Christlichsoziale Partei (CVP)

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Dieser Artikel beschreibt die Christlichsoziale Partei als Sektion der CVP. Für die Christlich-soziale Partei als eigenständige Partei siehe Christlich-soziale Partei (CSP Schweiz).

Die Christlichsoziale Partei ist eine Sektion der CVP in der Schweiz.

Die alte CSP[Bearbeiten]

Zur Zeit der Gründung des Bundesstaates war die Parteipolitik stark konfessionell geprägt. Einem Katholiken war es quasi verunmöglicht, sich einer sozialistisch-laizistischen Organisation anzuschliessen. Hingegen wurden die sozialen Reformen im 19. Jahrhundert von der römisch-katholischen Kirche stark gefördert. Daraus entstanden in ländlichen Kantonen wie Freiburg oder Luzern als linke Ergänzung zur damaligen Katholisch-Konservativen Partei Christlichsoziale Parteien.

Weitere Christlichsoziale Parteien entstanden in den Städten, wo die soziale Not am grössten war. So erstaunt es wenig, dass im zwinglianischen Zürich unter den eingewanderten Katholiken eine CSP-Sektion gegründet wurde. Eine Katholisch-Konservative Partei gab es in jener Stadt nie. Die meisten kantonalen CSP-Sektionen schlossen sich ab den 1970er-Jahren mit den Konservativen zusammen. National hatten sie schon immer derselben Partei angehört, die sich ab 1957 auch «Konservativ-christlichsoziale Partei der Schweiz» nannte.

Im Wallis aber waren nicht nur die beiden Flügel sehr stark ausgeprägt, sondern auch an Familienzugehörigkeit gebunden, sodass dort bis auf den heutigen Tag in jeder der beiden Sprachregionen je eine CVP und eine CSP besteht, welche (mit Ausnahme der CSP Unterwallis) heute alle Mitglieder der CVP Schweiz sind.

Die CSP aus den Kantonen Freiburg und Jura schlossen sich nie der CVP an. Diese haben sich 1997 mit von der CVP abgespaltenen Kleinparteien aus Luzern, Graubünden und der Stadt Zürich zur selbständigen Christlich-sozialen Partei der Schweiz zusammengeschlossen. Die eigenständige CSP Schweiz war zwischen 1991 und 2007 im Nationalrat vertreten (zuerst mit Hugo Fasel, anschliessend mit Marie-Thérèse Weber-Gobet).

Die CSP als Sektion der CVP[Bearbeiten]

In vierzehn Kantonen hat die CVP eigenständige CSP-Sektionen. In den meisten Kantonen treten sie (ausser der erwähnten CSP Oberwallis) jedoch nicht gesondert zu Wahlen an. Die CSP Obwalden trat 2002 aus der CVP aus, da sie kantonsintern oft im Gegensatz zur in Obwalden ziemlich konservativen CVP stand. Sie hatte von 2005 bis 2010 Beobachterstatus bei der unabhängigen CSP Schweiz, seit 2010 ist sie mit keiner schweizerischen Partei organisatorisch verbunden. Die CSP Obwalden stellt seit 2011 den Obwaldner Nationalrat Karl Vogler. Die CSP Unterwallis war bis 2006 eine eigenständige Kantonalpartei der CVP (ähnlich wie die Oberwalliser CVP), danach wechselte sie zur eigenständigen CSP.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahrbuch Schweizerische Politik 2005 (Passwort erforderlich)