Currie Cup

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Currie Cup
ABSA Currie Cup.jpg

Sportart Rugby Union
Verband South African Rugby Union
Ligagründung 1889
Mannschaften Premier Division: 7
First Division: 7
Land/Länder SudafrikaSüdafrika Südafrika
Titelträger Natal Sharks
Rekordmeister Western Province (34)
TV-Partner SuperSport, Setanta Sports Asia, Fox Sports

Der Currie Cup (afrikaans: Curriebeker) ist der führende Wettbewerb für Rugby Union in Südafrika. Nach dem Hauptsponsor, der Absa-Bank, wird der Wettbewerb auch als ABSA Currie Cup bezeichnet. Vertreten sind 14 Mannschaften (8 in der Premier Division und 6 in der First Division), die ganze Provinzen oder einzelne bedeutende Regionen innerhalb der Provinzen vertreten. Obwohl der Wettbewerb um den als Currie Cup bezeichneten Pokal bereits seit 1889 existiert, entwickelte sich erst 1968 daraus eine jährlich ausgetragene Meisterschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wettbewerb begann 1884 als bescheidenes Kräftemessen zwischen einzelnen Städten. Als 1889 der erste Verband, der South African Rugby Board, gegründet wurde, beschloss man, einen nationalen Wettbewerb zu organisieren. Daran teilnehmen sollten Auswahlmannschaften aller wichtiger Teilverbände. Beim ersten Turnier, das in Kimberley stattfand, waren dies Western Province, Griqualand West, Transvaal und Eastern Province. Erster Sieger wurde Western Province, die Mannschaft erhielt als Auszeichnung einen vom Verband gestifteten Silberpokal, der heute im Rugbymuseum in Kapstadt ausgestellt ist.

Ab 1889 wurde in unregelmäßigen Abständen ein Turnier veranstaltet. Es vergingen jedoch Jahrzehnte, bis sich daraus eine jährliche Meisterschaft entwickelte. Diese fand erstmals 1968 statt und wurde von den Blue Bulls aus dem Norden Transvaals gewonnen. Die Meisterschaft wird seither von Western Province und den Blue Bulls dominiert; nur vereinzelt gelang es anderen Mannschaften, den Currie Cup zu gewinnen.

Trophäe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trophäe des Currie Cups

Als die erste britische Mannschaft zu Spielen in Südafrika reiste, brachten sie auch einen goldenen Pokal mit. Stifter des Pokals war Sir Donald Currie, der Besitzer der Union-Castle Line, jener Reederei, mit der die Briten nach Südafrika gereist waren. Currie hatte die Anweisung gegeben, den Pokal jener Mannschaft zu überreichen, die am besten gespielt hatte und den besten Sportsgeist zeigte. Erster Gewinner des Pokals wurde schließlich Griqualand West. Die Mannschaft schenkte den Pokal dem Verband, damit regelmäßig um ihn gespielt werden konnte. 1892 fand das erste Turnier um den Currie Cup statt, das von Western Province gewonnen wurde.

Meisterschaftsmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aktuell gültige Meisterschaftsmodus sieht vor, dass der Wettbewerb in zwei Divisionen aufgeteilt ist. Sieben Mannschaften spielen in der Premier Division um den Currie Cup. Die übrigen sieben Mannschaften spielen in der First Division um die Chance, in die Premier Division aufzusteigen. Der Modus wurde im Laufe der Jahre oft geändert.

Die Qualifikationsrunde besteht aus einer doppelten Round Robin, jede Mannschaft spielt je einmal zuhause und auswärts gegen alle anderen. Dies ergibt jeweils 24 Spiele in der Premier Division und in der First Division. Die Tabelle wird wie folgt berechnet:

  • 4 Punkte bei einem Sieg
  • 2 Punkte bei einem Unentschieden
  • 0 Punkte bei einer Niederlage (vor möglichen Bonuspunkten)
  • 1 Bonuspunkt für vier oder mehr erfolgreiche Versuche, unabhängig vom Endstand
  • 1 Bonuspunkt bei einer Niederlage mit weniger als sieben Punkten Unterschied

Nach dem Ende der Round Robin treten die vier besten Mannschaften beider Divisionen in einem K.-o.-System gegeneinander an. Auf das Halbfinale folgt das Endspiel. Der Sieger des Endspiels der Premier Division gewinnt den Currie Cup. Ist im Finale nach der Verlängerung keine Entscheidung gefallen, so teilen sich beide Mannschaften den Meistertitel. Der Sieger des Endspiels der First Division spielt gegen den Letzten der Premier Division in einem Zweier-Playoff um den Aufstieg.

Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Regionalverbände

Zurzeit ist Südafrika in 14 Regionalverbände mit je einer Auswahlmannschaft unterteilt. Vier Verbände rekrutieren Spieler aus einer ganzen Provinz. 2016 und 2017 hat eine Auswahlmannschaft aus Namibia unter dem Namen Welwitschias an dem Wettbewerb teilgenommen.[1][2]

Ostkap besitzt zwei Mannschaften:

Auch der Freistaat besitzt zwei Mannschaften:

Westkap besitzt drei Mannschaften:

Gauteng besitzt zwei Mannschaften, die ausschließlich Spieler aus dieser Provinz rekrutieren:

Eine Mannschaft vertritt einen Teil von Gauteng und eine ganze Provinz:

In der Premier Division spielen Blue Bulls, Free State Cheetahs, Golden Lions, Griquas, Natal Sharks und Western Province. In der First Division spielen Border Bulldogs, Eagles, Falcons, Griffons, Leopards, Mighty Elephants, Pumas und Boland Cavaliers.

Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1889: Western Province
  • 1892: Western Province
  • 1894: Western Province
  • 1895: Western Province
  • 1897: Western Province
  • 1898: Western Province
  • 1899: Griqualand West[3][4]
  • 1904: Western Province
  • 1906: Western Province
  • 1908: Western Province
  • 1911: Griqualand West
  • 1914: Western Province
  • 1920: Western Province
  • 1922: Transvaal[5]
  • 1925: Western Province
  • 1927: Western Province
  • 1929: Western Province
  • 1932: Border[6] / Western Province[7]
  • 1934: Border / Western Province[7]
  • 1936: Western Province
  • 1939: Transvaal
  • 1946: Northern Transvaal[8]
  • 1947: Western Province
  • 1950: Transvaal
  • 1952: Transvaal
  • 1954: Western Province
  • 1956: Northern Transvaal
  • 1957/59: Western Province[9]
  • 1968: Northern Transvaal
  • 1969: Northern Transvaal
  • 1970: Griqualand West
  • 1971: Transvaal / Northern Transvaal[7]
  • 1972: Transvaal
  • 1973: Northern Transvaal
  • 1974: Northern Transvaal
  • 1975: Northern Transvaal
  • 1976: Orange Free State[10]
  • 1977: Northern Transvaal
  • 1978: Northern Transvaal
  • 1979: Western Province / Northern Transvaal[7]
  • 1980: Northern Transvaal
  • 1981: Northern Transvaal
  • 1982: Western Province
  • 1983: Western Province
  • 1984: Western Province
  • 1985: Western Province
  • 1986: Western Province
  • 1987: Northern Transvaal
  • 1988: Northern Transvaal
  • 1989: Northern Transvaal / Western Province[7]
  • 1990: Natal Sharks
  • 1991: Blue Bulls
  • 1992: Natal Sharks
  • 1993: Transvaal
  • 1994: Transvaal
  • 1995: Natal Sharks
  • 1996: Natal Sharks
  • 1997: Western Province
  • 1998: Blue Bulls
  • 1999: Golden Lions
  • 2000: Western Province
  • 2001: Western Province
  • 2002: Blue Bulls
  • 2003: Blue Bulls
  • 2004: Blue Bulls
  • 2005: Free State Cheetahs
  • 2006: Blue Bulls / Free State Cheetahs[7]
  • 2007: Free State Cheetahs
  • 2008: Natal Sharks
  • 2009: Blue Bulls
  • 2010: Natal Sharks
  • 2011: Golden Lions
  • 2012: Western Province
  • 2013: Natal Sharks
  • 2014: Western Province
  • 2015: Golden Lions
  • 2016: Free State Cheetahs
  • 2017: Western Province Rugby
  • 2018: Natal Sharks

Erläuterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Namibia to compete in enlarged Currie Cup. In: The Namibian. 6. August 2015. Abgerufen am 6. August 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.namibian.com.na (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Rugbybase wil Curriebeker-reeks nou tot 15 spanne beperk (Afrikaans) In: Netwerk24. 18. August 2015. Abgerufen am 14. November 2018.
  3. Western Province und Transvaal nahmen nicht teil
  4. Heute Wildeklawer Griquas
  5. Heute Golden Lions
  6. Heute Border Bulldogs
  7. a b c d e f In dieser Saison konnte kein alleiniger Sieger ermittelt werden.
  8. Heute Blue Bulls
  9. Über zwei Saisons hinweg ausgetragen.
  10. Heute Free State Cheetahs

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Currie Cup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien