Das Wunder von Manhattan (1994)

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Filmdaten
Deutscher TitelDas Wunder von Manhattan
OriginaltitelMiracle on 34th Street
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1994
Länge109 Minuten
AltersfreigabeFSK ohne
Stab
RegieLes Mayfield
DrehbuchJohn Hughes
George Seaton
ProduktionWilliam S. Beasley
John Hughes
William Ryan
MusikBruce Broughton
KameraJulio Macat
SchnittRaja Gosnell
Besetzung

Das Wunder von Manhattan (Miracle on 34th Street) ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Les Mayfield aus dem Jahr 1994. Es handelt sich um eine Neuverfilmung des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1947.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der für den jährlich stattfindenden Weihnachtsumzug von Cole's Kaufhaus engagierte „Weihnachtsmann“ Tony Falacchi ist angetrunken und muss kurz vor Beginn der Parade entlassen werden. Der vorbeikommende Kriss Kringle hatte Falacchis Zustand bemerkt und wird von der Leiterin für Sonderaktionen des Kaufhauses, Dorey Walker, gebeten, den Weihnachtsmann zu spielen, weil es sonst gar keinen Weihnachtsmann auf der Parade geben würde. Kriss Kringle erfüllt seine Aufgabe so gut, dass er von Cole's als neuer "Kaufhausweihnachtsmann" angestellt wird, dem die Kinder der Kunden ihre Wünsche mitteilen können. Hierbei kann er punkten, indem er die Eltern auch zum Konkurrenzunternehmen „Shopper’s Express“ schickt, wenn das von den Kindern gewünschte Spielzeug dort billiger zu haben ist. Dies bewirkt bei den Eltern das Gefühl, dass dem Unternehmen die zufriedenen Kunden wichtiger als der Profit sind. Dadurch steigt die Popularität des Kaufhauses so rasant an, dass aus der Idee ein neues Marketingkonzept entwickelt wird, worauf die Umsätze und die Aktienkurse des angeschlagenen Kaufhauses in die Höhe schießen. Auch Doreys hochintelligente 6-jährige Tochter Susan ist von Kriss Kringle beeindruckt, allerdings auch von ihrer alleinerziehenden Mutter aufgeklärt, dass ein Weihnachtsmann nur ein verkleideter Kaufhausangestellter ist. Dorey schlägt Susan vor, die Wahrheit herauszufinden, indem sie sich vom Weihnachtsmann etwas wünscht, was er ihr nicht geben kann. Umgekehrt möchte auch Kriss Kringle, der immer wieder Andeutungen macht, der „echte“ Weihnachtsmann zu sein, Susan und Dorey davon überzeugen, an den Weihnachtsmann zu glauben. Er läßt sich von Bryan Bedford, Doreys Freund, für einen Abend als Susans Babysitter engagieren. Diese wünscht sich „ein Haus, einen Bruder und einen Vater“. Nur wenn Kringle ihr dies erfüllt, ist er für sie der Weihnachtsmann. Währenddessen lehnt Dorey einen Verlobungsring von Bryan ab, der ihn an Kriss weitergibt, um nach einer besseren Verwendung für den Ring zu suchen.

Aufgrund der anhaltend hohen Umsätze und Beliebtheit von Cole's Kaufhaus, schmiedet die Konkurrenz inzwischen dunkle Pläne. Zwei Mitarbeiter von „Shopper’s Express“ bezahlen Falacchi dafür, dass er Kringle auf dem Heimweg provoziert. Daraufhin schlägt Kringle mit seinem Spazierstock nach Falacchi, der nach dem Schlag zu Boden geht. Kringle wird von der Polizei festgenommen und inhaftiert, was den geplanten Imageschaden bei Cole's Kaufhaus nach sich zieht. Da Kringle wie gewohnt von sich behauptet, er sei der Weihnachtsmann, wird er für verrückt gehalten und soll in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. In einer Gerichtsverhandlung soll nun - mit teils skurrilen Methoden - bewiesen werden, dass der Weihnachtsmann nicht existiert und Kringle gemäß der Anklage als geisteskrank zu verurteilen ist. Bryan ist Kringles Verteidiger und beeindruckt Dorey so, dass sie sich für ihr Verhalten an jenem Abend des Ringantrags entschuldigt.

