Lauryn Hill

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Lauryn Hill, 2014

Lauryn Hill (* 25. Mai 1975 in South Orange, New Jersey) ist eine US-amerikanische Sängerin, Rapperin, Songwriterin und Schauspielerin. Bekannt wurde sie vor allem als Lead-Sängerin der Hip-Hop-Band Fugees und als erste fünffache Grammy-Gewinnerin im Jahre 1999.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauryn Hill bei einem Konzert im Oktober 2005 im Central Park

Lauryn Hill gründete 1988 zusammen mit Wyclef Jean und Pras Michel die Band Fugees. Daneben betätigte sie sich als Schauspielerin (z. B. Sister Act 2 – In göttlicher Mission mit Whoopie Goldberg) und studierte an der Columbia High School Geschichte. Das erste Fugees-Album Blunted on Reality war trotz hervorragender Kritiken kein kommerzieller Erfolg. Das zweite Album, The Score (1996), verkaufte sich 17 Millionen Mal und wurde mehrmals mit Platin-Schallplatten und mit zwei Grammy Awards ausgezeichnet. Das Album enthielt auch eine Coverversion von Killing Me Softly, die sich neun Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Musik-Charts hielt. Dieser Erfolg machte alle drei Mitglieder der Fugees zu internationalen Stars.

1998 veröffentlichte Lauryn Hill ihr erstes Soloalbum, The Miseducation of Lauryn Hill, das weltweit ein großer Erfolg wurde. Es enthielt auch Doo Wop (That Thing), das als Single ausgekoppelt wurde. 1999 war sie mit The Miseducation of Lauryn Hill für elf Grammy Awards nominiert und sie gewann als erste Künstlerin in fünf Kategorien (Album of the Year, Best New Artist, Best Female R&B Vocal Performance, Best R&B Song und Best R&B Album). Der Titel des Albums ist abgeleitet von Carter G. Woodsons Buch The Miseducation Of The Negro. 1999 erhielt sie den Kora All African Music Award in der Kategorie Diaspora.[1] 2002 erschien ein Unplugged-Album, auf dem Hill zur akustischen Gitarre und ohne Begleitmusiker mehrere neue Songs vorstellte, die nie als Studioversion erschienen. 2003 sorgte sie für Schlagzeilen, als sie vor ihrem Auftritt beim Weihnachtskonzert im Vatikan in einer Ansprache den Klerus scharf kritisierte.

2012 ging sie nach langer Pause wieder auf Tour. Die Kritiken zu einigen ihrer Auftritte, z. B. ihrem Konzert im Berliner Tempodrom, waren gekennzeichnet von der Enttäuschung über ihre brüchige Stimme, die das Niveau früherer Jahre nicht erreichen konnte, aber auch über die schlechte Tonmischung vor Ort. Als Hills Stimme bereits bei den ersten Liedern versagte, quittierten viele Zuschauer ihre Darbietung mit Buh-Rufen und verließen vorzeitig die Veranstaltung.[2][3][4]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauryn Hill hat fünf Kinder mit ihrem langjährigen Lebenspartner, dem ehemaligen American-Football-Spieler und jetzigen Musiker Rohan Marley, einem Sohn des verstorbenen Reggaemusikers Bob Marley. Ihr sechstes Kind hat laut Rohan Marley einen anderen Vater.[5][6]

2013 wurde Lauryn Hill zu einer dreimonatigen Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung verurteilt, nachdem sie in den Jahren 2005 bis 2007 ein Einkommen in Höhe von 1,8 Millionen US-Dollar nicht versteuert hatte. Ein Gericht in Newark im Bundesstaat New Jersey ordnete zusätzlich drei Monate Hausarrest an. Hill hatte sich schuldig bekannt.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1998 The Miseducation of Lauryn Hill DE9
(55 Wo.)DE
AT4
Gold
Gold

(38 Wo.)AT
CH11
Platin
Platin

(39 Wo.)CH
UK2
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(87 Wo.)UK
US1
Achtfachplatin
×8
Achtfachplatin

(82 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. August 1998
Verkäufe weltweit: 20.000.000+[9]

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
2002 MTV Unplugged No. 2.0 DE30
(10 Wo.)DE
AT2
(17 Wo.)AT
CH3
Gold
Gold

(17 Wo.)CH
UK40
(3 Wo.)UK
US3
Platin
Platin

(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2002

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1998 Doo Wop (That Thing)
The Miseducation of Lauryn Hill
DE17
(14 Wo.)DE
AT33
(3 Wo.)AT
CH10
(14 Wo.)CH
UK3
Platin
Platin

(9 Wo.)UK
US1
Gold
Gold

(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. Juli 1998
Ex-Factor
The Miseducation of Lauryn Hill
DE52
(4 Wo.)DE
CH22
(8 Wo.)CH
UK4
Silber
Silber

(14 Wo.)UK
US21
(22 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 8. Dezember 1998
1999 Everything Is Everything
The Miseducation of Lauryn Hill
UK20
(9 Wo.)UK
US35
Gold
Gold

(18 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 4. Mai 1999

Weitere Veröffentlichungen

  • 1998: Nothing Even Matters
  • 1998: To Zion
  • 1998: Can’t Take My Eyes Off You
  • 2010: Repercussions
  • 2013: Neurotic Society (Compulsory Mix)

