The Disco Boys

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The Disco Boys
Die Disco Boys (2011)
Die Disco Boys (2011)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Dance, House, Dance & DJ
Gründung 2001
Website www.discoboys.de/
Gründungsmitglieder
Gordon Hollenga
Raphael Krickow

The Disco Boys ist ein Hamburger DJ-Team, bestehend aus Raphael Krickow (* 1966) und Gordon Hollenga (* 1969).[1] Sie spielen eine Mischung aus Disco-Klassikern und modernen House-Songs. The Disco Boys legten unter anderem schon beim Deutschen Filmpreis, auf der Loveparade, der Nature One und der Mayday, dem Discofestival oder beim Life Ball in Wien auf. In Clubs auf der ganzen Welt sind sie als DJs unterwegs und werden unter anderem auch in China gebucht.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommerziell erfolgreich waren The Disco Boys vor allem mit Coverversion bzw. Produktionen mit längeren Zitaten oder Samples aus anderen Songs. Ihr erster Hit in den Media-Control-Charts, Born to Be Alive, war eine Neuauflage des Disco-Hits von Patrick Hernandez aus dem Jahr 1979. Der Gesangspart stammt von Roberto Blanco (RB).

For You, ihr bislang kommerziell erfolgreichster Titel, benutzt längere Passagen des gleichnamigen Songs von Manfred Mann’s Earth Band, das wiederum auf dem ebenfalls gleichnamigen Song von Bruce Springsteen basiert. Es wurde von Syke'N'Sugarstarr mitproduziert. In den Bundesliga-Saisons 2008/09 und 2009/2010 verwendete Borussia Dortmund den Song als Einlauflied. For You war erstmals 2005 in den Charts und wurde zwei Jahre später wiederveröffentlicht. Von 2007 bis 2010 war die Single immer wieder in den deutschen Charts, unterbrochen nur von mehreren Zwangspausen wegen einer damals gültigen Chartausschlussregel für niedrig platzierte Songs. Trotzdem brachte es das Lied auf insgesamt 93 Chartwochen und erreichte als höchste Position Platz 17. Ende 2010, über drei Jahre nach der Veröffentlichung, wurde For You mit Platin ausgezeichnet.[2]

Hey St. Peter ist das Cover eines Titels von Flash and the Pan aus dem Jahr 1977.[3] Die Single konnte im Februar 2006 Platz 8 der finnischen Singlechart erreichen.[4] Die Single B-B-B-Baby zitiert den Hit You Ain't Seen Nothing Yet von Bachman-Turner Overdrive aus dem Jahr 1974.[3]

Am 12. Februar 2005 wurde zum 10-jährigen Bestehen der Disco Boys das Discofestival ins Leben gerufen, welches seither jährlich in den Kasseler Messehallen stattfindet.

In den Jahren 2007, 2008 und 2009 veröffentlichten die Disco Boys weitere erfolgreiche Club-Hits, ohne sich Samples anderer Künstler zu bedienen. I Love You So, What You Want, Shadows und andere Singles wurden, begleitend zu ihren bestehenden Mix-Compilations, veröffentlicht und erreichten hohe Chartplatzierungen in Deutschland. Die Singles wurden größtenteils von Christoph Höffel und Robin Felder mitproduziert und geschrieben. Seit dem 23. Juni 2010 ist die Single Love Tonight erhältlich. Sie wird in einem Paket mit Remixen des Songs ausgeliefert, unter anderem von Jay Frog, SONO und den Tune Brothers.

2012 veröffentlichten The Disco Boys ihre bis dahin nach "For You" erfolgreichste Single: "Around The World", im Original von ATC, erhielt den Segen des Urhebers Alex Christensen und enthielt dank dessen Erlaubnis die Gesangsspuren des Originals. Auch als Remixer machten sich The Disco Boys einen Namen und veredelten Titel von Rosenstolz, Ich & Ich, Mia., Roger Sanchez, Axwell und vielen anderen für die Tanzfläche.

The Disco Boys in Mannheim bei Sunshine Live - Die 2000er Live on Stage (2016)

