Diskussion:Gilgamesch-Epos

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Zusammenfassung des Epos[Quelltext bearbeiten]

Da wir ja hier Probleme haben zu einem Konsenz zu kommen habe ich einen Vorschlag hier die Diskussion mal als Spielwiese zu verwenden. Ich pake hier den Originaltext rein wie er jetzt ist, und jeder kann Ändern wie er meint, dass es ausschauen soll, ohne Ständig den Artikel selber zu verändern.

Spielwiese der Zusamenfassung zur STB Version Tafel 1-11[Quelltext bearbeiten]

Tafel 1[Quelltext bearbeiten]

Der, der die Tiefe sah, der, der das Verborgene kannte, der, der die Weisheit erlangte, der, der das geheime Erfuhr und brachte die Kunde von der Zeit vor der Flut, der erbaute die Mauer von Uruk . Gilgamesch, der König von Uruk, zu Zweidritteln göttlich und zu einem Drittel menschlich. Er ist gewachsen wie ein Riese, hat außergewöhnliche Kraft, ist furchtlos und schön, aber auch überheblich und rücksichtslos. Er lässt sein Volk für seine Bauten schuften und hört nicht die Klagen. In Ihrer Not rufen die Bewohner von Uruk die Götter um Beistand an.

Um den Herrscher zu bändigen, erschafft die Muttergöttin Aruru gemäß der Anordnung des Himmelsgottes An, Vater der Ištar, aus Lehm Enkidu, der zunächst als wildes, menschenähnliches Wesen in der Steppe bei Uruk mit den Tieren der Wildnis zusammenlebt.[1] Gilgamesch erhält mittels zweier Träume Kenntnis von Enkidu. Gilgameschs Mutter Ninsun, Traumdeuterin und Wissende der Zukunft, weist Gilgamesch auf die bevorstehende Ankunft des Enkidu in Uruk hin, der später sein Bruder werden wird. Gilgamesch ist von Ninsuns Mitteilung erfreut und erwartet ungeduldig die Ankunft Enkidus.

Ein Fallensteller[2] entdeckt Enkidu, der als Schützer der Wildtiere die Herde vor den tödlichen Anlagen des Fallenstellers bewahrt. Dessen Vater rät ihm, nach Uruk zu gehen und Gilgamesch um die Entsendung der Dirne[3] Šamḫat zu bitten, die durch sexuelle Verführung von Enkidu seine Herde ihm entfremden soll.[4] Gilgamesch wiederholt die Worte des Vaters vom Fallensteller bezüglich Šamḫats, die mit dem Wissen um den ursprünglichen Götterauftrag, Enkidu nach Uruk als Widerpart von Gilgamesch zu führen, sich mit dem Jäger in die Steppe begibt.[5] Als Enkidu Šamḫat entdeckt, erliegt er ihren Verführungskünsten. Nach dem folgenden einwöchigen Liebesspiel flieht, wie vom Vater des Fallenstellers vorhergesagt, Enkidus Herde in die Weiten der Steppe und lässt ihn allein. Šamḫat kann Enkidu überzeugen, mit ihr nach Uruk zu gehen. Während eines Zwischenaufenthaltes in einem Hirtenlager nahe Uruk lernt Enkidu die menschliche Nahrung und das Bier kennen.[6] Zuvor hatte er im Beisein von Šamḫat den Verstand erworben.[7] Enkidu wandelt sich unter anderem durch das Wirken eines Barbiers endgültig zu einem Menschen.[8] In Uruk angekommen, treffen Enkidu und Gilgamesch aufeinander. Der sich anschließende Kampf endet unentschieden. Ermüdet von der Auseinandersetzung, sinken die beiden Helden nieder und schließen Freundschaft.

