Counseling

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Counseling (aus dem amerikanischen Englisch, im britischen Englisch: Counselling) ist die professionelle psychosoziale Beratung von Einzelnen oder Gruppen mit dem Ziel, Problemlösungs- oder Veränderungsprozesse anzustoßen, zu steuern und zu evaluieren. Counselors arbeiten mit Gesprächs- und Interventionstechniken, die jedoch nur zum Teil mit denen von Psychotherapeuten zu vergleichen sind. In der Regel ist die Interventionstiefe geringer und der Ansatz holistisch, das heißt, das gesamte soziale Umfeld der Klienten und ihre Unterstützungssysteme geraten stärker ins Blickfeld. Eine psychologische Ausbildung ist nicht unbedingt erforderlich; dafür sind z. B. Feldkenntnisse und Berufserfahrungen aus benachbarten Bereichen von Vorteil - so z. B. im Career-counseling. Einen Sonderfall stellt dabei das so genannte Peer-to-peer-counseling dar, die gegenseitige Beratung untereinander von Personen gleichen Interesses oder gleicher Erfahrungen.

Situation in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2003 einigten sich 35 deutsche Beratungsverbände, die heute in der Deutschen Gesellschaft für Beratung – DGfB – zusammengeschlossen sind, auf ein gemeinsames Beratungsverständnis. In der Folge wurden Mindeststandards für die Weiterbildung zum Counselor festgelegt.[1] In der Konsequenz des von der OECD und der Europäischen Kommission veröffentlichten Handbuches „Career Guidance and Public Policy: Bridging the Gap“[2][3] hat die deutsche Bundesregierung das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb)[4] initiiert und gefördert, das seit 2006 Standards für Beratung in der lebenslangen Begleitung in Bildung, Beruf und Beschäftigung entwickelt und 2014 veröffentlichte. Im nfb sind zahlreiche Beratungsträger dieses Teilbereiches von Counseling zusammengeschlossen. Allerdings ist der Begriff in Deutschland anders als in den USA nicht geschützt.

Situation in den USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2010 haben sich aufgrund einer Initiative der American Counseling Association (ACA) führende professionelle Gruppen der USA in einer einjährigen Diskussion auf eine gemeinsame Counseling-Definition geeinigt: Die an diesem Prozess beteiligten Organisationen verpflichten sich, diese Definition in ihrer Tätigkeit aktiv zu vertreten: “Counseling is a professional relationship that empowers diverse individuals, families and groups to accomplish mental health, wellness, education and career goals;”[5] die sinngemäße deutsche Übersetzung des NBCC Deutschland lautet: „Counseling ist eine professionelle Beziehung, die einzelne Menschen, Familien oder Gruppen mit vielfältigem Hintergrund in die Lage versetzt, selbst gesteckte Ziele in Bezug auf ihre psychische Gesundheit, ihr Wohlbefinden, ihre Bildung und ihren Berufsweg zu erreichen.“

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Counseling geht zurück auf das Buch „Choosing a Vocation“ von Frank Parsons (veröffentlicht 1909), der darin den Begriff Counseling für das Feld der Berufung und Berufsbezogenen Beratung und Begleitung (heute: Coaching, Supervision) verwendet. 1913 wurde die First Counseling Association USA (NVGA National Vocational Guidance Association – multiprofessional – knowledge of work, knowledge of self, matching the two = vocational guidance) gegründet[6].

Tätigkeitsprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff wurde durch die Arbeiten von Carl R. Rogers bekannt, doch ist modernes Counseling nicht auf die Methoden der Rogers-Schule beschränkt. Zwar bildet die Theorie der psychologischen Beratung (amerik.-engl. Counseling Psychology, brit.-engl. Counselling Psychology) eine wichtige Grundlage des Counseling, doch stammt das Methodeninventar auch aus der amerikanischen pragmatischen, interaktionistischen, systemtheoretischen oder auch lebensweltorientierten Pädagogik und Sozialarbeit, d. h. aus der Arbeit mit (relativ) gesunden Menschen, die jedoch bestimmte Probleme nicht allein lösen können und deren Lösung teilweise an Experten delegieren. In dem Maße, in dem sich überlieferte Sozialmodelle (z. B. die "Normalbiographie" oder die "gesunde Familie"[7]) als zu idealistisch erweisen, entsteht Beratungsbedarf und steigt die Fremdwissensabhängigkeit bei der Suche nach Lösungen.

