Diskussion:Justizmord

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Begriffsgeschichte: Datum, Ursprung, Urheber[Quelltext bearbeiten]

Die folgende Aussage widerspricht den Angaben im Artikel:

„Im ›Reichspostreuter‹ vom 4. Januar 1783 wurde im Zusammenhang mit dem Hexenprozeß zum ersten Mal der Begriff »Justizmord« geprägt, der Historiker August Ludwig Schlözer druckte diesen Artikel im Februar 1783 in den Göttinger ›Staatsanzeigen‹ ab.“

Eveline Hasler: Anna Göldin. Letzte Hexe [Nachbemerkungen]

Demnach stimmte das Datum nicht, Schlözer hätte den Begriff – so verstehe ich die Formulierung – nur übernommen und weiterverbreitet, und erstmals verwendet wurde der Justizmord auch nicht in den Staatsanzeigen. Ich schlage vor, den ersten Satz des Artikels wie folgt zu ändern:

Der Begriff wurde erstmals in einem Artikel des „Reichspostreuter“ vom 4. Januar 1783 verwendet, der über die Hinrichtung der Anna Göldi berichtete (nachgedruckt von August Ludwig von Schlözer in den „Staatsanzeigen“ im Februar 1783).

Die Fortsetzung funktioniert dann mit einem etwas anderen Anschluss genau gleich: „In einer Fussnote definierte er [= der Artikel, evtl. Schlözer] […]“. Mit Grüess, --Pradatsch (Diskussion) 11:14, 13. Apr. 2010 (CEST)

Zum Vorschlag: ja. Weitere Verbesserung: Allerdings sollten wir gerade in historischen Aussagen die Absolutform vorsichtig verwenden, besser:
Bekannt wurde die Verwendung des Begriffs erstmals in einem Artikel des „Reichspostreuter“ vom 4. Januar 1783, der über die Hinrichtung der Anna Göldi berichtete (nachgedruckt von August Ludwig von Schlözer in den „Staatsanzeigen“ im Februar 1783).
o.ä. --Andys |  11:32, 13. Apr. 2010 (CEST)

Dann machen wir’s doch so. Man müsste wohl noch in den Archiven nachschauen, wann diese Fussnote dazukam. --Pradatsch (Diskussion) 20:30, 18. Apr. 2010 (CEST)

Vorsatz?[Quelltext bearbeiten]

Der erste Satz lautet im Moment „Ein Justizmord ist die an einem Unschuldigen vollstreckte Todesstrafe.“ Ich nehme an, dazu ist Vorsatz erforderlich (habe aber keine Quellen)? Insbesondere wäre also ein sich im Nachhinein als unschuldig herausstellendes Opfer der Todesstrafe kein Fall eines Justizmordes. Wenn meine Annahme stimmt und belegt werden kann, sollte das wohl ergänzt werden. (Auch wenn das Gegenteil der Fall ist und man all solche Fälle als Justizmorde versteht, wäre eine Klarstellung hilfreich). --Elwood j blues 15:47, 4. Mai 2010 (CEST)

Eine vollstreckte Todesstrafe, bzw. dessen vorangegangenes Todesurteil, ist immer vorsätzlich! Wie sonst sollte man ein Urteil ohne Vorsatz fällen können? Justizmord ist vielmehr das im Bewusstsein der Nichtanwendbarkeit eines Gesetzes mit Todesstrafe gefällte Urteil aus anderem als vom Gesetzgeber vorgesehenen Grund. --Andys |  17:00, 4. Mai 2010 (CEST)
Ich meinte natürlich den Vorsatz hinsichtlich der Unschuldigkeit des Angeklagten bzw. Unanwendbarkeit der Todesstrafe (anders als beim Justizirrtum, wo die Justiz den Angeklagten für schuldig hält). Dass der Scharfrichter letztlich die Vollstreckung vorsätzlich und nicht im Schlaf durchführt, ist offensichtlich. Beim erneuten Lesen stelle ich allerdings fest, dass das zwischenzeitlich auch im Einleitungssatz ausreichend erklärt wurde. Vielen Dank dafür. --Elwood j blues 18:52, 18. Mai 2010 (CEST)

Folter mit Todesfolge[Quelltext bearbeiten]

Es fehlt die Todesursache durch Justizbehörden und deren Vollstrecker durch Überschreitung derer Befugnisse (z.B. Folter im Mittelalter). --93.133.233.145 22:20, 18. Jan. 2011 (CET)

Rechtliches[Quelltext bearbeiten]

Was ist denn wenn man einen Staatsanwalt oder Richter (insbesondere mit nationalsozialistischer Vergangenheit) in Deutschland Justizmörder nannte ? (mit laut diesem Artikel hier zutreffenden Gründen) Wurde das strafrechtlich verfolgt ? Da gibts doch sicher Urteile.--Claude J (Diskussion) 10:06, 17. Okt. 2012 (CEST)

Tod eines Unschuldigen im Gefängnis[Quelltext bearbeiten]

Ich frage mich ob es auch als eine Form von "Justizmord" zu werten wäre wenn eine Person, die unschuldig im Gefängnis sitzt, dort umkommt, nicht durch eine Exekution sondern durch andere Umstände. Es könnte interpretiert werden dass wenn z.B. ein zu Unrecht Inhaftierter in einer Auseinandersetzung mit anderen Gefangenen sein Leben verliert dies als "Justizmord" gewertet werden könnte, da sich diese Person niemals in dieser Position befunden hätte wenn nicht aufgrund eines "Justizirrtums"! --Exodianecross (Diskussion) 16:39, 20. Feb. 2018 (CET)