefs in die Regierung wechselten, rückte Kniestedt nach.[4]

Carla Kniestedt hat drei Kinder und war zeitweilig mit dem SPD-Politiker Matthias Platzeck liiert. Sie lebt in Lychen und betreibt dort mit ihrem Mann, dem ehemaligen Landes- und Kommunalpolitiker Roland Resch, ein Restaurant und ein Café in einer historischen Mühle.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 wurde sie für ihre Fernsehreportagen (u. a. zur Oderflut 1997) mit dem Förderpreis des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus ausgezeichnet.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrike Finck und Andreas Jacob moderieren ab April das „Heimatjournal“ im rbb Fernsehen. In: rbb-online.de. 6. April 2019, abgerufen am 1. November 2019.
  2. dpa: RBB-Moderatorin Carla Kniestedt kandidiert für die Grünen. In: Berliner Morgenpost, 24. Februar 2019. 
  3. Der Landeswahlleiter – Brandenburger Wahlergebnisse – Landtagswahl 2019 – Sitzverteilung im Landtag Brandenburg. In: wahlergebnisse.brandenburg.de. Abgerufen am 1. November 2019.
  4. Michael Sauerbier: Ex-Freundin von Platzeck wird Grünen-Abgeordnete. In: B.Z. Abgerufen am 1. November 2019.
  5. Gunda Bartels: Entschleunigung in der Uckermark. Warum es Berliner nach Lychen zieht. In: Der Tagesspiegel. 24. Juli 2017, abgerufen am 22. März 2019.
  6. Armin Sellheim: Unverschämt neugierig. In: Sage & Schreibe. 1. November 1998 (hanns-joachim-friedrichs.de (Memento vom 17. August 2010 im Internet Archive) [Rubrik Presseberichte, abgerufen am 1. September 2020]).