Deliveroo

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Deliveroo

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Rechtsform Limited (Ltd.)[1]
Gründung 2013
Sitz London, Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Leitung Will Shu und Greg Orlowski
Umsatz 275 Mio. US-Dollar
Branche Onlinedienste
Website https://deliveroo.de

Deliveroo ist ein britischer Online-Lieferdienst, der seine Kunden mit Gerichten aus verschiedenen Partner-Restaurants beliefert. Gegründet wurde er 2013 von Will Shu und Greg Orlowski in London. Das Unternehmen operiert mittlerweile auch in den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Irland, Spanien, Italien, Australien, Singapur, Dubai und Hongkong.[2] Das Unternehmen ist im Bereich der Gig Economy tätig, in dem es kleine Aufträge an Fahrer vergibt, die formal als Freiberufler oder geringfügig Beschäftigte tätig sind. Die Geschäftstätigkeit in Deutschland wurde Anfang August 2019 eingestellt.

Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deliveroo-Fahrradkurier

Die Fahrer bei Deliveroo sind nicht angestellt, sondern werden, ebenso wie bei den Konkurrenten, als selbstständige Kleingewerbetreibende eingesetzt.

Einige werfen dem Unternehmen daher die Beschäftigung von Scheinselbstständigen vor. Der Tagesspiegel schrieb über die Mitarbeiter, Streik sei für Selbständige nicht vorgesehen, und es gebe kaum Möglichkeiten zur effektiven Beschwerde.[3]

Im Sommer 2016 führte Deliveroo im Vereinigten Königreich ein neues Vergütungssystem für seine Fahrer ein, was zu einem sechstägigen Protest der Fahrer führte. In den neuen Verträgen sollen nur Essens-Kuriere eine Konzession erhalten, die bereit sind, in neue Liefergebiete zu fahren.

Im Vereinigten Königreich erhielten die selbständig arbeitenden Fahrer einen Grundlohn von 7 Pfund pro Stunde, zusätzlich 1 Pfund für jede Lieferung. Nach dem neuen System sollen nur noch die Lieferungen mit 3,75 Pfund vergütet werden. Das Department for Business, Energy and Industrial Strategy schaltete sich in den Konflikt ein und forderte, dass Fahrer den “national living wage” von 7,20 Pfund pro Stunde verdienen müssten.[4][5]

In Deutschland wurde versucht, die Bildung eines Betriebsrats zu verhindern.[6]

Aufgabe Deutschlandgeschäft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. August 2019 teilte Deliveroo in einer Mail an registrierte Kunden mit, zum 16. August 2019 den Betrieb in Deutschland einzustellen. Begründet wird dies mit der Erschließung lukrativerer Märkte in anderen Ländern.[7] Bereits im August 2018 hatte das Unternehmen die Belieferung kleinerer Orte in Deutschland zugunsten der Metropolen Berlin, München, Köln, Hamburg und Frankfurt eingestellt[8] und arbeitete dort mit über 1.000 Fahrern und 2.500 Restaurants zusammen.[9] Ein Jahr später erfolgte dann der Rückzug aus Deutschland um, nach eigenen Angaben, „das Wachstum und die Expansion in den anderen europäischen Märkten sowie der Asien-Pazifik-Region zu beschleunigen“.[10]

Investoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2019 hat sich Amazon in einer Finanzierungsrunde an Deliveroo beteiligt und die eigenen Lieferdienste Amazon Restaurant und Daily Dish eingestellt.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum - Deliveroo. Abgerufen am 3. März 2017.
  2. Adam Satariano satariano: Deliveroo Raises $275 Million to Escalate Food-Delivery Wars. In: Bloomberg.com. Abgerufen am 15. August 2016.
  3. Berliner Wirtschaft: Wird Deliveroo vom Hoffnungsträger zum Ausbeuter? (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.berlinonline.de. 24. Mai 2016, archiviert vom Original am 15. August 2016; abgerufen am 15. August 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berlinonline.de
  4. Hilary Osborne, Sean Farrell: Deliveroo workers strike again over new pay structure. In: The Guardian. 15. August 2016, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 16. August 2016]).
  5. The Government says employers like Deliveroo can’t 'simply opt out of the National Living Wage'. 13. August 2016, abgerufen am 16. August 2016 (britisches Englisch).
  6. Deutschlandfunk, Campus und Karriere: Digitale Tagelöhner. Ausbeutung durch Crowdworking, Plattformökonomie und Startups, Sendung vom 27. April 2019
  7. Matthaes Verlag GmbH, Stuttgart Germany: Deliveroo verlässt den deutschen Markt. Abgerufen am 12. August 2019.
  8. Lieferdienste unter Druck: Deliveroo verlässt zehn deutsche Städte. In: Spiegel Online. 16. August 2018 (spiegel.de [abgerufen am 12. August 2019]).
  9. Deliveroo: Lieferdienst verlässt Deutschland. Abgerufen am 12. August 2019.
  10. a b Delivery: Amazon zieht sich aus Restaurantgeschäft zurück. In: food-service.de. 17. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.