Oft arbeiten Counselors mit Angehörigen benachteiligter Gruppen an der Lösung konkreter Alltagsprobleme. Ziele sind z. B. der Erwerb sozialer Kompetenzen, die Steigerung der Eigenverantwortung oder die Gesundheitsprävention. Der Übergang zum Coaching ist wegen der auch im Counseling deutlichen Betonung der Hilfe zur Selbsthilfe fließend. Während Coaching mehr an der Beseitigung von Defiziten ansetzt, ist Counseling oft stärkenorientiert.[8]

Varianten des Counseling[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt verschiedene Spezialisierungen des Counseling (Familien-Counseling, Familienplanungs-Counseling, Gesundheits-Counseling, Schul- und Erziehungs-Counceling, Career Counseling[9], Employment Counseling, Adventure-Based Counseling / Erlebnispädagogik[10], gerontologisches Counseling, Behavioral Health Counseling, Domestic Violence Counseling, Drug Addiction bzw. Chemical Dependency Counseling, Gemeinde-Counseling, Haushalts-, Kredit- oder Schuldner-Counseling[11]/ Schuldnerberatung, Retreat Counseling, Ehe-Counseling / Marriage Counseling[12]/ Eheberatung, Pastorales Counseling im kirchlichen Umfeld[13] usw.).

Der Berufsverband für Beratung, Pädagogik & Psychotherapie nennt neun Einsatzbereiche und hat für die Mitgliedschaft 22 Methoden anerkannt[14]. Die (…) die American Counseling Association hat 19 spezialisierte Fachbereiche (Divisions).[15]

Zahlreiche amerikanische Hochschulen bieten z. T. extrem spezialisierte Ausbildungen und kurze Fortbildungen für diese Berufsbilder an, was den holistischen Anspruch und die theoretische Fundierung des Berufsbildes allerdings oft in Frage stellt.

Der Unterschied zwischen Therapie und Counseling kann am Beispiel des Gruppen-Counseling verdeutlicht werden, das eine Hilfe für gesunde Menschen mit "difficulties they wish to resolve that are of a personal, educational, social, or vocational nature"[16] darstellt. Peer Counseling - d. h. die Beratung durch Menschen in ähnlichen Lebenssituationen, z. B. durch andere Menschen, die ebenfalls mit einer Behinderung leben - ist meist eine Einrichtung der qualifizierten Laienhilfe.[17] Co-Counseling steht der Gruppenpsychotherapie näher, kommt jedoch ohne Therapeuten aus. Andere Formen der Laienhilfe, die mit Counseling-Methoden arbeiten, gibt es im Gesundheitsbereich, so z. B. der Mental Health Facilitator. Das gruppenbezogene Counseling nutzt oft Methoden aus dem Repertoire der Empowerment-Bewegung.

In rascher Entwicklung vor allem in den USA befindet sich das sog. E-Counseling oder Online-Counseling, für das es dort bereits seit 2001 ethische Richtlinien[18] und seit 2011 auch Zertifizierungen[19] gibt. Inzwischen hat sich der Begriff Distance Counseling durchgesetzt.[20]

Berufsorganisationen und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berufsverband für Beratung, Pädagogik und Psychotherapie[21] – Professional Association für Counseling, Education & Psychotherapy ist eine methodenübergreifende Vertretung deutscher Counselor. Er hat auf der Grundlage des Beratungsverständnisses der DGfB die Standards, die zur Mitgliedschaft berechtigen, in einer Richtlinie zusammengefasst[22]. Daneben gibt es einige methodengebundene Organisationen, die Mitglieder der DGfB sind.

In den USA ist die Counseling-Ausbildung meist in den Erziehungswissenschaften verankert (in den Departments of Education). Licensed Professional Counselor ist eine geschützte Berufsbezeichnung und setzt einen akademischen Masterabschluss, klinische Erfahrung und Supervisionserfahrung voraus.[23] Die Abschlussprüfung bzw. Zulassung wird durch Bundesgesetze und Gesetze der Bundesstaaten - so z. B. in Colorado, Iowa und South Carolina - geregelt. Übliche Examina sind z. B. National Counselor Examination for Licensure and Certification (NCE) oder das National Certified Mental Health Counselor Examination (NCMHCE). In den USA grenzt sich die Disziplin über eigene Berufsverbände (American Counseling Association - ACA, National Board for Certified Counselors - NBCC, Council for Accreditation of Counseling & Related Educational Programs - CACREP, Chi Sigma Iota - CSI) deutlich von den Psychotherapeuten ab. Die Verbände achten auf die Einhaltung ihres Ethikcodex.

In Großbritannien steht die Tätigkeit des Counsellors dem des Psychotherapeuten näher als in den USA, während in Deutschland in vielen Berufen, in denen in den USA Counselors mit erziehungswissenschaftlichem Hintergrund arbeiten, klinische Psychologen beschäftigt sind.

Die amerikanischen Counseling-Modelle werden in Europa, Asien und Lateinamerika, neuerdings auch in Teilen Afrikas in unterschiedlicher Form adaptiert, was auch mit der je unterschiedlichen Konkurrenz von Berufsverbänden zu tun hat. NBCC international mit Sitz in Greensboro (North Carolina) ist mit Zweigstellen in vielen Ländern der Welt vertreten. Die starke Bindung an die US-amerikanische Counseling-Tradition führt gelegentlich zum Vorwurf, dass die Methodik des Fachs einem kulturellen Bias unterliege und nicht auf asiatische und andere Länder übertragbar sei.[24] Die transkulturelle Adaption der in den USA und Europa entwickelten Methoden stellt mithin eine massive Herausforderung er Disziplin dar[25], was ihrer steigenden Bedeutung gerade in Asien keinen Abbruch tut.

Die Deutsche Gesellschaft für Beratung/DGfB hat in einer Synopse die zahlreichen Weiterbildungsangebote ihrer Mitgliedsverbände zum Counselor veröffentlicht[26].

Zunehmend bieten auch Hochschulen die Möglichkeit einer berufsbegleitenden Weiterbildung im Rahmen eines Masterstudiengangs an. So bietet die Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden ein weiterbildendes Studium zum "Master of Counseling" (Master Beratung) an.[27] Die Fachhochschule Münster bietet seit 2014 einen integrativen Masterstudiengang „Beratung Mediation Coaching“ an[28]. Die Theologische Hochschule Friedensau bietet bereits seit 2004 einen M.A. in Counseling sowohl als Vollzeit- als auch Teilzeitstudienprogramm an, die BayTech-Akademie einen M.A. "Counseling - Theorie und Praxis der Beratung in Wirtschaft und Sozialwesen"[29] und die Technische Hochschule Nürnberg einen Weiterbildungs-Masterstudiengang. Eine international eingeführte und zertifizierte Weiterbildung im Bereich des Career Counseling ist der Global Career Development Facilitator, die in Deutschland durch das IUK-Institut angeboten wird. Ab 2011 wurde der Studiengang "Master of Arts in Counselling - Personzentrierte Beratung" an der Evangelischen Fachhochschule in Bochum in Kooperation mit der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG) angeboten.

In der Regel ist eine Counselor-Ausbildung nicht einer bestimmten theoretischen Schule verhaftet. So gelangen Methoden der klientenzentrierten Gesprächsführung ebenso zum Einsatz wie Supervisionstechniken, Methoden der systemischen Beratung oder der reflexiven Sozialforschung.

Arbeitsmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der sich in Deutschland erst allmählich entwickelnde Arbeitsmarkt für Counselors überschneidet sich mit den Arbeitsmärkten für Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Pädagogen, Case Manager, Gesundheitserziehern und z. T. auch Psychologen. Counselors werden als Fachkräfte z. B. in der Familienhilfe, Jugendhilfe, Rehabilitation, Suchtberatung, Berufsberatung, Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenbetreuung, Erziehungsberatung oder Supervision - auch als Selbstständige - tätig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl R. Rogers, Counseling and Psychotherapy, Boston: Houghton Mifflin, 1943 (deutsch: Carl R. Rogers, Die nicht-direktive Beratung, München: Kindler, 1972 und Frankfurt: Fischer Taschenbuch, 1985)
  • John D. West, Cynthia J. Osborn und Donald L. Bubenzer (eds.), Leaders and Legacies: Contributions to the Profession of Counseling, Brunner-Routledge, 2003
  • Nestmann, F., Engel, F., Sickendiek, U. (Hrsg.). Das Handbuch der Beratung 1: Disziplinen und Zugänge. DGVT, 2. Aufl. 2007
  • Nestmann, F., Engel, F., Sickendiek, U. (Hrsg.). Das Handbuch der Beratung 2: Ansätze und Methoden. DGVT, 2. Aufl. 2007
  • Nestmann, F., Engel, F., Sickendiek, U. (Hrsg.). Das Handbuch der Beratung 3: Neue Beratungswelten - Fortschritte und Kontroversen. DGVT, 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website der DGfB
  2. Paris, OECD, Sultana R.G. (2004) Guidance Policies in the Knowledge Society, Cedefop Panorama Series 85. Luxemburg: Büro für Offizielle Publikationen der Europäischen Gemeinschaften
  3. OECD fordert Reformen bei der Berufs- und Karriereberatung. OECD, 16. Februar 2014, abgerufen am 20. September 2015.
  4. Website des Forums
  5. National Career Development Association (NCDA): Career Convergence Web Magazine, August 2011, http://associationdatabase.com/aws/NCDA/pt/sd/news_article/46430/_PARENT/layout_details_cc/true , abgerufen am 2. August 2011
  6. http://www.bvppt.de/files/counseling_vortrag_dr._k.lumma.pdf
  7. Robert L. Smith, Patricia Stevens-Smith (eds.), Family Counseling and Therapy, Ann Arbor: ERIC, 1992, S. 6 ff.
  8. Beim Career Counseling geht es z. B. um das Auffinden und den Ausbau übertragbarer Fähigkeiten, die den Klienten teils gar nicht bewusst sind; siehe etwa http://www.job-promotor.de/dokumente/LeistungsbeschreibungJP.pdf, S. 3
  9. Alexander Parether, Career Counseling/Karriereberatung: Ein Literaturvergleich zwischen englisch- und deutschsprachigem Raum mit dem Fallbeispiel Österreich. Hamburg: Diplomica, 2009
  10. http://www.jugendherberge.de/jh/rheinland/hellenthal/programme/fortbildungen/reise17055.shtml.de?m
  11. Ronald W. Wall, Financial Counseling in Practice: A Practical Guide for Leading Others to Financial Wellness, Financial Wellness Associates, Honolulu 2002
  12. Robert L. Smith, Patricia Stevens-Smith (eds.), Family Counseling and Therapy, ERIC, Ann Arbor 1992
  13. Siehe z. B. http://www.ccuniversity.edu/seminary/blog/mdiv/
  14. http://www.bvppt.de/index.php?article_id=44
  15. http://www.counseling.org/AboutUs/DivisionsBranchesAndRegions/TP/Divisions/CT2.aspx Zugriff 25. Januar 2013
  16. Samuel T. Gladding, Effective Group Counseling, Greensboro, NC: ERIC, 1994, S. 18
  17. http://www.bzsl.de/bzsl/beratung_peer_counseling.php als Beispiel für Peer Counseling in der Behinderten-Selbsthilfe
  18. Wolfgang Beiglböck, Senta Feselmayer, Elisabeth Honemann: Handbuch der klinisch-psychologischen Behandlung, Wien: Springer, 2006
  19. Distance Credentialed Counselor (DCC), siehe http://cce-flobal.org/DCC
  20. Siehe z. B. http://www.cce-global.org/Downloads/Apps/DCCapp.pdf
  21. http://www.bvppt.de
  22. http://www.bvppt.de/files/richtlinien_2015_f.pdf
  23. http://www.guidetopsychology.com/cln_cns.htm - die verschiedenen Regelungen finden sich unter http://www.counseling.org
  24. Allen E. Ivey, Mary Bradford Ivey, Carlos P. Zalaquett, Intentional interviewing and counseling: facilitating client development in a multicultural socienty, Ingram 2009. In diesem Band verweist Weijun Zhang auf die geringe soziale Relevanz von individuellen Gefühlen in Asien, angesichts welcher typische Councelor- oder Therapeutenfragen wie: "How do you feel about this?" leerlaufen (S. 183).
  25. Siehe z. B. Teresa D. LaFromboise, Joseph E. Trimble, Gerald V. Mohatt, Counseling Intervention and American Indian Tradition: An Integrative Approach, The Counseling Psychologist, October 1990, vol. 18, no. 4, 628-654
  26. http://www.dachverband-beratung.de/dokumente/DGfB_Synopse_2014.pdf
  27. http://www.ehs-dresden.de/index.php?id=923 Master Beratung (Master of Counseling)
  28. https://fh-muenster.de/studium/studiengaenge/masterstudiengaenge.php?studId=146#a3
  29. http://www.baytech.de/mba/infoveranstaltung-counseling-master-studiengang-mai11-anfahrt.html