Death Sentence – Todesurteil
| Film | |
| Titel | Death Sentence – Todesurteil |
|---|---|
| Originaltitel | Death Sentence |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2007 |
| Länge | 110 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | James Wan |
| Drehbuch | Ian Jeffers |
| Produktion | Ashok Amritraj, Howard Baldwin, Karen Elise Baldwin |
| Musik | Charlie Clouser |
| Kamera | John R. Leonetti |
| Schnitt | Michael N. Knue |
| Besetzung | |
| |
Death Sentence – Todesurteil (Originaltitel: Death Sentence) ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2007. Regie führte James Wan, das Drehbuch schrieb Ian Jeffers nach dem Roman Death Sentence von Brian Garfield, der Fortsetzung des Romans Death Wish, der Anlass zur gleichnamigen Filmreihe mit Charles Bronson in der Hauptrolle gegeben hatte, beginnend mit Ein Mann sieht rot (1974).
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nick Hume ist ein verheirateter Manager eines Unternehmens, er hat zwei Söhne. Sein älterer Sohn Brendan wird von einem Mitglied einer Gang als Teil eines Initiationsrituals bei einem vorgetäuschten Überfall auf eine Tankstelle getötet. Hume kämpft gegen dieses Gangmitglied, Joe Darley, dem er dessen Maske vom Gesicht reißt, während die anderen Mitglieder verschwinden.
Detective Wallis leitet die Ermittlungen. Sie organisiert eine Gegenüberstellung, in der Hume den Täter identifiziert. Hume erfährt jedoch vom Staatsanwalt, dass er mit dem Täter einen Deal über drei bis fünf Jahren Gefängnis machen will, da am Tatort keine Videoüberwachung stattfand, kein Blut des Opfers beim Täter nachgewiesen werden konnte und Hume der einzige Augenzeuge war.
Da Hume die für die Tat drohende Strafe für zu mild hält, behauptet er vor Gericht, den Täter nicht wiederzuerkennen, und tötet Joe in Selbstjustiz. Die Gang um ihren Anführer Billy Darley versucht wiederum, ihn und seine Familie zu töten. Hume, seine Frau und sein jüngerer Sohn Lucas werden überfallen und niedergeschossen. Hume wacht in einem Krankenhaus auf, wo er erfährt, dass nur noch er und Lucas – der sich im Koma befindet – leben.
Hume findet und tötet Billy Darley und den Großteil der Gang, wird dabei jedoch selbst angeschossen. Zuhause schaut er sich auf der Couch Videoaufnahmen seiner Familie an. Von der eintreffenden Polizei erfährt er, dass Lucas überleben wird. Ob Hume dabei im Wohnzimmer an seinen Verletzungen stirbt, bleibt offen.
Produktion, Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film wurde in Columbia (South Carolina) gedreht. Der ausführende Produzent war Andrew Sugerman.[3] Er hatte seine Weltpremiere am 20. Mai 2007 auf dem bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes angesiedelten Cannes Film Market. Im August 2007 wurde er auf dem Fantasy Filmfest vorgeführt.[4]
Kritiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Justin Chang schrieb in der Zeitschrift Variety, der Film sei „gut gemacht“ und häufig „intensiv fesselnd“. Die Action stehe jedoch im Vergleich zu den ethischen Erwägungen im Vordergrund.[5]
Roger Ebert verglich den Film in der Chicago Sun-Times vom 31. August 2007 mit der Death-Wish-Reihe. Einige Szenen seien wirkungsvoll, darunter die Gerichtsszene „voller Überraschungen und Suspense“, doch der Film sei vorwiegend ein Film über eine Menge von Menschen, die aufeinander schießen würden, und darin „sehr effizient“. Bacon biete einen Charakter, den der Film brauche.[6]
Die Zeitschrift Cinema schrieb, der Film fange „stark“ an und falle „stark“ ab. Er verwandele sich von einem „bitteren Familiendrama“ in einen „ultrabrutalen Rachethriller“, der jedoch „virtuos inszenierte“ Actionszenen aufweise.[7]
Das Lexikon des internationalen Films urteilte: „Ebenso simpler wie harter Actionfilm, dessen niederes Reflexionsniveau der Rache-Thematik in keiner Weise gerecht wird.“[8]
Verschiedenes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Im Gericht wird die Richterin von Judith Roberts gespielt, die Mary Shaw in Dead Silence, in dem Wan ebenfalls Regie führte, gespielt hat. Anspielung von James Wan ist hier das Namensschild, auf dem Judge Shaw steht.
- In der Szene im Lagerhaus erkennt man mehrere Male das Puppengesicht der Saw-Reihe, bei denen ebenfalls James Wan Regie führte.
- In der erweiterten Fassung, die nicht in Deutschland erschien, sieht man ganz am Schluss, wie Nick Hume (Kevin Bacon) auf der Couch verblutet. Die Unrated-Fassung lief auch etwa sechs Minuten länger.
- Den Song zum Film schrieb Pilot Speed mit Alright.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website zum Film (englisch)
- Death Sentence – Todesurteil bei IMDb
- Death Sentence bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Death Sentence bei Metacritic (englisch)
- Death Sentence – Todesurteil in der Online-Filmdatenbank
- Death Sentence – Todesurteil in der Deutschen Synchronkartei
- Schnittbericht: Kinofassung (R-Rated) – Unrated
- Vergleich der Schnittfassungen Kinofassung – Unrated, FSK 16 RTL – Keine Jugendfreigabe von Death Sentence – Todesurteil bei Schnittberichte.com
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für Death Sentence – Todesurteil. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, September 2007 (PDF; Prüfnummer: 111 231 K).
- ↑ Alterskennzeichnung für Death Sentence – Todesurteil. Jugendmedienkommission.
- ↑ Filming locations für Death Sentence, abgerufen am 10. September 2007.
- ↑ Premierendaten für Death Sentence, abgerufen am 10. September 2007.
- ↑ Justin Chang: Death Sentence, in: Variety, 30. August 2007, abgerufen am 10. September 2007.
- ↑ Ends his proposition with a sentence, Filmkritik von Roger Ebert, abgerufen am 10. September 2007.
- ↑ Death Sentence – Todesurteil. In: cinema. Abgerufen am 12. Juni 2021.
- ↑ Death Sentence – Todesurteil. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 12. Juni 2021.