Gilgamesch und Enkidu nehmen sich vor, gemeinsam eine Heldentat zu vollbringen und Ḫumbaba, den Hüter des Zedernwaldes, zu töten und in Ištars Wald Zedern zu fällen. Gilgameschs Mutter Ninsun bittet angesichts der bevorstehenden Gefahren den Sonnengott Šamaš um Hilfe und erklärt Enkidu durch Adoption zu ihrem Sohn. Zusätzlich versieht sie Enkidu im Nacken mit ihrem göttlichen Zeichen als Schutzsymbol. Nunmehr als Brüder machen sich Gilgamesch und Enkidu auf den Weg. Sie finden Ḫumbaba, können ihn töten, und fällen anschließend die Zedern. Als Ištar den zurückgekehrten Helden Gilgamesch erblickt, verliebt sie sich in ihn. Doch Gilgamesch weist sie zurück. Erbost darüber geht sie zum Göttervater Anu und verlangt, den Himmels-Stier auszusenden, um Gilgamesch zu töten. In Uruk angelangt, richtet das Ungeheuer schlimme Zerstörungen an. Der Stier tötet Hunderte von Uruks Männern, bis Enkidu und Gilgamesch den Kampf aufnehmen und ihn töten. Als die Götter dies sehen, sind sie sich einig, dass die beiden jetzt zu weit gegangen sind. Sie beschließen, die Aufrührer zu bestrafen, zunächst, indem sie eine Krankheit schicken, an der Enkidu stirbt.

Ein Löwenbezwinger, vermutlich Enkidu. Relief aus dem Palast von Sargon II. in Dur Šarrukin (Assyrien) (heute Khorsabad), 713–706 v. Chr.

Der Tod Enkidus macht Gilgamesch seine eigene Sterblichkeit bewusst, eine Aussicht, die ihn in Furcht und Verzweiflung treibt. So begibt er sich auf eine lange Wanderschaft, um in der Fremde das Geheimnis des Lebens zu finden. Er will nicht sterben wie Enkidu, und hofft, dass ihm sein unsterblich gewordener Urahn Uta-napišti dabei helfen kann. Auf der Suche nach diesem berühmten Weisen irrt er zunächst durch die Weite der Steppe und kommt schließlich zum Berg Mašu. Dort befindet sich das Tor zum „Weg der Sonne/des Sonnengottes“, der in der modernen Forschung meist als Tunnel aufgefasst wird, da auf seinem allergrößten Teil absolute Finsternis herrscht. Gilgamesch befragt die Wächter des Eingangs, zwei Wesen, die halb Mensch, halb Skorpion sind, nach Utnapištim. Sie erklären, dass der Unsterbliche im „Jenseits“, irgendwo am anderen Ende des zwölf Wegstunden langen Weges zu finden sein, und geben den Zutritt zu dessen Pforte frei. Nach elf Stunden auf dem Weg setzt die Dämmerung ein, nach zwölf Stunden ist es wieder hell und der Held erblickt ein nahe dem Berg gelegenes Meer. An dessen Ufer gelangt er in einem Garten voller Edelsteinbäume, auch begegnet er der göttlichen Siduri, die hier am äußersten Rand der Welt eine Schänke betreibt. Obwohl sie sich fürchtet vor Gilgameschs ausgezehrtem, finsteren Anblick, teilt sie ihm – aus Mitleid – mit, dass Utnapištim mit seiner Frau auf einer Insel (Dilmun) wohnt, rings umgeben vom Wasser des Todes, welches die Unsterblichen sicher vor ungebetenen Gästen bewahrt. Nur Ur-šanabi, der Fährmann der Steineren, kenne das Mittel, dies Hindernis unbeschadet zu überschiffen. Als Gilgamesch bei den Steinernen ankommt, verweigern sie die Hilfe; er vernichtet sie (wie zuvor eine in der Steppe arglos grasende Herde von Gazellen) und erbittet vom überlebenden Fährmann, er möge ihn auf die Insel übersetzen. Dieser erklärt, dass es eben die Steinernen waren, die die Stocherstangen bedienten und herstellten, ohne die die Überfahrt unmöglich sei; daher käme jetzt dem König selbst die Aufgabe zu, beide Arbeiten zu übernehmen. 300 Bäume musste er fällen, ebenso viele Stocherstangen aus den Stämmen herstellen. Nach Abfahrt weist der Fährmann Gilgamesch an, jede der gerade benutzten Stangen im Meeresboden hinter sich stecken zu lassen, um ja nicht mit dem tödlichen Wasser in Berührung zukommen. Als die letzte Stange aufgebraucht ist, sind sie noch immer nicht an der Insel angelangt. Gilgamesch zieht Ur-šanabis Kleid aus und hängt es wie ein Segel zwischen seinen Armen auf. So erreichen sie Utnapišti.

