Dębica

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dębica (Begriffsklärung) aufgeführt.
Dębica
Wappen von Dębica
Dębica (Polen)
Dębica
Dębica
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Landkreis: Dębica
Fläche: 33,81 km²
Geographische Lage: 50° 3′ N, 21° 25′ O50.0521.416666666667Koordinaten: 50° 3′ 0″ N, 21° 25′ 0″ O
Einwohner: 46.725
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 39-200 bis 39-210
Telefonvorwahl: (+48) 14
Kfz-Kennzeichen: RDE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 40 TarnówRzeszów
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde & Landgemeinde
Fläche: 33,81 km²
Einwohner: 46.725
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1382 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1803011
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Paweł Wolicki
Adresse: ul. Parkowa 28
39-200 Dębica
Webpräsenz: www.debica.pl



Dębica [dɛmˈbʲiʦa] ist eine Stadt im südöstlichen Polen. Sie gehört zur Woiwodschaft Karpatenvorland und liegt rund 40 km westlich der Provinzhauptstadt Rzeszów sowie etwa 100 km östlich von Krakau an der Wisłoka.

Geschichte[Bearbeiten]

Dębica wurde 1293 erstmals erwähnt, damals bestand bereits eine Holzkirche. Kasimir III. verlieh 1358 dem Ort das Stadtrecht, 1446 kam das Recht, Märkte und Jahrmärkte abzuhalten hinzu. Ein großes Feuer wütete 1554. 1578 lebten etwa 700 Menschen in der Stadt, davon etwa 20 Handwerker.

Bei der Ersten Teilung Polens fiel die Stadt an Österreich, damit ging der Verlust des Stadtrechts einher. 1831 forderte eine Choleraepidemie zahlreiche Menschenleben. Mit dem Bau der Bahnstrecke LembergWien um 1856 erhielt Dębica Anschluss an das Schienennetz. Der dadurch einsetzende Aufschwung führte schließlich 1914 zur Wiedererlangung des Stadtrechts.

1918 kam die Stadt an Polen. 1937 wurde sie Sitz eines Powiats. 1939, vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, lebten 10.600 Menschen in Dębica. Unter der deutschen Besetzung wurde die jüdische Bevölkerung im Ghetto Dębica interniert, um sie von dort aus weiter zu deportieren. Ferner wurde hier der SS-Truppenübungsplatz Heidelager angelegt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu 40 % zerstört. Nach dem Wiederaufbau hatte sie bald ungefähr viereinhalbmal soviel Einwohner wie 1939.

Aufgrund einer Verwaltungsreform kam der Ort 1975 zur Wojewodschaft Tarnów, bis diese 1998 aufgelöst wurde und der Ort ab 1999 Teil der Wojewodschaft Karpatenvorland wurde.

Gemeinde[Bearbeiten]

Stadtgemeinde[Bearbeiten]

Die Stadt Dębica bildet eine eigenständige Stadtgemeinde (gmina miejska).

Landgemeinde[Bearbeiten]

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Dębica hat eine Fläche von 137,62 km². Zu ihr gehören folgende 19 Ortschaften mit einem Schulzenamt:

Braciejowa
Brzeźnica
Brzeźnica-Wola
Głobikowa
Gumniska
Kędzierz
Kochanówka
Kozłów
Latoszyn
Nagawczyna
Paszczyna
Podgrodzie
Pustków-Wieś
Pustków-Krownice
Pustków-Osiedle
Pustynia
Stasiówka
Stobierna
Zawada

Wirtschaft[Bearbeiten]

Goodyear Dunlop hat 1995 das ansässige Reifenwerk T. C. Debica S. A. (ehemals Stomil Debica) übernommen. Heute ist das polnische Werk die drittgrößte Fabrik des Konzerns in der Welt.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Irene Eber: Ich bin allein und bang. Ein jüdisches Mädchen in Polen 1939–1945. Aus dem Englischen von Reinhild Böhnke. Beck, München. 2007. 287 Seiten mit 18 Abbildungen und 1 Karte. ISBN 3-406-55652-3. Engl. Originaltitel: The Choice - Poland, 1939–1945. 2004. Verlag Schocken Books Inc., NY. 240 S. ISBN 0-8052-4197-3 (Englisch)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  2. [1]