Carta (Publikation)

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Carta
Logo von CARTA
carta.info
Motto Autorenblog für Politik, Ökonomie und digitale Öffentlichkeit
Beschreibung Blog
Sprachen Deutsch
Eigentümer Carta Unternehmergesellschaft
Erschienen 2008

Carta (Eigenschreibweise auch: CARTA) ist ein Onlinemagazin in der Form eines Autoren-Blogs. Es erscheint seit Herbst 2008 und wurde – bis zu dessen Tod – von Robin Meyer-Lucht sowie weiterhin von Wolfgang Michal, Matthias Schwenk und Christoph Kappes herausgegeben.[1][2] Ab 2012 wurde das Blog von Tatjana Brode, Wolfgang Michal und Leonard Novy weiter betrieben.[3] Im September 2014 schied Wolfgang Michal als Herausgeber aus. Neben Brode und Novy gehören Christian Neuner-Duttenhofer und Stefan Heidenreich zu dem vierköpfigen Herausgeberkreis.[4][5]

Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Seite bietet vor allem analytische Texte, Hintergrundberichte, Meinungsbeiträge und recherchierte Geschichten. Die thematischen Schwerpunkte sind die Beziehungen von Internet und Öffentlichkeit, politische Kommunikation, Medienökonomie, Politische Ökonomie, Medienpolitik und Online-Wahlkampf. Diese Themen werden in den drei Rubriken Agenda, Ökonomie und Medien abgehandelt.[6] Des Weiteren gibt es regelmäßige Beiträge zu Themen wie Energie-, Bildungs- und Klimapolitik oder investigativem Journalismus sowie des allgemeinen politischen Feuilletons.

Zu den mehr als 30 Autoren zählen neben den Herausgebern u. a. Mercedes Bunz, Peter Glaser, Wolfgang Gründinger, Justus Haucap, Otfried Jarren, Tim Renner, Stephan Ruß-Mohl, Michael Spreng, Marie Elisabeth Müller, Petra Thorbrietz, Berthold U. Wigger, Klaus Vater, Franz Sommerfeld, Christian Humborg, Frank Stauss und Liane Bednarz. Am 6. Dezember 2010 schrieb Meyer-Lucht, Carta brauche eine „neue Konzept- und Finanzierungsrunde“ [4] und übergab die operative Leitung an die Herausgeber Matthias Schwenk und Wolfgang Michal sowie an Christoph Kappes, der seit Anfang 2010 regelmäßiger Autor war, und bestellte Christoph Kappes zu einem neuen Mitherausgeber.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März bzw. im Mai 2011 traten die beiden Herausgeber Matthias Schwenk[7] und Christoph Kappes[8] zurück. Im Juni 2011 kündigte Meyer-Lucht aus finanziellen Gründen eine vorläufige „Sommerpause“ und Neuausrichtung der Plattform für die Zeit danach an.[9] Beim Tod Robin Meyer-Luchts im September 2011 hieß es, es habe dem Projekt an einer finanziellen Perspektive gefehlt.[10] Andererseits war von Unstimmigkeiten zwischen den Beteiligten die Rede.[11]

Am 26. Januar 2012 wurde bekannt, dass Carta unter der Leitung von Robin Meyer-Luchts Ehefrau Tatjana Brode und Wolfgang Michal fortgeführt werde.[3]

Am 3. Mai 2012 wurde eine erneute Reform von Trägerschaft, Herausgeberschaft und Redaktion bekanntgegeben. Carta wird bereits seit dem März 2012 von einer neu gegründeten Unternehmergesellschaft „Carta UG“ betrieben, deren Gesellschafter Tatjana Brode und Wolfgang Michal sind. Herausgeber sind nun Tatjana Brode, Wolfgang Michal und Leonard Novy. Daneben besteht ein wissenschaftlicher Beirat, dem Gesine Schwan, Wolfgang R. Langenbucher, Otfried Jarren, Juli Zeh, Frank A. Meyer, Lutz Hachmeister, Armin Berger und Frank Westphal angehören. Carta arbeitet mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik zusammen. Die Redaktion liegt bei Vera Bunse. Zur Vermarktung von Anzeigen besteht eine Zusammenarbeit mit Zeit Online.[12]