Singles als Gastmusikerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1996 If I Ruled the World (Imagine That)
It Was Written
DE4
Gold
Gold

(20 Wo.)DE
AT30
(11 Wo.)AT
CH7
(22 Wo.)CH
UK12
(7 Wo.)UK
US53
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. Mai 1996
Nas feat. Lauryn Hill
1997 The Sweetest Thing
Love Jones (O.S.T)
UK18
(8 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 11. März 1997
mit Refugee Camp All Stars
Guantanamera
The Carnival
DE29
(11 Wo.)DE
CH19
(10 Wo.)CH
UK25
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 22. April 1997
Wyclef Jean feat. Celia Cruz, Jeni Fujita & Lauryn Hill
All My Time DE87
(3 Wo.)DE
UK57
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1997
Paid & Live featuring Lauryn Hill
1999 All That I Can Say
Mary
UK29
(4 Wo.)UK
US44
(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. Juli 1999
Mary J. Blige feat. Lauryn Hill
Turn Your Lights Down Low
Chant Down Babylon
DE33
(14 Wo.)DE
AT22
(10 Wo.)AT
CH11
(16 Wo.)CH
UK15
(7 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1999
Bob Marley feat. Lauryn Hill

Weitere Gastbeiträge

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • BelgienBelgien Belgien
    • 1999: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 1999: für die Single Turn Your Lights Down Low
    • 2002: für das Album MTV Unplugged No. 2.0
  • SpanienSpanien Spanien
    • 1999: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill

Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 1999: für die Single Doo Wop (That Thing)
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 1999: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill
  • KanadaKanada Kanada
    • 2002: für das Album MTV Unplugged No. 2.0
  • NiederlandeNiederlande Niederlande
    • 1999: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill
  • NorwegenNorwegen Norwegen
    • 2000: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 1999: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill

2× Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2019: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill
  • EuropaEuropa Europa
    • 1999: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill

3× Platin-Schallplatte

  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 1999: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill

7× Platin-Schallplatte

  • KanadaKanada Kanada
    • 1999: für das Album The Miseducation of Lauryn Hill

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Australien (ARIA) Australien (ARIA) 0! S 0! G Platinum record icon.svg 3× Platin3 210.000 aria.com.au
Belgien (BEA) Belgien (BEA) 0! S Gold record icon.svg Gold1 0! P 25.000 ultratop.be
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI) 0! S Gold record icon.svg Gold1 0! P 250.000 musikindustrie.de
Europa (IFPI) Europa (IFPI) 0! S 0! G Platinum record icon.svg 2× Platin2 (2.000.000) ifpi.org (Memento vom 1. Januar 2014 im Internet Archive)
Frankreich (SNEP) Frankreich (SNEP) 0! S Gold record icon.svg 2× Gold2 Platinum record icon.svg Platin1 525.000 infodisc.fr snepmusique.com
Kanada (MC) Kanada (MC) 0! S 0! G Platinum record icon.svg 8× Platin8 800.000 musiccanada.com
Neuseeland (RMNZ) Neuseeland (RMNZ) 0! S 0! G Platinum record icon.svg 3× Platin3 45.000 nztop40.co.nz
Niederlande (NVPI) Niederlande (NVPI) 0! S 0! G Platinum record icon.svg Platin1 100.000 nvpi.nl
Norwegen (IFPI) Norwegen (IFPI) 0! S 0! G Platinum record icon.svg Platin1 50.000 ifpi.no
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI) 0! S Gold record icon.svg Gold1 0! P 25.000 ifpi.at
Schweden (IFPI) Schweden (IFPI) 0! S 0! G Platinum record icon.svg Platin1 80.000 sverigetopplistan.se
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI) 0! S Gold record icon.svg Gold1 Platinum record icon.svg Platin1 75.000 hitparade.ch
Spanien (Promusicae) Spanien (Promusicae) 0! S Gold record icon.svg Gold1 0! P 50.000 elportaldemusica.es
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S Gold record icon.svg 2× Gold2 Platinum record icon.svg 9× Platin9 10.000.000 riaa.com
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI) Silver record icon.svg Silber1 0! G Platinum record icon.svg 4× Platin4 1.700.000 bpi.co.uk
Insgesamt Silver record icon.svg Silber1 Gold record icon.svg 9× Gold9 Platinum record icon.svg 34× Platin34

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lauryn Hill – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. List of the 1999 Kora event winners (Memento des Originals vom 7. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.koraawards.org, abgerufen am 17. Februar 2010
  2. http://www.morgenpost.de/kultur/article1892017/HipHop-Star-Lauryn-Hill-kehrt-nach-Berlin-zurueck.html
  3. http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ziel/604050/DE?article_id=2517170
  4. http://www.eventim.de/lauryn-hill-fanreports.html?doc=artistPages/fanReports&fun=artist&action=fanreports&allfanreports=true&kuid=361&index_report=15
  5. Lauryn Hill Welcomes Sixth Child, People (online), abgerufen am 14. August 2011
  6. Lauryn Hill welcomes son (Memento vom 15. März 2012 im Internet Archive)
  7. Steuerhinterziehung: Lauryn Hill muss ins Gefängnis. In: orf.at, 7. Mai 2013, abgerufen am 21. November 2017.
  8. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US
  9. The Miseducation of Lauryn Hill – Verkäufe