Auf der elften Tafel des Epos wird die Geschichte einer Flutkatastrophe erzählt. Eine vollständig erhaltene Fassung der Tafel ist nicht vorhanden. Deshalb musste die Handlung aus sumerischen, babylonischen, akkadischen, hurritischen und hethitischen Überlieferungsfragmenten rekonstruiert werden. Demnach sucht Gilgamesch seinen Urahnen auf, der in der sumerischen Fassung der Erzählung Ziusudra heißt und ihm die Geschichte von der Flut erzählt (Rahmenhandlung). Dieser Erzählung zufolge hatte der Gott Enki den Menschen Ziusudra vor einer Flut gewarnt, die alles Leben vernichten wird, und ihm geraten, ein Schiff zu bauen. Verkompliziert wird die Situation dadurch, dass Enki den anderen Göttern zuvor hatte schwören müssen, über die kommende Katastrophe Stillschweigen zu bewahren. Um seinen Eid nicht zu brechen, wendet Enki eine List an und redet nicht unmittelbar mit dem Menschen, sondern spricht seine Worte gegen die aus Schilf bestehende Wand des Hauses, in dem Ziusudra schläft. So wird Ziusudra im Schlaf in Form eines Traumes vor der Gefahr gewarnt. Er folgt daraufhin den erhaltenen Befehlen Enkis aus dem Traum, reißt sein Haus ab und baut aus dem Material ein Boot. Auf ausdrückliche Weisung Enkis verrät er den anderen Menschen nichts von dem drohenden Untergang. In das Boot lässt Ziusudra nun die Tiere der Steppe, seine Frau und seine gesamte Sippe einsteigen. Die babylonische Fassung berichtet im weiteren Verlauf über den Ablauf der Katastrophe, die in Form einer Flut[9] über das Land hereinbricht und es untergehen lässt. Nach dem Ablaufen des Wassers werden Ziusudra und seine Frau von Enlil für die Rettung der Lebewesen dadurch belohnt, dass beide vergöttlicht werden und ein göttliches Leben auf der Götterinsel „Land der Seligen“ führen dürfen. Im Gilgamesch-Epos wird Šuruppak im unteren Mesopotamien als der Ort angegeben, von dem die Flut ihren Ausgang nahm.[10][11] Nun setzt die Rahmenhandlung wieder ein. Nach dem Anhören der Geschichte fordert Uta-napišti von Gilgamesch, den Schlaf, als kleinen Bruder des Todes, zu bezwingen, doch Gilgamesch schläft ein. Während seines Schlafes legt die Frau Utanapištis täglich ein Brot an sein Bett, damit er sein Scheitern erkenne. Nachdem er aufgewacht ist und sein Scheitern erkennen musste, erklärt Uta-napišti ihm zumindest, wo sich die Pflanze der ewigen Jugend befindet. Gilgamesch kann das Gewächs finden und macht sich auf den Weg zurück in die Heimat, wo er die Wirkung der Pflanze zunächst an einem Greis testen will, ehe er die Substanz der Pflanze an sich selbst erprobt. Als Gilgamesch an einem Brunnen rastet, ist er jedoch unvorsichtig und eine Schlange kann ihm die Pflanze der ewigen Jugend stehlen. Betrübt und niedergeschlagen kehrt er nach Uruk zurück, bereichert um die Kenntnis, dass er sich nur durch große Werke als guter König einen unsterblichen Namen erwerben kann. So beginnt er mit dem Bau der Stadtmauer von Uruk.