Um ihrem Kaufhausweihnachtsmann zu helfen, startet die Belegschaft von Cole's Kaufhaus während der mehrtätigen Gerichtsverhandlung eine großangelegte Kampagne. Der Geschäftsführer C.F. Cole stellt im Fernsehen an die Öffentlichkeit die Frage: "Glauben Sie an den Weihnachtsmann?", worauf sich tausende Menschen dazu bekennen, an den Weihnachtsmann zu glauben. Die Gerichtsverhandlung erfährt nun ein noch größeres öffentliches Interesse.

Bryan lässt Susan am 24. Dezember, dem Tag der Urteilsverkündung, eine Weihnachtskarte mit einer 1-Dollar-Note, auf der die Aussage „In God we trust“ (Wir vertrauen auf Gott) umringelt ist, dem Richter übergeben. Dieser zerknüllt sein vorbereitetes Urteil und begründet die Abweisung der Klage damit, dass „wir alle auf Gott vertrauen, dies sogar auf unsere Geldscheine drucken und trotzdem keinen Beweis für die Existenz von Gott verlangen. Genauso kann der Staat New York durch die Demonstration des Glaubens seiner Bevölkerung anerkennen, dass der Weihnachtsmann in der Person von Kris Kringle existiert.“ Zur Urteilsverkündung um 12 Uhr haben sich Menschenmassen auf den Straßen vor dem Gericht versammelt, die nach dem Freispruch von Kriss Kringle jubeln.

Kringle bestellt Dorey und Bryan nach der Weihnachtsmesse in eine kleine Kirche, in der ein Priester mit dem Verlobungsring auf sie wartet: die beiden heiraten. Den Ring bemerkt Susan am ersten Weihnachtstag und sieht ihren ersten Wunsch erfüllt: einen Vater. Susan und Bryan fahren zu einem Musterhaus von Cole, zu dem sie der Geschäftsführer, ungewöhnlich für den Weihnachtstag, bestellt hat. Diesem hat Kringle erzählt, dass das Paar ein Haus sucht und dieses Musterhaus kaufen möchte (Susan hatte damals die aus dem Kaufhauskatalog herausgetrenne Seite Kringle übergeben). Durch die Prämie, die alle Mitarbeiter von Cole für das außergewöhnliche Weihnachtsgeschäft erhalten, kann sich Dorey dieses Haus nun auch leisten. Susan fragt das Paar, ob sie das dritte Geschenk auch bekommen wird, Bryan antwortet, wenn es Kriss versprochen hat, wird sie es auch erhalten. Susan hat nun keinen Zweifel mehr, dass Kringle echt ist. Als Susan ihrer Mutter nun sagt, dass ihr dritter Wunsch ein kleiner Bruder war, schauen sich Dorey und Bryan verdutzt an und küssen sich.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, der Film erreiche nicht das Niveau des Vorgängers. Er lobte die Darstellungen von Richard Attenborough und Mara Wilson, aber kritisierte jene von Elizabeth Perkins und Dylan McDermott.[1]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 18. November 1994, der Film könne nicht den Film aus dem Jahr 1947 ersetzen. Er sei jedoch „süß“, „liebenswürdig“ und „gutherzig“.[2]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Eine in die Länge gezogene, humor- und spannungslose Neuverfilmung des Weihnachtsfilmklassikers von 1947. Die satirischen Seitenhiebe des Vorbildes verkommen zu plumpen, verlogenen Botschaften. Auch schauspielerisch enttäuschend.“[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Attenborough wurde im Jahr 1995 für den Saturn Award als bester Nebendarsteller nominiert.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in New York City, in Chicago und in Lake Forest (Illinois) gedreht.[4] Er spielte in den Kinos der USA ca. 17,2 Millionen US-Dollar ein, in den britischen Kinos ca. 6,66 Millionen Pfund Sterling.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kritik von James Berardinelli
  2. Kritik von Roger Ebert
  3. Das Wunder von Manhattan. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins; abgerufen am 2. März 2017.
  4. Drehorte für Miracle on 34th Street
  5. Business Data for Miracle on 34th Street