Daylight (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Daylight
Originaltitel Daylight
Daylight.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 114 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Rob Cohen
Drehbuch Leslie Bohem
Produktion John Davis
David T. Friendly
Musik Randy Edelman
Kamera David Eggby
Schnitt Peter Amundson
Besetzung

Daylight ist ein Actionfilm des Regisseurs Rob Cohen aus dem Jahr 1996. Sylvester Stallone spielt in der Hauptrolle den ehemaligen Chef des New Yorker Medical Services, Kit Latura, der nach seiner Entlassung aufgrund einer Fehlentscheidung, die mehrere seiner Männer das Leben kostete, seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer verdient. Der Film wurde in Rom gedreht.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des Films werden die Hauptpersonen in kurzen Abrissen vorgestellt:

  • die frustrierte Autorin Madelyne Thompson, die die Stadt verlassen will
  • der temperamentvolle, selbstsichere Roy Nord, Direktor einer Sportartikelfirma, der ausschließlich am Erfolg seiner Firma interessiert ist, die er auch mit Werbespots bewirbt, in denen er selber mitwirkt
  • ein High-Society-Ehepaar, das einfach nur eine Spazierfahrt mit seinem Hund machen will
  • einige Gefangene, deren Gefangenentransport sich zum Zeitpunkt des Einsturzes im Tunnel befindet
  • der in eine Kollegin verliebte PAPD-Polizist George Tyrell
  • sowie die Crightons, ein ständig streitendes Ehepaar mit halbwüchsiger Tochter.

Bei der abendlichen Rush Hour in sind im New Yorker Holland Tunnel, der unter dem Hudson River Manhattan und New Jersey verbindet, hunderte von Autos unterwegs. Flüchtende jugendliche Juwelendiebe stoßen mit einem Chemikalien transportierenden LKW-Konvoi zusammen, worauf es zur Katastrophe kommt. Gewaltige Explosionen zerstören Dutzende von Fahrzeugen, töten deren Insassen und drohen die Tunneldecke zum Einsturz zu bringen. Teile des Tunnels werden zerstört und stürzen ein. Zwölf Überlebende sind mehr als 30 Meter unter dem Hudson von Tonnen von Metall und Beton eingeschlossen sowie giftigem Rauch und Feuer ausgesetzt. Kit Latura, der ehemalige Leiter des Katastrophenschutzes, lässt sich, ohne zu zögern, durch einen Belüftungsschacht zu ihnen nach unten schleusen, um sie durch diesen ins Freie zu bringen. Er hat dazu nur wenige Stunden Zeit, bevor der Sauerstoff zu Ende ist.

Die Eingeschlossenen jedoch beklagen sich lediglich über ihre Situation und streiten, wer sie anführen soll; Kit Latura wird vorgeworfen, dass er sie nicht schnell genug aus ihrer Situation befreie. Roy Nord, ein Besserwisser, will sich zum Führer der Gruppe aufschwingen und versucht eigenständig einen Weg nach draußen zu finden. Er will nicht auf Latura und dessen Vorschläge hören, was ihn letztendlich in einem zusammenstürzenden Belüftungsschacht das Leben kostet.

Mehrere der Eingeschlossenen kommen im Laufe des Films ums Leben. Die Zeit drängt, die Mauern beginnen einzustürzen, die Luft wird knapp und der Tunnel füllt sich immer mehr mit Wasser. Die Überlebenden müssen zu ihrer Rettung unter anderem durch einen gefluteten Versorgungsschacht tauchen, um auf eine höhere Ebene zu gelangen. Latura riskiert sein Leben für die anderen und verhindert so weitere Todesopfer. Buchstäblich in letzter Sekunde gelingt es ihm, die restlichen Überlebenden durch alle Gefahren über alte Wartungstunnel an die Oberfläche zurückzuführen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Film kostete Schätzungen zufolge 80 Millionen Dollar und spielte weltweit 159 Millionen Dollar ein. Die Gage von Sylvester Stallone betrug 20 Millionen Dollar.
  • Der Regisseur Rob Cohen hat einen Kurzauftritt; er spielt einen der Geschäftsleute bei der von Roy Nord geleiteten Besprechung.
  • Viggo Mortensen pendelte zwischen den Dreharbeiten von Daylight und Portrait of a Lady.
  • Sylvester Stallone trägt im Film deutlich sichtbar eine Armbanduhr der italienischen Marke Officine Panerai. Es handelt sich dabei um das Modell „Luminor Logo“ mit der Referenz 5218/201-A. Die damals noch recht unbekannte Marke Panerai hat seitdem an Bekanntheit gewonnen. Es gibt immer wieder Panerai-Modelle, die den Schriftzug Daylight oder SlyTech – nach Stallones Spitznamen „Sly“− tragen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Lichtenberger schrieb am 7. Februar 1997 in den OÖN: „Logik hat in einem Stallone-Streifen wenig zu suchen, weshalb wir deren neuerliches Fehlen im Tunnel-Drama ‚Daylight‘ nicht als schweres Delikt erachten.“ Regisseur Rob Cohen habe sich Katastrophen-Knüller aus den 1970ern wie „Flammendes Inferno“ zum Vorbild genommen, sowohl was die klischeehafte Färbung der Charaktere betreffe als auch die Dehnung des Spannungsbogens.[1]
  • Lexikon des internationalen Films: „Der Film variiert lustlos die Stereotypen des Katastrophenfilms. Selbst die Figurenzeichnung wirkt kalkuliert und mechanisch.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Oscar-Nominierung für „Best Effects, Sound Effects Editing“ für Richard L. Anderson und David A. Whittaker
  • 1997: Golden Reel Award der Motion Picture Sound Editors für „Best Sound Editing – Sound Effects & Foley“ für Jeffrey Kaplan (sound effects editor)
  • 1997: Nominierungen für die Goldene Himbeere in den Kategorien „Schlechtester Schauspieler“ (Sylvester Stallone) und „Schlechtester Originalsong“ für das Lied Whenever there is Love (Bruce Roberts und Sam Roman)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. OÖN
  2. Daylight. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.