Graphik zu der Welt, die Gilga. durchwandert[Quelltext bearbeiten]

Um die Diskussion über nebenstehende Graphik vom Obigen zu entmischen, möchte ich hier die bisher angeführten Kritikpunkte zusammenfassen und kommentieren:

Urozean, Irkalla, Sonnentunnel und Dilmun sind Teile des zeitgenössischen Weltbildes, die das Epos in seine Handlung einwebt. Siehe Gilgamesch-Epos, S. 54, Kap. Die Urbibel.
  • Vom Astrofratz: "Wo kommt der Krug im Gilgamesch Epos vor? " Tusculum hatte diesen Punkt neulich als Revertgrund angegeben, und er erscheint mir nach wie vor als berechtigt. Daher gibt es seit seiner Kritik keinen Krug in der Graphik, wenn Du dort schauen möchtest: Inhalt des Zwölf-Tafel-Epos.
  • Astrofratz: "wie sieht es aus mit der Beschreibung im Etana Epos oder in zeitgenössischen Texten?" Hier verstehe ich den Zusammenhang noch nicht. An welche Inhalte des Etana denkst Du? Da der Zweck des Bildes ist, Gilgameschs Wanderung durch die beeindruckende Welt(sicht) des Dichters zu illustrieren, genügt es m.E., im Artikeltext die maßgeblichen Stichworte zu verlinken, u.a.: Apzu, Irkalla und Siduri. So kann wer will dort genaueres lesen und sein Wissen über diese Begriffe vertiefen. Aber sag besser Du selbst, auf welche Aspekte Deine Frage zielt, dann kann ich vielleicht deutlicher Stellung nehmen.
  • Vom Jens Best: "Du wirst sicher Quellen haben, die belegen das gerade das Gilgemesh-Epos für die Darstellung der damals zeitgenössischen Weltsicht ein gelungenes Beispiel ist. Das würde dann einen Zusammenhang herstellen, der einen eigenen Abschnitt (und einen Satz in der Einleitung) wert ist. Gibt es denn solche Sekundärliteratur?" Ich glaube, ich hatte mich missverständlich mitgeteilt. Die Graphik soll nicht primär das zeitgenössische Weltbild, sondern das Epos illustrieren. Soweit halt, wie die von G. durchanderte 'Welt' mit ihren markanten Orten 'geographisch' abbildbar ist. (Auch wenn Dinge wie die Irkalla ja nur im Aberglauben u.a. des Epos-Autors existierten.) Die wesentlichen Stationen werden im Artikeltext bereit genannt (teils etwas näher erörtert), für zusätzliche Abschnitte sähe ich daher vorerst keinen Bedarf. Weisst Du für mein Vorhaben, den Artikel zu verbessern, eine andere Frage als die obige? Sonstige Kritikpunkte oder Bedingungen, die fürs Einfügen der Graphik zu beachten wären? --Max und Co (Diskussion) 21:09, 13. Sep. 2017 (CEST)
Dein Larifari interessiert hier niemanden mehr, und Dein kindisches Bildchen schon dreimal nicht. Troll Dich. Ess gibt keine Tunnel, das ganze "Weltbild" hat nichts mit den Sumerern zu tun, ein einheitliches "Weltbild in Mesopotamien" gibt es nicht. Also halt endlich Deine Finger still und wende Dich Themen zu, von denen Du im Ansatz etwas verstehst, sollte es sie geben. --Tusculum (Diskussion) 21:30, 13. Sep. 2017 (CEST)

