David Axelrod (Musiker)

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David Axelrod (* 17. April 1931 in Hollywood[1]; † 5. Februar 2017 in Burbank, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Komponist, Arrangeur und Produzent. „Dave“ Axelrod, der für seinen pompösen Sound bekannt wurde und an der Entstehung des Soul-Jazz beteiligt war, ist im Hip-Hop viel gesampelt worden.[2]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

David Axelrod kam 1931 als Kind von Pearl Plaskoff und dem Gewerkschaftsfunktionär Morris George Axelrod in Hollywood zur Welt. Dave wuchs in South Central, einer armen und hauptsächlich von Schwarzen bewohnten Gegend, auf.[3] Früh interessierte sich Dave für schwarze Musik und besuchte die Jazz- und Rhythm and Blues-Clubs an der Central Avenue von Los Angeles.[4]

Nach einer Zeit als Boxer und einem Intermezzo in der Marine studierte David Axelrod Musik bei dem Jazz-Pianisten Gerald Wiggins, der ihm Arrangieren und das Lesen von Noten beibrachte. Schon 1960 produzierte Axelrod seine erste Langspielplatte, das Hardbop-Album „The Fox“ des Jazz-Saxophonisten Harold Land.

Produzent bei Capitol[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bald darauf bekam Axelrod eine Anstellung als ausführender Produzent bei Capitol Records, wo er unter anderem Alben des Soulsängers Lou Rawls und des Schauspielers David McCallum komponierte, arrangierte und produzierte. Für David McCallum (Solo für O.N.C.E.L.) entstand das orchestrale Instrumentalstück „The Edge“, das 1999 von Dr. Dre und Snoop Dogg an prominenter Stelle für „The Next Episode“ auf dem Album 2001 gesamplet wurde.

Für Capitols Psychedelic Rockband The Electric Prunes komponierte und arrangierte er deren dritte Studioplatte Mass in F minor. Das anspruchsvolle Konzeptalbum mit den gregorianischen Chorälen und dem kirchlichen Orgelspiel führte schließlich zur Auflösung und völligen Umbesetzung der Electric Prunes und musste von Studiomusikern vollendet werden.[5] Das Stück „Kyrie Eleison“ schaffte es immerhin in den Kultfilm Easy Rider und auf dessen Soundtrack.

Darüber hinaus veröffentlichte David Axelrod auch mehrere Alben unter eigenem Namen. Das Instrumentalstück „Holy Thursday“ von seinem eklektisch gehaltenen Debütalbum Song of Innocence geht auf eine Dichtung von William Blake zurück und wurde Axelrods bekannteste Komposition.

Außerdem produzierte Axelrod von 1964 bis zu dessen Tod 1975 die Alben des Jazz-Saxophonisten Julian „Cannonball“ Adderley, darunter auch dessen größten kommerziellen Erfolg Mercy, Mercy, Mercy! Live at 'The Club' von 1966. Die darauf enthaltene gleichnamige Komposition Mercy, Mercy, Mercy aus der Feder des österreichischen Pianisten Joe Zawinul gilt vielen als Auftakt der neuen Musikrichtung Soul-Jazz.

Späte Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sein von Jazz und Funk beeinflusster Stil in den Achtzigerjahren nicht mehr gefragt war, zog sich David Axelrod nach dem Erscheinen seines Albums Requiem: The Holocaust in den Neunzigerjahren zurück. Erst die Entdeckung seines musikalischen Werks durch eine neue Generation von Musikern bescherte ihm erneute Aufmerksamkeit. Axelrods Musik wurde im Hip-Hop viel und häufig gesampelt, so von De La Soul („I Am I Be“), Ghostface Killah („Stay True“), Lauryn Hill („The Miseducation of …“) und DJ Shadow („Midnight in a Perfect World“).[6]

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arrangeur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produzent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lou Rawls
  • Lou Rawls Soulin’ (Capitol 2566, 1966)
  • Lou Rawls Carryin’ On! (Capitol 2632, 1967)
  • Too Much! (Capitol 2713, 1967)
  • That’s Lou (Capitol 2756, 1967)
  • The Way It Was – The Way It Is (Capitol 215, 1969)
  • Your Good Thing (Capitol 325, 1969)
  • You’ve Made Me so Very Happy (Capitol 427, 1970)
David McCallum
  • Music... A Part Of Me (Capitol ST 2432, 1966)
  • Music... A Bit More Of Me (Capitol ST 2498, 1966)
  • Music... It's Happening Now! (Capitol ST 2651, 1967)
  • McCallum (Capitol ST 2748, 1968)
Cannonball Adderley
  • Cannonball Adderley Live! (Capitol, 1964)
  • Live Session! (Capitol, 1964)
  • Cannonball Adderley's Fiddler on the Roof (Capitol, 1964)
  • Mercy, Mercy, Mercy! Live at 'The Club' (Capitol, 1966)
  • 74 Miles Away (Capitol, 1967)
  • Why Am I Treated So Bad! (Capitol, 1967)
  • Accent on Africa (Capitol, 1968)
  • Country Preacher (Capitol, 1969)
  • The Cannonball Adderley Quintet & Orchestra (Capitol, 1970)
  • Love, Sex, and the Zodiac (Capitol, 1970)
  • The Price You Got to Pay to Be Free (Capitol, 1970)
  • Soul Zodiac (Capitol, 1972)
  • The Happy People (Capitol, 1972)
  • The Black Messiah (Capitol, 1972)
  • Music You All (Capitol, 1976)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heavy Axe: A Guide to David Axelrod auf Red Bull Music Academy Daily.
  2. Christoph Dallach: Musik: David Axelrod In: Der Spiegel vom 29. Oktober 2001.
  3. Eothen Alapatt: The David Axelrod interview from Big Daddy magazine auf WaxPoetics.com. (englisch)
  4. David Axelrod, Music Producer Who Bridged Genres, Dies at 85, Nachruf der New York Times vom 16. Februar 2017.
  5. David Axelrod, Influential Producer and Composer, Dead at 83, Nachruf auf rollingstone.com vom 6. Februar 2017.
  6. David Axelrod, Music Producer Who Bridged Genres, Dies at 85, Nachruf der New York Times vom 16. Februar 2017.