Diskussion:Patrice Lumumba

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kritik[Bearbeiten]

Die "Vermutung", dass nicht richtig recherchiert worden ist, belegt lediglich, wie nachhaltig die Legendenbildung bzw. Desinformation der Geheimdienste der USA und Belgiens, die mit tatkräftiger Unterstützung der sogenannten freien westlichen Presse verbreitet wurde, bis heute nachwirkt. Heute, 28.2.06 21.00 - 21.45 (45 min.) EinsFestival Politische Morde Patrice Lumumba - Mord im Kolonialstil Vor den Augen des Kabinetts von Katanga wird Lumumba nächtlich auf einer Waldlichtung ermordet. Erst heute - 40 Jahre später - sind die meisten Beteiligten bereit, offen zu reden. 'Wir haben die Körper in Stücke geschnitten. Der größte Teil wurde in Salzsäure aufgelöst, den Rest haben wir verbrannt.' Gerard Soete, ein belgischer Polizeikommissar, erzählt vom grausigen Ende des ersten kongolesischen Ministerpräsidenten Lumumba und seiner zwei Minister Okito und Mpolo. Jahrzehntelang hat er geschwiegen - so wie die meisten anderen Beteiligten an diesem kaltblütigen Mord, der im Herzen Afrikas ausgeführt, jedoch in westlichen Metropolen beschlossen und geplant wurde. Aufstieg und Fall Lumumbas sind ein historisches Drama im Zeitraffer. Seine Amtszeit als Premier des unabhängig gewordenen Kongo dauert gerade drei Monate und ist vom ersten Tag an von Meutereien, Stammesfehden und Abspaltungen ganzer Landesteile geprägt - meist unter Anleitung und Mitwirkung der alten Kolonialmächte. Beispielhaft ist die Sezession der reichsten Region, Katanga, unter Moise Tschombé, der von den Belgiern massiv unterstützt wird. Vergeblich ruft Lumumba Amerika und die UNO zu Hilfe, als er schließlich sowjetische Hilfe für die Niederschlagung der Sezession akzeptiert, ist sein Schicksal besiegelt. Der unabhängige Politiker wird als 'kommunistisches Sicherheitsrisiko' eingestuft und auf die Liquidierungslisten von CIA und belgischem Geheimdienst gesetzt. Von seinem Konkurrenten Kasavubu abgesetzt, wird er von seinem ehemaligen Mitstreiter Mobutu gefangen genommen und an seinen Todfeind Tschombé ausgeliefert: Das Bild des gefesselten und geprügelten afrikanischen Volkshelden geht um die Welt. Was folgt, ist ein Grusel-Szenario: Vor den Augen des Kabinetts von Katanga wird Lumumba nächtlich auf einer Waldlichtung ermordet. Erst heute - 40 Jahre später - sind die meisten Beteiligten bereit, offen zu reden - Mörder, Handlanger und Hintermänner ... in deren Augen ... der 'unbeugsame Lumumba' sein Schicksal selber verschuldet.

'Nachdem er tot ist, hört Lumumba auf, eine Person zu sein. Er wird zu ganz Afrika.' Sartres berühmter Satz bringt es auf den Punkt: Die Ermordung Lumumbas am 17. Januar 1961 hat den Propheten der afrikanischen Einheit zu einer mythischen Gestalt gemacht. Und als Mythos hat Lumumba alle seine Gegner überlebt.

das ganze lässt sich inzwischen auch nachlesen, man muss also nicht mehr "vermuten".

Ich vermute, dass der Artikel stellenweise nicht richtig recherchiert ist:

Um jede Spur zu verwischen, wurde der Leichnam mit Äxten, Sägen und Säure zerteilt, aufgelöst und schließlich durch Feuer vollends aus der Welt geschafft.

Meineswissens wurde die Leiche nie gefunden - die Details sind frei erfunden (auch wenn es so geschehen sein könnte). --Nichtich 02:01, 3. Jun 2003 (CEST)

Also so (wie oben) wars mal im Radio. --nerd 10:18, 3. Jun 2003 (CEST)


Die Nachricht von der Beseitigung der Leiche Lumumbas entnahm ich einer kürzlich ausgestrahlten TV-Reportage (Arte?). Das Datum ist mir leider nicht mehr bekannt. In dieser Reportage wurden die damaligen tragischen Umstände auch von seinerzeitigen hohen belgischen Beamten bestätigt. Vielleicht sollte man das Ganze nicht einfach als "frei erfunden" abtun. Das ist es so wohl nicht, wenngleich nicht alle Fakten ausreichend bekannt sind. Dennoch vielen Dank für Ihre Kritik!