Jedenfalls erörtern Raoul Schrott und weitere Fachleute den Sonnentunnel unter der Annahme, er habe einigen Denkern in Mesopotamien dazu gedient, sich das "Wohin" der Sonnengott des Nachts verschwindet (um nach 12 Stunden vom ganz östlichen 'Ende' der Welt wieder neu aufzutauchen) plausibel zu erklären. Das war für das gemeine Volk vielleicht zu hoch. Nicht aber für den Epos-Autor. Und was die Irkalla anbetrifft: Daran hat bestimmt fast jeder in Uruk geglaubt. So wie an den Apzu und daran, dass der Mensch von Göttern einst aus (feuchtem) Lehm gemacht ward, zu Lehm wieder werdend. --Max und Co (Diskussion) 22:06, 13. Sep. 2017 (CEST)

Es sind 12 Doppelstunden, Du göttlicher Allwissender, was, komischerweise, wer mag es glauben, doch tatsächlich, aber wahrscheinlcih auf einem Denkfehler meinerseits beruhend, 24 Stunden sind, was, ein weiterer Zufall, einem ganzen, nicht einem halben Tag entspricht. Was soll man einem Spezialisten wie Dir noch erklären? Wie kann man Deinen von umfänglichen Wissen bestimmten Einwänden noch begegnen? Ich weiß es nicht, verfüge aber auch nicht über Deine gottgleichen Gaben... --Tusculum (Diskussion) 22:22, 13. Sep. 2017 (CEST)
Wobei Raoul Schritt kein Fachmann in dem Bereich ist, er ist Literaturwissenschaftler. Sein Gilgamesch ist eher eine Prosaübertragung keine Übersetzung. Und wie ich hier ja schon zig mal gesagt habe, Interpretationen gehören nicht direkt in eine Wiedergabe, sondern sind ein eigener Bereich. Vorallem weil es meißtens verschiedene Interpretationen gibt. Und was machen wir mit den Leuten in Uruk, die geglaubt haben der Mond ist aus Käse? Merkst du was deine Aussage bedeutet? --Astrofratz (Diskussion)
Es gibt einige gute Übersetzungen, in denen von einem Sonnentunnel die Rede ist, wie übrigens momentan auch dargelegt (von Tusculum) im Artikel. Zu DEINER Käsemond-Aussage weiß ich nur: den gibt es in keiner mir bekannten Übersetzung, insofern: vergiss es. Wichtig hingegen: Dein Punkt "Etana". Möchtest Du nicht dazu etwas nachreichen, bzw. antworten? Ich wäre wirklich interessiert an Einzelheiten aus Deinem fundierten Kenntnisschatz. Vielleicht eignen sich das eine oder andere davon, die Zeichnung weiter zu verbessern. Du weisst, ich gehe immer gerne ein auf berechtigte Kritik (s. Sache mit dem Krug). --Max und Co (Diskussion) 23:24, 13. Sep. 2017 (CEST)
Welches sind die Übersetzungen in der die Unterwelt vor kommt? Was soll ich zu Etna schreiben? Die Beschreibung der Welt dort passt nicht zu der im Gilgamesch Epos, genau sowenig wie die im Enuma Elisch usw. Es gibt eben keine derartige festgelegte Vorstellung. Die Idee dazu basiert eben auf einer unzureichenden Kenntnis der mesopotamischen Kultur, bzw eine Abwandlung der Grafik die in Schrotts Gilgamesch Buch zu finden ist. ZU deiner Grafik noch. Diese kommt aus einem pseudowissenschaftlichen Werk, von einer Person, die selber schreibt, dass sie vorher noch nie was über das Gilgamesch Epos gehört hat und dann ein eigenes Werk zu seinen Gedanken geschrieben hat (geil ja auch Enlil als Geist Gottes zu interpretieren usw). So wie ich das nun verstehe hast du dann nach der Beschreibung dieser Person deine Grafik erstellt. Sowas entspricht schon nichtmal den WP:Belegen. Und ganz an Anfang habe ich dir schon all diese Argumente genannt unter anderem was WP nicht ist. Das einzige was von dir kommt, ist eine kindische Trotzreaktion. Deine Grafik ist nicht belegt, sie bildet etwas ab, was so in der mesopotamischen Kultur nicht gesehen wurde, sie kommt aus einem pseudowissenschaftlichen Werk. Deine Zusammenfassung in der Einleitung ist einfach zu lang und voller tendenziöser Interpretation und Nebensächlichkeiten usw. Ich kann mich da leider nur wiederholen in der Hoffnung irgendwie bei dir durchzudringen.Astrofratz (Diskussion) 01:02, 14. Sep. 2017 (CEST)


