Cornelia Polit

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Cornelia Polit Schwimmen
Bundesarchiv Bild 183-T0730-0012, Cornelia Polit.jpg

Cornelia Polit bei den Jugend-Schwimmeuropameisterschaften in Florenz (1978)

Persönliche Informationen
Name: Cornelia Polit
Nation: Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik
Schwimmstil(e): Rücken, Schmetterling
Geburtstag: 18. Februar 1963
Geburtsort: Teutschenthal
Größe: 1,76 m
Medaillenspiegel

Cornelia Polit (* 18. Februar 1963 in Teutschenthal) ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin, die für die DDR startete. Heute ist sie Schwimmtrainerin beim SV Halle/Saale.[1][2]

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe ihrer Schwimmkarriere wechselte Polit ihre Schwimmstilpräferenz. Zuerst war sie auf den Rücken- und dann auf den Schmetterlingsdistanzen erfolgreich.

Bereits 1978 war sie Doppel-Jugendeuropameisterin über die 100 Meter und 200 Meter Rückenstrecke. Ihre einzige Olympiamedaille, Silber über 200 Meter Rücken hinter Rica Reinisch, gewann sie bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau.

1981 wurde sie in Split Europameisterin über die 200 Meter Rücken und Vize-Europameisterin über 100 Meter Rücken..

Nach einem für sie enttäuschend verlaufenen Jahr 1982 spezialisierte sie sich auf die Schmetterlingslage und wurde 1983 Europameisterin mit neuem Europarekord über 200 Meter Schmetterling und Vize-Europameisterin über 100 Meter Schmetterling. 1980 erhielt sie den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze.[3]

Berufliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polit schloss 1984 ihre Ausbildung als Erziehern mit Lehrbefähigung für Sport und Werken ab. Bis zur Deutschen Wiedervereinigung arbeitete sie als Schwimmlehrerin. Seit 1990 ist Cornelia Polit als Schwimmtrainerin (mit B-Lizenz) und Aqua-Fitness-Traininer im SV Halle tätig. Seit 1999 leitet sie den Landesstützpunkt Schwimmen.[1]

Aus ihrer Trainingsgruppe waren Susann Reinhardt, Theresa Michalak, Melanie Radicke und Julia Willers Teil der deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaft bei Jugendeuropameisterschaften und dem Europäischen Olympischen Jugendfestival (EYOF).[1]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1974 bis 1982 besuchte sie die Kinder- und Jugendsportschule "Friedrich Engels" in Halle/Saale ab.[2][4]

Cornelia Polit heiratete den DDR-Schwimmer Frank Embacher.[5] Gemeinsam haben sie einen Sohn: Toni Embacher, der ebenfalls im deutschen Schwimmsport sehr erfolgreich war. Cornelia und Frank Embacher sind heute Schwimmtrainer beim SV Halle/Saale.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c TG Cornelia Embacher. Abgerufen am 22. Januar 2017 (deutsch).
  2. a b Olympische Medaillengewinner: Schwimmhalle ist das Zuhause. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 22. Januar 2017]).
  3. Neues Deutschland, 22. August 1980, S. 4
  4. Fred Götze: 50 Jahre Sportschulen Halle. Abgerufen am 22. Januar 2017.
  5. Jürgen Ahäuser: Porträt: Erfolg mit harter Hand. In: fr-online.de. 27. Juli 2009 (fr-online.de [abgerufen am 22. Januar 2017]).
  6. "Sportland Sachsen-Anhalt - Tradition, Gegenwart, Zukunft" (PDF-Datei auf mdsport.de), Abgerufen am 22.1.2017