David Loy

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David Robert Loy (geboren 1947) ist ein US-amerikanischer Philosoph, Autor und zugelassener Lehrer der Sanbo Kyodan-Tradition des japanischen Zen-Buddhismus.[1][2]

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühes Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loy wurde in der Panama-Kanal-Region geboren. Sein Vater war in der U.S. Navy, weshalb seine Familie viel reisen musste. Er besuchte das Carleton College in Minnesota, und verbrachte seine Jugend mit der Studium der Philosophie am King's College London. Nach seinem Abschluss im Jahr 1969 ging er nach San Francisco und anschließend nach Hawaii, wo er mit der Praktizierung des Zen-Buddhismus begann.[1]

Zen Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1971 begann er Zen mit Yamada Koun Roshi und Robert Aitken in Hawaii zu praktizieren.

Im Jahr 1984 Loy zog er nach Kamakura in Japan um weiter Zen mit Yamada Koun Roshi zu praktizieren, dem Direktor von Sanbo Kyodan.

Er vollendete seine formellen Koan-Studien im Jahr 1988 mit Yamada Koun und erhielt den Dharmanamen Tetsu-un, „Weise Wolke“.[3]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Hauptforschungsinteresse gilt dem Dialog zwischen Buddhismus und der Moderne, speziell die Auswirkungen der buddhistischen Lehre auf die Gesellschaft. In Ergänzung zu seinen wissenschaftlichen Vorlesungen, bietet er Workshops und Vorlesungen an und leitet in den USA und international Meditationskurse.

Loy erhielt den Master of Arts in asiatischer Philosophie von der University of Hawaii im Jahr 1975, und seinen Dr. in Philosophie im Jahr 1984 von der National University of Singapore.[4]

Er war ein erfahrener Lehrer für Philosophie am Department of Singapore University von 1978 bis 1984.[5]

1990[5] War er als Philosophieprofessor an der Bunkyo University im japanischen Chigasaki bis Januar 2006, als er den Besl Family Chair of Ethics/Religion & Society, eine vorübergehende Stellung am Xavier University in Cincinnati, Ohio, akzeptierte, welche im September 2010 endete.[4]

Im Juni 2014 erhielt er die Ehrendoktorwürde des Carleton College, seiner alma mater, für seinen Beitrag zum Buddhismus im Westen. Diese Auszeichnung gab er im April 2016 zurück als Zeichen des Protests gegen die Entscheidung der College-Verwaltung, nicht aus fossilen Energieunternehmen zu desinvestieren.[6]

Er bieten Vorlesungen, Workshops und Rückzugsmeditationen zu verschiedenen Themen an, mit einem hauptsächlichen Fokus des Einflusses des Buddhismus auf die Moderne. Er ist besonders an sozialen und ökologischen Problemen interessiert.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In Ergänzung zu seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist Loy Autor verschiedener Bücher über vergleichende Philosophie und soziale Ethik:

  • Nonduality: A Study in Comparative Philosophy (New Haven, Conn: Yale University Press, 1988). Einen Taschenbuchedition wurde bei Humanities Press im Jahr 1997 veröffentlicht. Eine deutsche Edition (übersetzt von Clemens Wilhelm) wurde als Nondualität: Über die Natur der Wirklichkeit von Krüger, Frankfurt, im Jahr 1998 veröffentlicht. Eine spanische Edition (übersetzt von Fernando Mora and David Gonzalez Raga) wurde als No dualidad von der Kairos Press im Jahr 2000 veröffentlicht. Korrektur von Robert Zeuschner[7] und Karl H. Potter.[8]
  • Lack and Transcendence: The Problem of Death and Life in Psychotherapy, Existentialism, and Buddhism (Atlantic Highlands, New Jersey: Humanities Press, 1996). Ausgezeichnet 1999 mit dem Frederick J. Streng Bücherpreis der Society for Buddhist-Christian Studies, für das beste Buche des Jahres. Eine Taschenbuchausgabe erschien bei Humanity Books im Jahr 2000. (review review 2)
  • A Buddhist History of the West: Studies in Lack (SUNY Press, 2002).
  • The Great Awakening: A Buddhist Social Theory (Boston: Wisdom Publications, 2003).
  • The Dharma of Dragons and Daemons: Buddhist Themes in Modern Fantasy (Boston: Wisdom Publications, 2004).
  • Money, Sex, War, Karma: Notes for a Buddhist Revolution (Wisdom Publications, 2008). Übersetzt in: Spanisch, Italienisch, Französisch, Niederländisch, Koreanisch, Thai, Japanisch und Estnisch.
  • Awareness Bound and Unbound: Buddhist Essays (SUNY Press, 2009).
  • The World Is Made of Stories (Wisdom Publications, 2010).
  • A New Buddhist Path: Enlightenment, Evolution, and Ethics in the Modern World (Wisdom Publications, 2015).
  • Erwachen im Zeitalter des Klimawandels. In: Buddhismus Aktuell, Jahrgang 2016, Heft 2, S. 25.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist verheiratet mit Linda Goodhew, eine ehemalige Professorin für Englischsprachige Literatur an der Gakushūin-Universität in Tokio, Japan, und Mitautorin von The Dharma of Dragons and Daemons. Sie leben in der Nähe von Boulder, Colorado, und haben einen Sohn, Mark Loy Goodhew.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lack and Liberation in Self and Society An Interview with David Loy (Memento des Originals vom 7. Oktober 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.holosforum.org
  2. David Loy Interview (Memento des Originals vom 13. April 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sweepingzen.com - Sweeping Zen
  3. Lack and Liberation in Self and Society: An Interview with David Loy (Memento des Originals vom 7. Oktober 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.holosforum.org
  4. a b Previous Besl Family Chairs (Memento des Originals vom 2. November 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.xavier.edu
  5. a b David Loy webpage
  6. Philip Weyhe: International lecturer returns honorary Carleton degree in protest of fossil fuel investments. In: Northfield News. 22. April 2016. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  7. Review author[s]: Robert B. Zeuschner. Buddhist-Christian Studies, Vol. 10, 1990 (1990), pp. 300–302. doi:10.2307/1390225
  8. Review author[s]: Karl H. Potter. Philosophy and Phenomenological Research, Vol. 51, No. 3 (Sep., 1991), pp. 733–735 doi:10.2307/2107905.