Zu den angeblich 12 Doppelstunden: Wohlmöglich hat R. Schrott da genauer überlegt als der Übersetzer, von dem Du die 24 Stunden her hast? Denn die Nacht (also Zeit und Weg, wo die Sonne vom Blickfeld verschwindet) ist round about 12 Stunden lang. Sollte vielleicht im Artikel erwähnt werden. Davon abgesehen gehts mir hier gerade nur um die Graphik - nicht darum, in sie oder in den Artikeltext Berechnungen einzubauen über den Sinn und Unsinn der verschiedenen vom Epos erwähnten Aspekte (Tunnel, Apzu, Uruk, Irkalla, Siduris Kneipe usw). --Max und Co (Diskussion) 23:24, 13. Sep. 2017 (CEST)
Woher wissen wir denn jetzt was Schrott gedacht hat? Das wird langsam absurd. Astrofratz (Diskussion) 01:02, 14. Sep. 2017 (CEST)
Schrott übersetzt hier Schrott, aber das sei ihm gegönnt, es ist ja keine wissenschaftliche Übersetzung, sondern eine freie Nachdichtung, die er verfertigt hat. Das in diesem Zusammenhang benutzte akkadische Wort bēru hat ja unterschiedliche Bedeutungen: Es steht entweder für eine Distanz (meist mit Meile übersetzt) von ungefähr 10,5 Kilometern, einen Zeitraum (nämlich die Stunde zu 120 modernen Minuten, auch „Doppelstunde“ genannt, der akkadische Tag von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang dauerte 12 bēru; daher auch die Distanz von 10,5 Kilometern, die man in einer „Doppelstunde“ im Schnitt zurücklegen kann) oder ein Bogenstück von 1/12 Kreis. Eine einfache Stunde zu 60 modernen Minuten meint bēru hingegen unter keinen Umständen. Ansonsten kann ich mittlerweile nur sagen: Trolle bitte nicht füttern. --Tusculum (Diskussion) 06:31, 14. Sep. 2017 (CEST)


Schöne Hintergrundinformationen, dafür Danke. Allerdings: Wozu darüber jetzt nachdenken? Ich hatte oben extra angemerkt, dass es momentan nicht meine Absicht ist, irgendwelche Thesen irgendeines Autors über diese oder jene Stundenzahl in den Artikel einzubauen. Hingegen danke ich auch Dir, Astrofratz, dafür, dass Du oben Stellung nahmst auf meine Fragen zu einer der Deinen zuvor:

  • "Was soll ich zu Etna schreiben? Die Beschreibung der Welt dort passt nicht zu der im Gilgamesch Epos, genau sowenig wie die im Enuma Elisch usw. Es gibt eben keine derartige festgelegte Vorstellung. " Gut, jetzt verstehe ich, wieso Du auf Etana kamst. Zu diesem Punkt hatte ich dem Jens Best erwidert: 'Du missverstehst mich. Es liegt nicht in meiner Absicht, das Gilgamensch-Epos dafür zu verwenden, ein angeblich allgemeines Weltbild Mesopotamiens darzulegen. Die Graphik hat den primären Zweck, das Epos mit seinen markanten, geografisch lokalisierbaren Ortsnennungen + Wanderbewegung des Königs bis hin zu Utnapishtims Insel zu illustrieren.'
  • "Welches sind die Übersetzungen in der die Unterwelt vor kommt?" Schmökels kann ich Dir nennen, aber gut: Du erklärst ihn für überholt. Ich weiß jedoch, dass im Gilgamesch die Unterwelt Uruks (mit haltbaren Belegen, denke ich) dargelegt ist. Mißverstehe ich Deine Frage? Mir ist nicht klar, zu welchem Zweck Du mich etwas zu fragen scheinst, das Du selbst u.U. besser als ich wissen müsstest.
    Urozean, Irkalla und Sonnentunnel spielen bei den Abenteuern Gilgames' eine gewisse Rolle. So auch der Libanonberg (West) und Utnapishtims Insel (Dilmun; Ost). Aus "Der Urirrtum, Gilgameshepos" S. 54 Die Urbibel
  • "Deine Grafik (...) bildet etwas ab, was so in der mesopotamischen Kultur nicht gesehen wurde."

