Port Elizabeth

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Ort auf Ort auf der Insel Bequia siehe Port Elizabeth (Bequia).
Port Elizabeth
Port Elizabeth (Südafrika)
Red pog.svg
Koordinaten 33° 58′ S, 25° 36′ OKoordinaten: 33° 58′ S, 25° 36′ O
Basisdaten
Staat Südafrika

Provinz

Ostkap
Metropole Nelson Mandela Bay
Höhe 89 m
Fläche 251 km²
Metropolregion 1958,9 km²
Einwohner 312.392 (2011)
Metropolregion 1.152.115 (Oktober 2011)
Dichte 1244,6 Ew./km²
Metropolregion 588,1 Ew./km²
Gründung 1820
Politik
Bürgermeister Athol Trollip
Stadtzentrum
Stadtzentrum
Rathaus
Donkin-Pyramide
Öffentliche Bibliothek mit Statue von Königin Viktoria

Port Elizabeth (isiXhosa: iBhayi) (kurz: P.E.) ist mit rund 312.392 Einwohnern eine der größten Städte der Republik Südafrika und die größte Stadt der Provinz Ostkap.[1] Die Städte Port Elizabeth, Uitenhage und Despatch sowie weitere Orte bilden seit 2000 die Metropolgemeinde Nelson Mandela Bay Municipality, in der rund 1,2 Millionen Menschen leben.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt am Indischen Ozean an der Algoa Bay, 770 Kilometer östlich von Kapstadt und zwischen null und 60 Metern über dem Meeresspiegel. Sie erstreckt sich über 16 Kilometer entlang der Küste. Bekannt sind die weitläufigen, weißen Sandstrände, beispielsweise Kings, Humewood, Hobie und Pollock, die teilweise mitten in der Stadt liegen. Die Stadt wird in Südafrika sowohl „The Windy City“ (Die windige Stadt) als auch „The Friendly City“ (Die freundliche Stadt) genannt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Port Elizabeth liegt an der Nationalstraße N2, die von Kapstadt über Durban nach Ermelo mehr oder weniger dem Küstenverlauf folgt, und ist an das südafrikanische Schienennetz angeschlossen.

Der Flughafen Port Elizabeth wurde 2004 modernisiert und erweitert, um bis zu zwei Millionen Passagiere jährlich abfertigen zu können. Er wird als „10-Minute-Airport“ bezeichnet, da er von den meisten Punkten der Stadt in wenigen Minuten erreichbar sein soll.

Die Stadt ist über das nationale Eisenbahnnetz mit Kapstadt und Johannesburg verbunden. Metrorail betreibt auf der Strecke Richtung Bloemfontein bis Swartkops und von dort nach Uitenhage einen Vorortbetrieb. Eine zweite Linie nach Motherwell und in das Industriegebiet von Coega ist geplant.[2] Port Elizabeth ist außerdem Ausgangspunkt der 285 Kilometer langen Avontuur Railway, einer Schmalspurbahn nach Avontuur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend um das heutige Port Elizabeth wurde ursprünglich von Khoikhoi bewohnt, die dort Weidewirtschaft betrieben. Der portugiesische Seefahrer, Entdecker und Abenteurer Bartolomeu Diaz landete wahrscheinlich als erster Europäer im Jahre 1488 östlich der heutigen Stadt und errichtete an der Landestelle ein Steinkreuz. Dieses wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gefunden und steht heute in einem Museum in Johannesburg. Eine Kopie des Kreuzes wurde im Stadtzentrum aufgestellt. Viele Jahrhunderte diente die Bucht als Versorgungsstation für Wasser, Verpflegung und Holz. Nahezu alle bedeutenden europäischen Handelsflotten kamen hier auf ihrer Reise von Europa nach Asien oder auf der Rückreise vorbei.

Im Jahre 1799 wurde der Ort von britischen Soldaten um das steinerne Fort Frederick als Schutz gegen einen möglichen Angriff der Franzosen erweitert. Das Fort ist das älteste Steingebäude der heutigen Provinz Ostkap und wurde nach dem damaligen Herzog von York benannt. Im Jahr 1820 wurde die Stadt Port Elizabeth von Sir Rufane Donkin, dem amtierenden Gouverneur der Kapkolonie, begründet. Er benannte die kleine Siedlung am Hafen nach seiner früh verstorbenen Frau Elizabeth. Nach der Ankunft von rund 4.000 britischen Auswanderern entwickelte sich das Städtchen schnell zu einem Handelszentrum. 1861 erhielt Port Elizabeth den Status einer autonomen Kommune.

Im Jahr 2000 wurde Port Elizabeth zusammen mit Uitenhage und Despatch zur Nelson Mandela Metropolitan Municipality zusammengeschlossen, die später in Nelson Mandela Bay Municipality umbenannt wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hafen von Port Elizabeth ist wirtschaftlicher Mittelpunkt der Provinz und drittgrößter Hafen von Südafrika. Der Hafen Ngqura, dessen Bau im Jahr 2003 begonnen wurde, ist seit 2009 etwa 20 Kilometer nördlich der Stadt bei Coega in Betrieb.[3]

Die Region ist auch Schwerpunkt der südafrikanischen Autoindustrie und wird auch das „Detroit Südafrikas“ genannt. 37 Kilometer entfernt in der Stadt Uitenhage befindet sich ein Werk des Volkswagen-Konzerns, mit rund 6500 Beschäftigten das größte in ganz Afrika. Neben VW haben sich auch General Motors, Ford, Continental, Johnson & Johnson, MAHLE und etliche andere Hersteller und Zulieferer in der Gegend angesiedelt. Hi-Tech Automotive & Superformance und Perana Performance Group haben in der Region ihren Sitz. Wichtigster Automobilhersteller in der Stadt ist General Motors seit der Gründung der Marke GM Ranger in den 1960er Jahren. Seit dem Niedergang der Marke Ranger werden dort Fahrzeuge der Marken Chevrolet und Opel montiert. Zur Industrielandschaft der Stadt zählen auch die zahlreichen Webereien. In der Nähe der Stadt befindet sich die Rennstrecke Aldo Scribante Circuit.

Mit seinem reichen Wassersportangebot zieht Port Elizabeth jedes Jahr zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland an. Im März/April findet zudem jährlich der Ironman South Africa statt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nelson Mandela Metropolitan University (NMMU) wurde im Jahr 2005 durch die Zusammenführung der Universität von Port Elizabeth und der Port Elizabeth Technikon gebildet. Sie ist die größte Universität im Ostkap. Etwa 25.000 Studenten sind dort eingeschrieben.

Die NMMU mit ihrem Campus in Port Elizabeth hat sieben Fakultäten: Arts, Business and Economic Sciences, Education, Engineering, Health Sciences, Law und Science.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Campanile: 53 m hoher Aussichtsturm mit Rundblick über die Stadt, 1923 erbaut
  • Donkin Reserve: Kleine Grünanlage mit Ausblick über die Stadt, in der eine Steinpyramide an Elizabeth Donkin erinnert. Der Leuchtturm wurde 1861 errichtet.
  • Jewish Pioneer’s Memorial Museum: Ein Museum über das jüdische Leben in der Stadt und ihrer Region in einer ehemaligen Synagoge
  • Market Square und City Hall: Die 1885 erbaute „City Hall“ wurde nach einem Brand im Jahre 1977 neu errichtet. Heute gibt es dort einen bekannten Flohmarkt.
  • Ozeanarium und Museum: Ein größerer Komplex mit einem Ozeanarium und Reptilienhaus sowie naturwissenschaftlichen Ausstellungen.
  • The Boardwalk Casino & Entertainment World: Große Freizeitanlage mit zahlreichen internationalen Restaurants, Kino, Geschäften und einem Spielkasino.
  • Greenacres Shopping Centre: Port Elizabeths größte Shoppingmall im Stadtteil Greenacres.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Port Elizabeth
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
36
 
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9
 
 
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20
9
 
 
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10
 
 
63
 
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11
 
 
59
 
21
13
 
 
49
 
22
15
 
 
34
 
24
16
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Port Elizabeth
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 25,4 25,4 24,6 23,0 21,7 20,3 19,7 19,6 20,0 20,8 22,3 24,3 Ø 22,2
Min. Temperatur (°C) 17,9 17,9 16,9 14,3 11,5 9,2 8,8 9,8 11,4 13,1 14,6 16,4 Ø 13,5
Niederschlag (mm) 36 40 54 58 59 62 47 64 63 59 49 34 Σ 625
Sonnenstunden (h/d) 8,6 7,9 7,4 7,4 7,2 6,9 7,4 7,5 7,1 7,6 8,3 9,0 Ø 7,7
Regentage (d) 5 5 7 6 6 5 5 7 6 7 7 5 Σ 71
Wassertemperatur (°C) 22 22 22 20 19 19 18 18 18 19 20 21 Ø 19,8
Luftfeuchtigkeit (%) 77 80 81 80 76 73 74 76 77 78 78 77 Ø 77,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
25,4
17,9
25,4
17,9
24,6
16,9
23,0
14,3
21,7
11,5
20,3
9,2
19,7
8,8
19,6
9,8
20,0
11,4
20,8
13,1
22,3
14,6
24,3
16,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Port Elizabeth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011, abgerufen am 3. August 2016
  2. METRORAIL TO COEGA | Railways Africa. In: archive.org. wayback.archive.org, archiviert vom Original am 5. Mai 2010, abgerufen am 5. Februar 2017.
  3. Ports & Ships. Shipping and harbour news out of africa (englisch)