Contender

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Klassenzeichen
Contender.svg
Bootsmaße
Länge üA: 4,88 m
Breite üA: 1,44 m
Gewicht (segelfertig): 103 kg
Segelfläche
Segelfläche am Wind: 10,7 m²
Großsegel: 10,7 m²
Sonstiges
Takelungsart: Cat
Yardstickzahl: 105
Klasse: international
Trapezjolle Contender bei der WM 1998

Der Contender ist eine Einhand-Trapezjolle. Der Contender wurde 1967 als potentielle olympische Jolle von Ben Lexcen entworfen. 1968 bekam der Contender internationalen Status und wird in mehr als 12 Ländern im Klassenverband gesegelt. Obwohl der Contender 1965–1968 die Auswahlregatten zur Nachfolge des Finn-Dinghys als olympische Jolle gewonnen hatte, blieb der Klasse der olympische Status verwehrt. Als endgültiges Scheitern kann die Nominierung des Laser als zweite olympische Einhandklasse für Männer neben dem Finn-Dinghy im Jahr 1992 gewertet werden.[1]

Bis 2011 wurden mehr als 2500 Contender gebaut.

Der Contender kann von Seglern unterschiedlichster Körpergrößen und Gewichte gesegelt werden. Das Gewicht von erfolgreichen Seglern liegt zwischen etwa 55 kg und über 105 kg bei einer Körpergröße von etwa 165 cm bis zu 200 cm. Das Alter der Segler liegt zwischen 16 und 60 Jahren.

Der Contender kann auf Binnenrevieren wie beispielsweise Baggerseen genauso gut gesegelt werden wie auf offener See.

Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Internationalen Contender-Klasse werden Weltmeisterschaften jedes Jahr ausgetragen. In der Regel findet alle zwei Jahre eine WM in Europa statt, über die jeweils anderen Jahre verständigen sich die Verbände in Nordamerika und Australien.

Europameisterschaften werden alle zwei Jahre in einem solchen Rhythmus ausgetragen, dass in Europa jedes Jahr eine große internationale Meisterschaft ausgetragen wird.

Rekord-Weltmeister ist Andrea Bonezzi aus Italien mit sieben Titelgewinnen. England hat 13 WM-Titel erreicht, Australien kommt auf zehn Weltmeisterschaften. Italien hat acht Siege zu verzeichnen, Neuseeland fünf, Deutschland und Dänemark je zwei, die USA einen. Die Briten stellen bisher acht verschiedene Contender-Weltmeister, Australien fünf, Italien, Deutschland, Dänemark und Neuseeland je zwei, die USA einen.

Medemblik am IJsselmeer ist mit fünf Weltmeisterschaften der meistgenutzte Austragungsort vor Brisbane und Hayling Island mit je drei ausgetragenen WMs. Die Weltmeisterschaft 1983 sollte in Südafrika ausgetragen werden, betrachtet wurden die Austragungsorte Durban und Pietermaritzburg; aus politischen Gründen kam eine WM in Südafrika jedoch nicht zustande.

Weltmeisterschaften[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieger: Jason Beebe, Australien[3]
Sieger: Mark Bulka, Australien [5]
Sieger: Simon Mussel, England
Sieger: Mark Bulka, Australien[8]
Sieger: Søren Dulong Andreasen, Dänemark[10]
Sieger: Antonio Lambertini, Italien[11]
Sieger: Bjarke J. Johnsen, Dänemark
Sieger: Jono Neate, Australien (WM-Dritter Christoph Homeier, Bremen)
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
Sieger: Marcus Hamilton, Australien
Sieger: Marcus Hamilton, Australien (WM-Dritter Jan von der Bank, Eutin)
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
Sieger: Jan von der Bank, Eutin
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
Sieger: Arthur Brett, Australien
Sieger: Arthur Brett, Australien
Sieger: Gabriel Wicke, Deutschland
  • 1999: Kiel, Deutschland
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
Sieger: Stuart Jones, England
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
Sieger: Ian Renilson, England
Sieger: Graham Scott, England
  • 1994: Attersee, Österreich (WM-Dritter Gernot Goetz, Unteruhldingen)
Sieger: Graham Scott, England
Sieger: Stuart Jones, England
Sieger: Barry Watson, Australien
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
  • 1990: Hayling Island, England
Sieger: John Hardman, England
Sieger: Steve Daniel, England (WM-Dritter: Frank Suchanek, Krefeld)
Sieger: Steve Daniel, England
Sieger: John Webb, England (Vize-Weltmeister: Frank Suchanek, Krefeld)
Sieger: Mark Starratt, USA
Sieger: Barry Watson, Australien
Sieger: Barry Watson, Australien
  • 1983: Lake Macquarie, Australien
Sieger: Tony Smith, Neuseeland
Sieger: Tony Smith, Neuseeland
Sieger: Peter Newlands, Neuseeland
  • 1980: Hayling Island, England
Sieger: Peter Newlands, Neuseeland, und Geoff Whitfield, England
Sieger: Peter Newlands, Neuseeland
  • 1977: Kiel, Deutschland
Sieger: David Pitman, England
Sieger: David Pitman, England
Sieger: David Pitman, England
Sieger: Peter Hollis, Australien
Sieger: Peter Hollis, Australien
  • 1970: Hayling Island, England
Sieger: Dick Jobbins, England

Europameisterschaften[12][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieger: Simon Mussell, England
Sieger: Sören Dulong Andreasen, Dänemark (Vize-Europameister Max Billerbeck, Elmshorn)
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien[13]
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
Sieger: Giovanni Bonzio, Italien
Sieger: Christoph Homeier, Kiel
Sieger: Graham Scott, England
Sieger: Ian Renilson, England (Vize-Europameister Christian Brandt, Hamburg)
Sieger: Ian Renilson, England (Vize-Europameister Frank Suchanek, Krefeld)
Sieger: Graham Scott, England
Sieger: Graham Scott, England
Sieger: Barry Watson, England
  • 1986: Hayling Island, England
Sieger: ???
Sieger: Keith Paul, England (Vize-Europameister Joachim Harpprecht, Kiel)
Sieger: ???
Sieger: Geoff Whitfield, England
Sieger: Tony Smith, England
Sieger: Paul Wells, USA, damals nicht als Titelträger gewertet
  • 1976: Hayling Island, England
Sieger: Joachim Harpprecht, Kiel
Sieger: David Pitman, England
  • 1974: Kiel, Deutschland
Sieger: David Pitman, England

Internationale Deutsche Meisterschaften[12][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieger: Antonio Lambertini (ITA-2561), Comer See
Sieger: Markus Maisenbacher (GER-2438), Verden
Sieger: Christoph Homeier (GER-551), Bremen
Sieger: Volker Niediek (GER-2549), Braunschweig
Sieger: Christoph Engel (GER-2417), Kiel[14]
Sieger: Christoph Engel (GER-2417), Kiel[15]
Sieger: Volker Niediek (GER-2476), Braunschweig
Sieger: Hannes Seidel (GER-2488), Potsdam
Sieger: Jörg Dannemann (GER-2450), Hamburg
Sieger: Sören Andreasen (DEN-44), Dänemark
Sieger: Christoph Homeier (GER-551), Kiel
Sieger: Christoph Homeier (GER-551), Kiel
Sieger: Marcus Hamilton (AUS-247), Australien
Sieger: Joachim Harpprecht (GER-531), Kiel
Sieger: Jan von der Bank (GER–507), Eutin
Sieger: Andrea Bonezzi (ITA–11), Italien
Sieger: Jan von der Bank (GER–507), Eutin
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
Sieger: Frank Suchanek, Krefeld
Sieger: Andrea Bonezzi, Italien
  • 1997: Wassersportgemeinschaft Altmühl-Brombachsee, Altmühlsee
Sieger: Frank Suchanek, Krefeld
Sieger: keine Wertung
Sieger: Jan von der Bank, Eutin
Sieger: Gernot Goetz, Unteruhldingen
Sieger: Bob Smolders, Vereinigtes Königreich
Sieger: Graham Scott, Vereinigtes Königreich
Sieger: Gernot Goetz, Unteruhldingen
Sieger: Michael Graf
Sieger: Michael Graf
Sieger: Frank Suchanek, Krefeld
Sieger: Joachim Rösler
Sieger: Hans-Joachim Suchanek
Sieger: Joachim Harpprecht, Kiel
Sieger: Joachim Rösler

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. David Henshall: Hooked On! The International Contender Story. Troubador Publishing Ltd., Leicester 2010, ISBN 978-1-84876-318-0
  2. contenderworld.de
  3. http://www.yacht.de/regatta/news/meister-der-masters/a113395.html
  4. Offizielle Terminankündigung auf Facebook
  5. Bericht auf Sail World (engl.)
  6. http://www.contenderzeilen.nl/index.php/worlds-2015 Terminankündigung der WM 2015
  7. Facebook-Seite der WM 2014
  8. Bericht auf Sail World (engl.)
  9. Webseite zur WM 2013
  10. http://www.contender.it/wordpress/for-competitors/results/ Ergebnisliste der WM 2013
  11. Meldung auf der deutschen Contender-Webseite [1] contenderclass.de
  12. a b seglerinfo.de
  13. Ergebnisliste auf der Webseite zur EM 2012
  14. Bericht auf der Webseite der Klassenvereinigung "contenderclass.de"
  15. Bericht auf "segelreporter.com"