Francesco Ficicchia
13.06.2003


Diese Sendung habe auch ich gesehen und kann die Angaben bestätigen. Wenn die Tatsachen genannt werden, dann ist das doch nicht parteilich. Der Leser macht sich seine eigenen Gedanken ohnehin und ein parteiloses Leben gibt es auch nicht, es ist immer eine Tendenz in jeder Schrift enthalten, auch in einem Lexikon, schon dann, wenn man etwas verschweigen möchte, um nicht parteilich zu wirken. Trotz allen Bemühens, neutral zu schreiben, wird es doch nie so recht gelingen, wenn man nicht gerade einen Artikel über den Gebrauch der Stricknadel o.ä. schreibt! --Siggisieg 16:23, 1. Okt. 2009 (CEST)

Habe die Arte-Sendung ebenfalls gesehen, in der ein ehemaliger belgischer Geheimdienstler oder Soldat, der mindestens Zeuge der Tat war, diese Angaben machte. Ich muß allerdings zugeben, es fällt mir schwer, sich vorzustellen, wie eine zerstückelte Leiche, die verbrannt wird, anschließend noch mit Säure übergossen wird, aber der Bestialität sind wohl keine Grenzen gesetzt. Von frei erfunden kann also keine Rede sein. --Rosa Lux 22:26, 8. Dez 2004 (CET)

Dann: Sei mutig!--11:58, 9. Dez 2004 (CET)

Ho hum. Der Eintrag ist relativ parteilich und nicht ganz am Wiki-Stil. Wobei das keine Kritik sein soll, im Gegenteil - der klassische Lexikonstil, den viele Wiki-Autoren bewusst nachahmen, ist ganz leicht für ziemlich heftige Parteinahmen zu missbrauchen, die dann weniger ins Auge fallen. Einer Darstellung wie der hier lässt sich letztlich oft mehr wissenswertes entnehmen. -Lewis-

Mordplan der CIA gegen Lumumba[Bearbeiten]

Hi, nach den erst gestern vollständig veröffentlichten CIA-Akten gab es 1962 zumindest die Anweisung innerhalb der CIA Lumumba zu vergiften. Ich check nur nicht genau wie das mit der Quellenangabe innerhalb des Wikipedia-Aritkel funktioniert. Vielleicht kann das ja jemand einarbeiten. Das Dokument findet sich im National Scurity Archive: http://www.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB222/top06.pdf

MfG (nicht signierter Beitrag von 87.173.219.106 (Diskussion) 13:48, 27. Jun. 2007 (CEST))


Der Artikel gibt nicht die Realität wieder, weder war die US Botschaft nach Ankunft der UN Truppen das Machtzentrum im Kongo, noch haben die UN Truppen auf US Befehl die kongolesische Armee entwaffnet. Die UN Truppen wurden von asiatischen/ afrikanischen und neutralen europäischen Ländern gestellt. DIe Regierungen dieser Länder waren wie z.B. Guinea oder Ghana pro Lumumba. Dieser Artikel ist mal wieder ein Beispiel für einseitige Amreika Kritik in Wikipedia . Lumumba Verbrechen an seinen politischen Gegnern (auch die gab es !!!) werden natürlich überhaupt nicht thematisiert, da das natürlich nicht zum antiimperialistischen Mythos passt. Sein Tot wird z.B. von Peter Scholl Latour im Buch "Mord am großen Fluß" ganz anders beschrieben, PSL stützt sich dabei auf Zeugen. Ich werde den Artikel in den nächsten Tagen ändern.

MFG

chavezz (nicht signierter Beitrag von 84.61.188.232 (Diskussion) 11:04, 29. Jul. 2008 (CEST))

In einem Krieg gibt es (bedauerlicherweise) immer Grausamkeiten auf beiden Seiten, auch wenn sie nicht gewollt sind. Daher ist es um so wichtiger, solche Geschehnisse unter internationale Kontrolle zu bringen, doch auch da gibt es oftmals Missbräuche, wie die letzten Dokumentationen in den Brennpunkten der Welt ja zeigen.--Siggisieg 16:23, 1. Okt. 2009 (CEST)

Sprache dieses Artikels[Bearbeiten]

Ich wollte mich nur kurz informieren. Dabei bemerke ich: Die Sprache des Artikels ist extrem erzählend, durch implizite Stellungnahmen belastet und unsachlich. Die Detailverliebtheit artet an vielen Stellen in naive -- sicherlich gutgemeinte -- Anti-Kolonialismus-Prosa aus. Beispiel: "... zwei seiner Getreuen dem Erzfeind Tshombé nach Katanga ausgeliefert ..." Ein Wort wie Erzfeind hat grundsätzlich in einem sachlichen Enzyklopädie-Artikel nichts verloren. -- Ich finde im Moment nicht die Zeit, da zu überarbeiten. Vielleicht jemand anders? --Delabarquera 15:31, 31. Aug. 2008 (CEST)

Das stimmt allerdings.--Siggisieg 16:23, 1. Okt. 2009 (CEST)

Da gibt es auch mehrere Stellen dieser Art:"Schon während des Festaktes zur Unabhängigkeitsfeier trat Lumumba als entschiedener Verfechter von Freiheit und Würde hervor." - Das klingt alles schwulstig und verklaerend. Etwas neutralere Formulierungen waeren gut. --41.151.186.132 18:53, 21. Jan. 2012 (CET)

Amtszeit[Bearbeiten]

Wie aus dem Artikel deutlich wird, endete Lumumbas Amtszeit als Ministerpräsident im September 1960. Daher ändere ich die falsche Angabe im ersten Absatz.--Birdpath 23:32, 19. Feb. 2009 (CET)

Überarbeiten-Baustein[Bearbeiten]

Es fehlen Quellen und ein ganzes Jahrzehnt im Lebenslauf. Kann das jemand ergänzen? -- Arbeiter- und Bauernmacht 19:40, 17. Mär. 2009 (CET)

Allgemeine Rezeption in Amerika/ Europa[Bearbeiten]

Eine allgemeine Frage zu Lumumbas Wirkung in Amerika und Europa bleibt mir nach wie vor unverständlich. Max Horkheimer schreibt in den Nachgelassenen Notizen (GS 16, S. 105, Titel: [Fortschritt][1961]): "Und war Napoleon III. verglichen mit Lumumba etwa ein Zwerg, hat er weniger Übel, weniger Elend angerichtet, war seine Existenz und seine Absicht sinnvoller, als die des Negers, der gerne Diktator wäre?" Und Horkheimer ist gewiss kein Rassist, geschweige denn Sympathisant der Kolonialherrn; vielmehr steht er damals ja immer noch in marxistischer Tradition. Aber wie ist diese Stelle zu lesen oder zu verstehen, wo könnte sie ihre Motivierung finden? Inwieweit waren die Vorgänge im Kongo hierzulande bekannt bzw. in welchem Ton wurde darüber berichtet? Gibt es darauf eine Antwort oder müsste die Stelle als Verwirrung Hs gelesen werden (was ich ehrlich gesagt für unwahrscheinlich halten wollte), lg, R.L.

-- ... (nicht signierter Beitrag von 62.178.69.65 (Diskussion | Beiträge) 15:07, 20. Jun. 2009 (CEST))

"Gewiss kein Rassist?" - Wie kann jemand, der sich von Berufs wegen, als Philosoph, mit Wörtern und deren Sinn, Bedeutung, Motivation und Wirkung auseinandersetzt, aber dennoch für Schwarze das Wort "Neger" gebraucht, kein Rassist sein? Natürlich wird als Entgegnung zu diesem Argument der zeitliche Kontext herangezogen werden, aber den lasse ich für einen führenden Sozialphilosophen nicht gelten. Dieser wusste auch damals, als er die Aussage getätigt hat, schon welchen einzigen Sinn das Wort "Neger" hat, nämlich die Herabsetzung von Schwarzen zu Menschen zweiter Klasse. Insofern darf die Stelle durchaus als Verwirrung Max Horkheimers gelesen werden, falls er - und diese Aussage legt das sehr nahe - nicht doch schlicht und ergreifend ein Rassist war, der die Errungenschaften von Schwarzen als nicht wichtig oder weniger wert betrachtet, so wie er ja auch Schwarze als Menschen zweiter Klasse betrachtet. In dem Fall wäre es allerdings keine Verwirrung Horkheimers, sondern sollte für Nichtrassisten vielmehr zu einem allgemeinen Wechsel des Blickwinkels auf Horkheimers Schriften führen. Eine "linke" oder gar marxistische Einstellung und ein Hang zum Rassismus sind politisch und soziologisch betrachtet völlig unterschiedliche Themenfelder und schließen sich nicht automatisch gegenseitig aus.
--Steven 00:36, 10. Dez. 2010 (CET)

Lemma[Bearbeiten]

Als einzige führt die deutsche WP Lumumba mit abgekürztem Vornamen im Lemma-Titel. Auch Publikationen über ihn (siehe fr:Patrice Lumumba) verzichten darauf. Gibt es einen versteckten GRund ? --Gf1961 11:37, 28. Apr. 2010 (CEST)

Die gleiche Frage wollte ich auch gerade stellen; gut zu sehen, dass das vor mir schon jemandem aufgefallen ist. Ich plädiere für eine Verschiebung bei nächster Gelegenheit und bitte gegebenenfalls um Gegenargumente. --Scooter Sprich! 12:44, 18. Aug. 2010 (CEST)

Afrika[Bearbeiten]

Über den Sinn und Unsinn der Verwendung von Afrika, afrikanisch:

Ich sehe die Wörter "Afrika" und "Europa", sowie "afrikanisch" und "europäisch" als semantisch sehr ähnlich an. In diesem Artikel wird das Adjektiv "afrikanisch" oftmals an Stellen verwendet, an denen bei einem europäischen Politiker niemals das Adjektiv "europäisch" gestanden hätte, sondern eben "deutsch" oder "französisch". Das ist nicht nur sprachlich unsauber, sondern es suggeriert auch sehr stark eine bestimmte Grundhaltung - nämlich diejenige, dass es bei europäischen Menschen für notwendig gehalten wird, genauer zu differenzieren als bei afrikanischen Menschen. Warum es bei afrikanischen Menschen nicht notwendig ist, genauer zu differenzieren, muss sich dann ein Autor eines solchen Satzes jeweils selbst fragen. Zur illustration möchte ich folgende Vergleiche heranziehen:

Dieser Artikel befasst sich mit dem afrikanischen Politiker Lumumba, andere Bedeutungen unter Lumumba (Begriffsklärung).

vs

Dieser Artikel befasst sich mit dem SPD-Politiker. Für den gleichnamigen Studentenpfarrer siehe Hans-Jochen Vogel (Pfarrer).

Einerseits wird sehr genau spezifiziert, nicht irgendein Politiker, sondern ein SPD-Politiker. Andererseits wird sehr ungenau und schwammig ein ganzer Kontinent herangezogen: ein "afrikanischer" Politiker. Das erscheint mir nicht spezifisch genug.

Es geht aber genauso weiter:

Wieder: Ein "afrikanischer" Politiker. Man vergleiche mit den folgenden "europäischen" Politikern (copy-paste aus den jeweiligen Artikeln):

  • Hans-Jochen Vogel (* 3. Februar 1926 in Göttingen) ist ein deutscher Politiker (SPD).
  • Angela Dorothea Merkel (geborene Kasner; * 17. Juli 1954 in Hamburg) ist eine deutsche Politikerin.
  • Nicolas Sarkozy (Nicolas Paul Stéphane Sárközy de Nagybócsa * 28. Januar 1955 in Paris) ist ein französischer Politiker[...]
  • Jean-Claude Juncker (* 9. Dezember 1954 in Redingen, Luxemburg) ist ein luxemburgischer Politiker.

Jetzt stelle man sich vor, die explizit angegebene Nationalität der Person werde durch den Kontinent ersetzt! Dann sieht das so aus:

Wer das gut und sinnvoll findet, soll diese Änderung bitte für alle Artikel aller europäischen Politiker in den Diskussionen vorschlagen. Wer diese Art der Gleichmacherei für europäische Politiker nicht für sinnvoll hält, der sollte sich überlegen, ob es wirklich gute Argumente dafür gibt, für Politiker anderer Kontinente so zu verfahren. Wobei - andere Kontinente? Naoto Kan und Ban Ki-moon werden als japanischer bzw. südkoreanischer Politiker gehandelt, sie werden nicht als asiatische Politiker bezeichnet. Cristina Fernández de Kirchner ist eine argentinische Politikerin, nicht etwa eine südamerikanische/lateinamerikanische, auch Felipe de Jesús Calderón Hinojosa ist ein mexikanischer Rechtsanwalt und Politiker (PAN). Europäische, asiatische, amerikanische und (trivialerweise) australische Politiker werden durchweg mit einer Nationalität attributiert, der Name ihres jeweiligen Staates wird zuerst genannt. Afrikanische Politiker hingegen können bei WP anscheinend undifferenziert als "afrikanische" Politiker bezeichnet werden, eine Nennung der Nationalität als erstes scheint nicht erforderlich, sie wird durch die Nennung des Kontinents ersetzt.

Weitere nicht sinnvolle Verwendungen von "afrikanisch" statt "kongolesisch" finden sich in dem Satz:

  • Es gab keine afrikanischen Offiziere, im gesamten Staatsdienst waren nur drei Afrikaner in leitenden Positionen tätig und landesweit gab es lediglich 30 Kongolesen mit akademischer Ausbildung.

In diesem Satz stecken einige Implikationen. erstens hätte es jedesmal kongolesisch heißen müssen, nicht afrikanisch. Aber gab es wirklich keine "afrikanischen" Offiziere? Oder ist gemeint: Es gab keine schwarzen Offiziere? Sind Afrikaner automatisch Schwarz? Was ist mit im Kongo geborenen Nachkommen von Belgiern, die eine militärische Laufbahn eingeschlagen haben? Sind das keine Kongolesen / Afrikaner? Warum nicht? Weil sie die Nachkommen von Europäern sind? Weil sie weiß sind? Das wäre eine sehr interessante Ansicht. Gab es also im ganzen Kongo wirklich keinen einzigen Kongolesen, der Offizier war? (Zeitsprung ins Jahr 2010: Es ergibt sich daraus die umgekehrte Implikation - sind Schwarze etwa automatisch Afrikaner? Was ist mit in Belgien geborenen Nachkommen von nach Belgien eingewanderten Kongolesen? Sind das keine [richtigen] Belgier? Warum nicht? Weil sie die Nachkommen von Afrikanern sind? Weil sie schwarz sind? Das wäre ebenfalls eine interessante Ansicht.)

  • Patrice Lumumba wurde in ganz Schwarzafrika zu einem politischen Mythos und zum Vorkämpfer der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Dieser Satz hat zwei Probleme. Erstens: Mehrere afrikanische Staaten hatten jeweils ihren eigenen Unabhängigkeitskampf gegen ihre jeweilige Kolonialmacht. Sicher gab es dabei auch gegenseitige Unterstützung und gegenseitige Inspiration. Aber wird es dadurch dann gleich eine irgendwie geartete gemeinsame "afrikanische Unabhängigkeitsbewegung"? Das suggeriert ein gemeinsames Vorgehen. Eine gemeinsame Unabhängigkeitserklärung aller afrikanischen Staaten, das das Ziel hat, alle Kolonialmächte aus allen afrikanischen Staaten zu vertreiben. So etwas gab es meines Wissens nach nicht. Google findet zu diesesm Suchbegriff auch gerademal 13 Treffer. Zurecht nur 13, denn was soll das bitte sein, diese sog. "afrikanische Unabhängigkeitsbewegung"? Offensichtlich ist es wieder ein klassischer Fall von "hier braucht man nicht nach Nationalitäten / Nationalstaaten zu differenzieren, es geht ja schließlich um Afrika und Afrikaner". Das zweite Problem ist noch gravierender. Der Begriff "Schwarzafrika" ist rassistisch. Was ist "Schwarzafrika"? "Schwarzafrika" ist - so wie ich es verstehe - eine Bezeichnung, die (theoretisch) besagen sollte: "Derjenige Teil des afrikanischen Kontinents, in dem vornehmlich schwarze Menschen leben." Diese Definition ist bereits rassistisch, da sie Menschen nach ihrer Hautfarbe einteilt. Man nehme im Gegensatz dazu "Weißeuropa". Mit diesem Begriff meine ich denjenigen Teil von Europa, in dem vornehmlich weiße Menschen leben. Wenn dem geneigten Leser "Weißeuropa" genauso sauer aufstößt, wie mir selbst, möge er überlegen, ob das Wort "Schwarzafrika" nicht genau dieselbe Wirkung haben sollte. Übrigens: "Das Wort wird schon soundsolange verwendet" ist kein Argument für die Verwendung eines Wortes. Man kann ja schließlich einfach aufhören, es zu verwenden. Ein zweites beliebtes Gegenargument, gerade beim Thema "Schwarzafrika": "Wie soll man es denn sonst nennen?" Diese Frage stellt sich nicht. Ist es notwendig, Menschen auf ihre Hautfarbe zu reduzieren und danach zu klassifizieren? Falls ja, dann ist es natürlich auch notwendig, denjenigen Teil Afrikas, in dem vornehmlich Schwarze wohnen, gesondert zu bezeichnen. Wer dieser Ansicht ist, wird mit dem Begriff "Schwarzafrika" problemlos arbeiten können. Ist es hingegen nicht notwendig, einen rassistischen Mechanismus zu etablieren und Menschen auf ihre Hautfarbe zu reduzieren und danach zu klassifizieren, dann ist es als logische Folgerung daraus auch nicht notwendig, denjenigen Teil der Welt, der zu Afrika gehört und in dem vornehmlich schwarze Menschen wohnen, gesondert zu klassifizieren und zu bezeichnen. "Schwarzafrika" kann also folgerichtig aus einem nicht-rassistsischen Wörterbuch oder Lexikon ersatzlos gestrichen werden. Der Begriff ist eben, wie schon oben verglichen genauso sinnvoll wie die Bezeichnung "Weißeuropa". Das gleiche gilt natürlich für "Schwarzafrikaner". Die Bezeichnung besagt zwei Dinge: "Der bezeichnete Mensch kommt aus Afrika" und "ist schwarz". Nicht etwa - und das macht den Unterschied aus: Der bezeichnete Mensch kommt aus dem Teil von Afrika, in dem vornehmlich schwarze Menschen wohnen. Wer würde auf die Idee kommen, einen weißen Namibianer oder einen weißen Südafrikaner als "Schwarzafrikaner" zu bezeichnen? Niemand. Damit ist gezeigt, dass sich "Schwarzafrikaner" eben nicht auf die Herkunftsregion, sondern (ausschließlich) auf die Hautfarbe bezieht. Damit ist "Schwarzafrikaner" ein rassistischer Begriff. Und damit eben auch "Schwarzafrika", denn das ist, wie gerade gezeigt, nicht primär eine bestimmte Region, sondern vielmehr eine Region, in der eine nach ihrer Hautfarbe klassifizierte Menschengruppe lebt. --Steven 02:36, 10. Dez. 2010 (CET) Ich stimme Steven in vielen Punkten zu, dass afrikanisch und schwarzafrikanisch nicht passend sind. In dem Punkt "Vorkämpfer der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung" kann ich mehr jedoch vorstellen, dass in der Tat Lumummba in vielen Ländern als Referenz benutzt wurde. Hierzu sollten sicherlich Quellen im Artikel genannt werden. Auch das Zitat von Sartre belegt die länderübergreifende Bedeutung. -- Wikinero 12:51, 16. Jan. 2011 (CET)

Ich glaube nicht, dass irgendjemand ein Problem damit hat, wenn du entsprechende Angaben präzisierst. Mithin denke ich nicht, dass hier alle Mitarbeiter kollonialismusbesessene Rassisten sind. Aber man kennt halt in Europa die Details besser als in Afrika, ganz einfach deshalb, weil wir in Europa leben und nich in Afrika. Wobei Du natürlich prinzipiell recht hast. --Ataraxis1492°Salve! 18:53, 12. Okt. 2011 (CEST)

Fehler?[Bearbeiten]

"Eine erst 41 Jahre nach der Tat einberufene Fachkommission des belgischen Parlaments konnte die Ereignisse um Lumumbas Tod hinlänglich rekonstruieren."

41 Jahre nach Lumumbas Tod 1961 wäre 2012, vielleicht ein Tippfehler? (nicht signierter Beitrag von 188.23.106.93 (Diskussion) 11:47, 19. Jun. 2011 (CEST))

Der Artikel verlinkt immer wieder gerne auf das Getränk[Bearbeiten]

Lumumba! (nicht signierter Beitrag von 77.177.8.213 (Diskussion) 03:20, 31. Aug. 2011 (CEST))

Und was möchtest du uns damit sagen? --Seth Cohen 22:10, 6. Jan. 2012 (CET)

Getränk Lumumba[Bearbeiten]

Warum wurde das Getränk nach ihm benannt? Diese Information fehlt. --Seth Cohen 22:13, 6. Jan. 2012 (CET)

Kritische Wuerdigung[Bearbeiten]

Man findet nichts darueber wie Patrice Lumumba oder seine Bewegung sich gegenueber politschen Gegnern verhalten hat. Ganz offensichtlich hat er sich ja einige Feinde gemacht. So etwas passiert gewoehnlich nicht, wenn man zu allen Leuten nett ist.--41.151.186.132 19:56, 21. Jan. 2012 (CET)

Das die Belgier ihn absolut nicht nett fanden, weil er ihre Kolonialziele störte, ist doch deutlich zu lesen. Und in einem derart armen Land konnte man auch mit wenig belgischen Franc genügend willige Leute finden, die eben damit ihre Existenz sicherten. Im großen und ganzen waren also nicht seine innerstaatlichen Feinde das Problem, sondern die ehemalige Kolonialmacht Belgien vor allem deren damaliger König und die immer und überall drinsteckenden Amerikaner, die ja nur die amerikanischen Interessen wahren. --Pfiat diΛV¿? Diskussionsseite 13:34, 18. Jun. 2012 (CEST)

Welche Kommission? Wann?[Bearbeiten]

Hier geht etwas durcheinander. Ich beziehe mich auf die Meldung in der Tagesschau vom 13. Dezember 2012 "Warum starb Lumumba?" Dort heißt es im letzten Absatz: "In der Vergangenheit wurden immer wieder Anschuldigungen laut, belgische Sicherheitskräfte hätten den Mord zumindest gedeckt. Eine belgische Parlamentskommission kam 2001 zu dem Schluss, dass die Ex-Kolonialmacht zumindest eine "moralische Verantwortung" für die Ermordung von Lumumba trage, Belgiens Regierung entschuldigte sich öffentlich." Das kommt der Version nahe, wie sie bisher hier im Artikel stand, dass erst eine 41 Jahre nach der Ermordung Lumumbas einberufene Fachkommission des belgischen Parlaments die Ereignisse um Lumumbas Tod hinlänglich rekonstruieren konnte. Jetzt, 51 Jahre nach der Ermordung Lumumbas, scheint eine weitere gerichtliche Klärung in Belgien anzustehen. Laut Tagesschau:"Mehr als 50 Jahre nach dem Mord am afrikanischen Freiheitsidol Patrice Lumumba könnte der Fall ein juristisches Nachspiel haben. Ein Berufungsgericht in Brüssel entschied, dass die belgische Staatsanwaltschaft mit Ermittlungen beginnen darf. Lumumba war der erste Regierungschef der Demokratischen Republik Kongo, einer ehemaligen belgischen Kolonie. Seine Ermordung könne ein Kriegsverbrechen gewesen sein, so das Gericht."

Abgesehen davon finde ich, dass die beiden Unterpunkte "Putsch gegen Lumumba" und "Aufarbeitung des Todes und Nachwirkungen" nicht richtig aneinander anschließen. Der Absatz "Putsch gegen Lumumba" endet damit, dass Lumumba nach Katanga an Moise Tshombé ausgeliefert wurde, der Absatz "Aufarbeitung des Todes ..." beginnt damit, dass die Umstände des Todes nicht geklärt wurden. Dazwischen müßte doch erst mal stehen, dass er ermordet wurde.--Facetten (Diskussion) 17:32, 14. Dez. 2012 (CET)