Carsten Schneider

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Carsten Schneider (* 23. Januar 1976 in Erfurt) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2017 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion.

Herkunft, Ausbildung und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneider wuchs im Erfurter Ortsteil Herrenberg auf.[1] Nach dem Abitur 1994 am Erfurter Johann-Wilhelm-Häßler-Gymnasium absolvierte er eine Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Erfurt, die er im 1997 abschloss. Anschließend leistete er von 1997 bis 1998 seinen Zivildienst in einer Erfurter Jugendherberge ab. 2013 schloss er ein weiterbildendes Studium der Public Policy an der Universität Erfurt ab.[2]

Er ist verheiratet, hat zwei Töchter und wohnt in Potsdam.[3]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneider wurde 1994 Mitglied der Jusos und 1995 Mitglied der SPD. Er war von 1996 bis 1999 stellvertretender Vorsitzender der Jusos Thüringen und gehörte von 1999 bis 2003 dem Vorstand der SPD Thüringen an. Von 2014 bis 2017 war er stellvertretender Vorsitzender der SPD Thüringen.[2]

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 1998 gewann Schneider mit 36,5 Prozent der Erststimmen ein Direktmandat im Wahlkreis Erfurt und zog in den Deutschen Bundestag ein. Er war damals mit 22 Jahren der jüngste jemals in den Deutschen Bundestag gewählte Abgeordnete. In der 14. Wahlperiode war er Mitglied im Haushaltsausschuss und im Unterausschuss zu Fragen der Europäischen Union.

Bei der Bundestagswahl 2002 gewann er im Wahlkreis Erfurt mit 42,1 Prozent der Erststimmen erneut ein Direktmandat. Anna Lührmann von Bündnis 90/Die Grünen löste ihn bei dieser Wahl als jüngsten jemals in den Deutschen Bundestag gewählten Abgeordneten ab. In der 15. Wahlperiode war er Mitglied im Haushaltsausschuss und im Unterausschuss zu Fragen der Europäischen Union. Außerdem war er stellvertretender Sprecher der Fraktionsarbeitsgruppe Haushalt und Sprecher der Landesgruppe Thüringen.

Bei der Bundestagswahl 2005 gewann er mit 31,5 Prozent der Erststimmen ein Direktmandat im Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II. In der 16. Wahlperiode war er Mitglied im Haushaltsausschuss und im Vertrauensgremium. Außerdem war er Sprecher der Fraktionsarbeitsgruppe Haushalt und Sprecher der Landesgruppe Thüringen.

Bei der Bundestagswahl 2009 zog er über Platz 1 der Landesliste in den Deutschen Bundestag ein. Im Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II belegte er mit 22,4 Prozent der Erststimmen den dritten Platz hinter Antje Tillmann von der CDU und Frank Spieth von Die Linke. In der 17. Wahlperiode war er Mitglied im Haushaltsausschuss und im Vertrauensgremium. Außerdem war er Sprecher der Fraktionsarbeitsgruppe Haushalt und Sprecher der Landesgruppe Thüringen.

Bei der Bundestagswahl 2013 wurde er erneut über Platz 1 der Landesliste in den Deutschen Bundestag gewählt. Im Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II belegte er mit 23,9 Prozent der Erststimmen den zweiten Platz hinter Antje Tillmann von der CDU. In der 18. Wahlperiode war er Mitglied im Gemeinsamen Ausschuss und im Vermittlungsausschuss. Außerdem war er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion[4] und Vorsitzender des Vertrauensgremiums.[5]

Bei der Bundestagswahl 2017 zog er erneut über Platz 1 der Landesliste in den Deutschen Bundestag ein. Im Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II belegte er mit 18,2 Prozent der Erststimmen den dritten Platz hinter Antje Tillmann von der CDU und Martina Renner von Die Linke. In der 19. Wahlperiode ist er ordentliches Mitglied im Gemeinsamen Ausschuss, im Vermittlungsausschuss und im Ältestenrat. Außerdem ist er Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion.[6]

Er war Mitgründer des Netzwerks Berlin, wechselte aber später zum Seeheimer Kreis, dessen Sprecher er von 2012 bis 2017 war.[6]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1999 bis 2004 war Schneider Präsident des SSV Erfurt Nord. Seit 2001 ist er Vorsitzender des Vereins Erfurt rennt, der den gleichnamigen jährlichen Benefizlauf veranstaltet, und seit 2009 ist er Mitglied im Kuratorium des Förderkreises Neues Bauhaus-Museum Weimar. Von 2009 bis 2015 war er Mitglied im Kuratorium der Aktion Gemeinsinn.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 erhielt Schneider den Politikaward in der Kategorie Aufsteiger des Jahres, der von der Fachzeitschrift Politik & Kommunikation vergeben wird.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carsten Schneider: Der Aufstiegsaspirant handelsblatt.com, 13. September 2009
  2. a b Lebenslauf carsten-schneider.de
  3. Prinz aus der Provinz: Carsten Schneider ist seit beinahe 20 Jahren im Bundestag thueringer-allgemeine.de, 23. August 2017
  4. Oppermann verjüngt seine neue Fraktionstruppe welt.de, 18. Dezember 2013
  5. Geheimdienstkontrolle: Erfurter Carsten Schneider neuer Vertrauensgremium-Vorsitzender thueringer-allgemeine.de, 31. Januar 2014
  6. a b Nahles’ wichtigster Mann will SPD als „seriöse Alternative“ welt.de, 28. September 2017
  7. Carsten Schneider mitteldeutsches-energiegespräch.de, 30. Juni 2012
  8. Die Gewinner des Politikaward 2011 pr-journal.de, 28. November 2011