The Disco Boys veröffentlichen Jahr für Jahr eine selbstbetitelte Mix-Compilation, auf der sie die besten Tracks aus ihren DJ-Sets verewigen. Zum ersten Mal erschien diese als Doppel-Album im Jahr 2001. Seit 2012 besteht sie aus drei DJ-Mixen auf drei CDs. Die beliebte Reihe erreichte stets die Media Control Compilation Charts und gerade die ersten beiden Ausgaben werden noch immer zu Höchstpreisen bei ebay gehandelt. Zu jedem neuen Volume produzieren The Disco Boys wenigstens eine Single. Die letzte hieß "Watch Out" und war eine Coproduktion mit dem Mannheimer DJ Cuebrick. Sie erreichte Platz 1 der Deutsch Dance Charts und hielt sich vier Wochen an der Spitze.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Volume 1 (silbernes Cover)
  • 2002: Volume 2 (rotes Cover)
  • 2003: Volume 3 (grünes Cover) (Deutschland #93)
  • 2004: Volume 4 (gelbes Cover)
  • 2005: Volume 5 (weißes Cover)
  • 2006: Volume 6 (schwarzes Cover)
  • 2007: Volume 7 (ockerfarbenes Cover)
  • 2007: Volume 8 (karmesinrotes Cover)
  • 2008: Volume 9 (blaues Cover)
  • 2010: Volume 10 (goldenes Cover)
  • 2011: Volume 11 (violettes Cover)
  • 2012: Volume 12 (regenbogenfarbenes Cover)
  • 2013: Volume 13 (silberfarbenes Cover)
  • 2014: Volume 14 (gelb/schwarzes Cover)
  • 2015: Volume 15 (grau/ pinkes Cover)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[5][2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2001 Born to Be Alive
Volume 1
62
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Juli 2001
(feat. RB)
2003 We Came to Dance
Volume 3
Erstveröffentlichung: 18. September 2003
2004 Here on My Own
Volume 10
75
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. März 2004
2005 For You
Volume 5
41
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Februar 2005
(feat. Manfred Mann’s Earth Band)
2006 Hey, St. Peter
Volume 10
28
(9 Wo.)
41
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Januar 2006
B-B-B-Baby / Ghost Town
Volume 1
Erstveröffentlichung: 10. März 2006
(feat. Jonny Logan)
2007 For You (Re-Release)
Volume 10
17 Platin
(93 Wo.)
45
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Juni 2008
(feat. Manfred Mann’s Earth Band)
What You Want
Volume 10
58
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. April 2007
I Love You So
Volume 10
51
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. August 2007
If I Can't Have You
- The Disco Boys Remixes
71
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. November 2007
(vs. Bee Gees)
Start All Over Again
Volume 10
54
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. November 2007
2008 Shadows
Volume 10
66
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Oktober 2008
2009 The Voice
Volume 10
71
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. August 2009
Lunatic
Volume 9 / Volume 10
Erstveröffentlichung: 2009
2010 I Surrender
Volume 10
28
(10 Wo.)
42
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. März 2010
Love Tonight
Volume 10
73
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Juli 2010
2012 Around the World
Volume 12
31
(6 Wo.)
66
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Januar 2012
Life Is Always New
Volume 13
81
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 2012
(feat. Mimi Perez)

Remixe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jacky S – Knock on Wood (Abfahrt, 05/02)
  • Bootsy CollinsPlay with Bootsy (eastwest, 07/03)
  • Marilyn’s Boys – I’ll Give You the Stars (edel, 10/03)
  • 2Black – Waves of Luv (Kontor, 01/05)
  • Carolina Marquez – The Killer’s Song (Kontor, 02/05)
  • The Lovefreaks – Shine (Kontor, 04/05)
  • Hacienda – Makin’ Luv (Ministry Of Sound, 08/05)
  • Discoblaster – Fading (Universal, 09/05)
  • Kujay Dada – Let It Play (Tiger Records, 10/05)
  • Lost Daze – Illusions (X-Mix US, tba)
  • The Freemasons – Love on My Mind (Loaded UK, tba)
  • Superfunk – Lucky Star 2005 (Kontor, tba)
  • Master BlasterSince You’ve Been Gone (clubland)
  • M&M - Echo Beach (2006)
  • Tapedeck Projects – TKKG (Sugaspin, 01/06)
  • Jestofunk – Say It Again (Kontor, 02/06)
  • Bee GeesIf I Can’t Have You (Warner, 11/07)
  • MarquessVayamos compañeros (Starwatch Music, 06/08)
  • Finger & KadelMana Mana (Gimme 5 Records, 02/09)
  • RosenstolzBlaue Flecken (Island (Universal), 04/09)
  • Ace Of Base - All For You (2010)
  • Axwell - I Found U (2010)
  • Toto - Hold the Line (2011)
  • Rosenstolz – Wir sind am Leben (Island (Universal), 09/11)
  • Charlee - Boy Like You (2011)
  • Aura DioneGeronimo (2011)
  • Ich & Ich - Pflaster(2011)
  • TV Rock - Diamonds In The Sky (2011)
  • Mic Donnet - Losing You (2012)
  • Leo Gallo - Extravaganza (2012)
  • Marcapasos ft. Janosh - Monster 2K10(2012)
  • Mia. - Immer wieder (2012)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörg Amtage & Matthias Müller Alle Hits aus Deutschlands Charts 1954–2003 Band 1, Pro Business Berlin 2003, S. 374
  2. a b Auszeichnungen in Deutschland
  3. a b Coverinfo.de
  4. Hey, St. Peter in den finnischen Singlecharts
  5. Chartquellen Singles: DE AT CH

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]