Kann sein; was den Krug anbetrifft gab ich Euch bereits recht. Die ursprünglich im Text platzierte Zeichnung (s. nebenstehend) hatte ich anlässl. Tusculums Kritik durch eine andere, ohne Krug, ersetzt (s. oben). Traust Du Dir zu, Deine These weiter vorzutragen, zunächst hinsichtlich der Irkalla? Die Unterwelt wird in ihrem eigenen Artikel beschrieben, u.a. auch deswegen, weil sie in mehreren verschiedenen Versionen des Epos auftaucht. Wenn Du sagst, hier bei Deiner These bleiben zu wollen, dann reiche bitte Dein Argument nach. Und, da Du mit Recht Wert auf wissenschaftliches Arbeiten legst: Schreibe bitte auch für den Fall, dass Du Deine These bzgl. der Irkalla, also punktuell, zurück ziehen möchtest. Darnach könnte ich Dir einen nächsten Aspekt der Graphik nennen, gegenüber dem Du m.E. die Dinge nicht richtig siehst, und versuchen, Dir meine Sicht zu begründen. Einverstanden mit dieser Vorgehensweise? --Max und Co (Diskussion) 16:11, 15. Sep. 2017 (CEST)

P.s.:

  • "So wie ich das nun verstehe hast du dann nach der Beschreibung dieser Person deine Grafik erstellt. Sowas entspricht schon nichtmal den WP:Belegen. (..) Das einzige was von dir kommt, ist eine kindische Trotzreaktion. "

Ich sagte oben (u.a. zu Jens Best und Dir), dass die Zeichnung im Gespräch mit dieser Person, parallel zur Lektüre der Schmökelschen Epos-Wiedergabe und weiterer Literatur entstand. U.a. über den kosmischen Abzu und R. Schrotts Buch. Tauchen nachträglich bessere Forschungsbefunde auf, soll die Graphik natürlich daran angepasst sein, Überholtes wegnehmend (s. Krug) oder neues hinzufügend. So wie Wissenschaft halt funktioniert. --Max und Co (Diskussion) 20:51, 15. Sep. 2017 (CEST)