Ebenfalls im Mai 2012 wurde der gemeinnützige Förderverein Carta e.V. gegründet, der das Blog trägt und darüber hinaus „Diskurse [fördert], die über das tagesaktuelle Geschehen hinausgehen und sich analytisch mit dem Wandel der Gesellschaft und der öffentlichen Kommunikation auseinandersetzen“. Jährlich soll ein Robin-Meyer-Lucht-Stipendium an junge Publizisten vergeben werden.[13][14]

Im September 2014 kam es zu einer Umstrukturierung der Plattform, in deren Folge Wolfgang Michal die Redaktionsleitung verlor und als Herausgeber ausschied. An seine Stelle trat Christian Stahl. Es hieß: „Hinter den Kulissen gab es Uneinigkeiten zu Organisation und Selbstverständnis“ des Blogs.[15] Die Auseinandersetzung um Leitung und Richtung des Onlinemagazins wurde teilweise öffentlich geführt.[16]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2009 wurde Carta mit dem Grimme Online Award in der Kategorie Information ausgezeichnet.[17] In der Begründung der Jury hieß es, Carta biete „professionellen und originären Online-Journalismus, der nicht aus einem Haus der alten Medien stammt.“[18]

Im Juni 2011 wurde Carta mit einem Lead Award als „eines der 12 besten Blogs des vergangenen Jahres“ ausgezeichnet.[9]

Im September 2016 wurde Carta für den Lead Award in der Hauptkategorie Online, „Independent des Jahres“, nominiert und gewann in dieser bei der Verleihung am 10. Oktober 2016. [19][20]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Nachdenken statt hinterherrennen“, NZZ, 14. November 2008.
  2. CARTA: Wolfgang Michal und Matthias Schwenk werden Carta-Herausgeber
  3. a b Tatjana Brode: Carta geht wieder an den Start. In: Carta. 26. Januar 2012. Abgerufen am 26. Januar 2012.
  4. Alles Gute für 2016 - Carta. In: Carta. Abgerufen am 2. April 2016 (de-de).
  5. Impressum - Carta. Abgerufen am 29. September 2016 (de-de).
  6. Selbstdarstellung auf carta.info
  7. Kommentar von Matthias Schwenk. Abgerufen am 29. Februar 2012 auf www.bwlzweinull.de
  8. Kommentar (Memento vom 4. Mai 2011 im Internet Archive) von Christoph Kappes. Abgerufen am 29. Februar 2012 auf ckappes.posterous.com
  9. a b Robin Meyer-Lucht: Carta macht Pause. 8. Juni 2011. Abgerufen am 10. Juni 2011: „Carta hat aber als Konzept Problemzonen bei der Skalierbarkeit und Refinanzierung gezeigt – auch deshalb, weil es nie groß genug war, um sich selbst zu vermarkten. …“
  10. Zeit online, dpa: Netzpublizist Robin Meyer-Lucht ist tot. In: Zeit Online. 22. September 2011, abgerufen am 24. September 2011.
  11. Wolfgang Michal: Kommentar zu: Robin Meyer-Lucht. Carta macht Pause. 10. Juni 2011, 13.04 Uhr. Abgerufen am 10. Juni 2011: „Ich denke, wenn Robin begreift, dass man bei einem solchen Projekt teilen und im Team arbeiten muss, kann es auch eine Zukunft geben. ‚Skalierungen‘ sind dann Nebensache.“
  12. Tatjana Brode: In eigener Sache: CARTA baut um. In: carta.info. 3. Mai 2012. Abgerufen am 6. Mai 2012.
  13. Verein. In: carta.info. Ohne Datum. Abgerufen am 16. September 2012.
  14. Tatjana Brode: Carta e.V. nimmt die Arbeit auf. In: carta.info. 16. September 2012. Abgerufen am 16. September 2012.
  15. Redaktion Carta: Liebe Leserinnen und Leser,. In: Carta.info. 11. September 2014. Abgerufen am 24. November 2014.
  16. Stefan Winterbauer: Chaostage bei Carta: Verein und Redaktion zoffen sich öffentlich. In: Meedia. 11. September 2014. Abgerufen am 24. November 2014.
  17. Grimme Online Award: Preisträger 2009
  18. Grimme Online Award: Begründung der Jury
  19. Cross One - Kiendl-Müller & Wallraven GbR, Hamburg, Germany: LeadAwards 2016. In: www.leadacademy.de. Abgerufen am 29. September 2016.
  20. Ulrike Simon: LEAD AWARDS 2016 Preisvergabe im Schnelldurchlauf. Horizont, 10. Oktober 2016, abgerufen am 11. Oktober 2016 (deutsch).