Dirk Michael Häger

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Dirk Michael Häger (* 14. Juni 1966 in Wuppertal) ist ein deutscher Drehbuchautor, Filmproduzent, Schauspieler und Regisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirk Michael Häger, wuchs in Wuppertal auf und besuchte dort das Gymnasium. Neben seinem Lehramtsstudium (Englisch und Deutsch) in Wuppertal und Düsseldorf gründete er 1992 das Neue Wuppertaler Theater („neue wuTh“), an dem er spielte, inszenierte und bis 1996 die Leitung hatte. Von 2000 an arbeitete Häger als Kreativdirektor in Werbung und Eventmarketing, bis er sich 2004 ausschließlich dem Filmbereich zuwendete. Seitdem entwickelt er Film- und Fernsehstoffe und hatte 2013 mit King Ping – Tippen Tappen Tödchen sein Langfilmdebüt als Autor und Produzent. Häger lebt aktuell in Hannover und führt die dortige Niederlassung der REX Film Produktion.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte der 2000er Jahre initiierte Häger die 35-W-Filminitiative Wuppertal mit dem Ziel, Wuppertal als Dreh- und Filmproduktionsstandort zu etablieren. Im Vorstand lernte er Christoph Schmidt kennen, mit dem er 2011 die REX Film Produktion gründete. 2013 gelang es ihnen für ihren Debütfilm King Ping – Tippen Tappen Tödchen nach Ausbleiben von Fördergeldern 360.000 Euro über Crowdfunding, Sponsoring und Produktplatzierungen zu generieren. Um den Film bei einem kalkulierten Gesamtbudget von 1,4 Millionen Euro dennoch realisieren zu können, entwickelten Häger und Schmidt die Idee, den Film im Kollektiv zu produzieren. So erklärten sich alle Beteiligten bereit, für eine deutlich geringere Tagesgage zu arbeiten, im Ausgleich dafür aber am Gewinn beteiligt zu werden. King Ping war Hägers Debüt als Drehbuchautor und Produzent. Außerdem übernahm er nach Ende der Dreharbeiten die Regie für die Postproduktion.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bald nach Ende der Schulzeit gab Häger seine Ambitionen als Musiker zugunsten des Schauspiels auf. Als DJ ist er bis heute aktiv, von 2001 an im Wuppertaler Kitchen Klub von Katy Karrenbauer, seit 2004 legt er im Bereich World Music auf.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der 1980er Jahre spielte Häger in der freien Theaterszene Wuppertals, wo er Christoph Maria Herbst kennenlernte. Häger wechselte zum Theater in Cronenberg, wo auch Herbst, Joachim Kosack, später Axel Stein und Ronald Kukulies spielten. Mit dem Gefängnistheater Bambule inszenierte Häger 1993 Die Polizei von Slawomir Mrozek. Aufsehenerregend war der Einsatz von Pistolen und Säbeln (wenn auch Attrappen) in einer Justizvollzugsanstalt. Im gleichen Jahr gründete sich auf seine Initiative das Neue Wuppertaler Theater (neue wuTh), dessen Konzept es war, neben herkömmlichen Spielstätten vor allem außergewöhnliche Orte der Wuppertaler Industriekultur zu bespielen. In einer der letzten Produktionen, der Komödie Indien (Regie: Hans Werner Otto, Premiere: Dezember 2000) von Josef Hader und Alfred Dorfer, spielte Häger die Rolle des Gastronomietesters Bösel, zuletzt 2011 im Schauspielhaus (Wuppertal).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Liebhaben (Kurzfilm: Co-Autor)
  • 2013: King Ping – Tippen Tappen Tödchen (Kino: Drehbuch, Co-Regie, Produktion)[1]
  • 2016: Böser Wohnen – Die Mörder WG (Serien-Teaser: Drehbuch, Regie, Produktion)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. diestadtzeitung.de: Was macht denn eigentlich "King Ping"-Produzent Dirk Michael Häger?