  1. Stefan Maul: Das Gilgamesch-Epos. S. 49–50; Walther Sallaberger: Das Gilgamesch-Epos. S. 10.
  2. Der hier gemeinte Fallensteller stellt den Typ des nicht kämpfenden Tierfängers dar, eine in den Steppenlandschaften Mesopotamiens negativ angesehene Tätigkeit; gemäß Stefan Maul: Das Gilgamesch-Epos. S. 157.
  3. Die mesopotamischen Bezeichnungen Dirne, Kurtisanin und Freudenmädchen stellen Bezeichnungen der Tempeldienerinnen Ištars dar, die Bezug auf ihre außerhalb des Tempels vollzogenen normalen Gewerbetätigkeiten nehmen und nicht auf der eigentlichen Tempeltätigkeit fußen. Sie gehören gleichzeitig zum Kultpersonal der jeweiligen Tempel und repräsentieren die sexuelle Libido der Göttin Ištar; gemäß Stefan Maul: Das Gilgamesch-Epos. S. 158.
  4. Der Vater des Fallenstellers zu seinem Sohn sprechend: „Geh, mein Sohn, mit dir führe Šamḫat, die Dirne […] Wenn die Herde eintrifft an der Wasserstelle, soll sie ihre Kleider von sich streifen und ihre Reize zeigen […] Fremd wird ihm seine Herde (dann) sein, in deren Mitte er aufwuchs. [Der Sohn reagierend:] Auf den Rat seines Vaters gab er acht, der Fallensteller ging davon, er begab sich auf die Reise“; gemäß Stefan Maul: Das Gilgamesch-Epos. S. 51.
  5. Der göttliche Auftrag, dass Enkidu Gilgameschs Taten in Uruk ein Ende setzen soll, kommt in der späteren Rede Šamḫats gegenüber Enkidu zum Ausdruck; gemäß Stefan Maul: Das Gilgamesch-Epos. S. 158.
  6. Walther Sallaberger: Das Gilgamesch-Epos. S. 11.
  7. Stefan Maul: Das Gilgamesch-Epos. S. 158.
  8. Der Barbier rasiert und ölt Enkidu ein, der dadurch „so zu einem Menschen geworden“ ist; gemäß Stefan Maul: Das Gilgamesch-Epos. S. 59.
  9. In der Schilderung des Weltuntergangs ist hier von loderndem Feuer, anschließenden Stürmen und nachfolgend einbrechenden Flutwellen die Rede, die an eine Sturmflut oder einen Tsunami erinnern. Von Regenfällen, die nach der Erzählung der Bibel für die Sintflut verantwortlich waren, wird nichts berichtet. Auszug aus der 11. Tafel, nach der Übersetzung von St. Maul (Das Gilgamesch-Epos. 5. Auflage. C. H. Beck Verlag, 2012, ISBN 978-3-406-52870-5, S. 143 f.): „Kaum daß die Morgenröte zu leuchten begann, stieg aus dem Fundament des Himmels eine schwarze Wolke empor. Tief aus ihr brüllte Adad ohne Unterlaß, und es gehen ihm Schullat und Hanisch voran, die ‘Thronträger’ gehen einher über Berg und Land. Errakal reißt die Pflöcke heraus, es geht Ninurta einher. Die Wehre ließ er überquellen. Die Unterweltsgötter erhoben Fackeln, und mit ihrem Feuerglanz setzen sie das Land in Flammen. […] Einen ersten Tag walzte der Sturm das Land nieder. Rasend brauste er einher. Dann aber brachte der Ostwind die Sintflut. Wie ein Schlachtengemetzel ging die Wucht der Flut über die Menschen hinweg. Der Bruder kann seinen Bruder nicht sehen, noch erkennen die Menschen einander in der Vernichtung. Selbst die Götter packte da vor der Sintflut die Angst! Sie wichen zurück, sie hoben sich fort in den Himmel des Anum. […] ‘Wie Fische im Schwarm füllen sie (die Menschen) (jetzt) das Meer!’ […] Sechs Tage und sieben Nächte lang gehen Wind und Wetter, Sturm und Sintflut brausend einher. Doch als der siebente Tag anbrach, da begann der Sturm sich aufzuhellen, die Sintflut nahm ein Ende."“
  10. Die Flut-Geschichte liegt in der neuen und erweiterten Übersetzung von Stefan Maul (Das Gilgamesch-Epos. 5. Auflage. C. H. Beck Verlag, 2012, ISBN 978-3-406-52870-5) vor und ist in dieser Form die Grundlage der hier geschilderten Handlung. In diese Neuübersetzung sind auch Texte aus zwischenzeitlich gefundenen weiteren Tafelfragemente eingeflossen, die nun eine genauere Rekonstruktion der Gilgamesch-Erzählung erlauben.
  11. Archäologische Funde aus dieser Region bestätigen, dass es in alter Zeit mehrere größere Überschwemmungen des Euphrat und Tigris gab. Ein früher einmal vermuteter Zusammenhang zwischen diesen historischen Überschwemmungen und der legendären Sintflut kann vom Standpunkt der heutigen Wissenschaft aus betrachtet, aber nicht bestätigt werden.