Disneyland Resort

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Disneyland Resort
Logo des Parks

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Ort Anaheim (USA)
Eröffnung 17. Juli 1955
Besucher 23,738 Millionen[1] (2012)
Fläche 34 Hektar
Baukosten 17 Millionen Dollar
Website www.disneyland.com
Disneyland Resort (USA)
Disneyland Resort
Disneyland Resort
Lage des Parks

33.811111111111-117.91888888889Koordinaten: 33° 48′ 40″ N, 117° 55′ 8″ W

Das Sleeping Beauty Castle
Disneyland aus der Luft

Das Disneyland Resort in Anaheim ist einer der am meisten besuchten Freizeitkomplexe der Welt. Er gehört zur Abteilung Walt Disney Parks and Resorts der Walt Disney Company. Mit schätzungsweise 14,9 Millionen Besuchern war der Vergnügungspark im Jahr 2007 hinter Magic Kingdom der am zweithäufigsten besuchte Park weltweit.[2] Der erste Park an dieser Stelle, Disneyland, wurde von Walt Disney gegründet und öffnete am 17. Juli 1955. Disneys Ziel war es dabei, einen ständigen Freizeitpark – im Gegensatz etwa zu einer Kirmes – zu schaffen.

Planung und Bau[Bearbeiten]

Um Geld für das Projekt zu bekommen, erfand Disney in den 1950er Jahren eine Fernsehsendung Disneyland, die vom Sender ABC ausgestrahlt wurde. Heute gehört dieser Sender ebenfalls zum Disney-Konzern.

Schon in der Planungsphase nach dem Zweiten Weltkrieg wurde deutlich, dass für den Park mehr Land benötigt werden würde, als auf dem Gelände neben den Disney-Studios in Burbank, das ursprünglich als Ort für Disneyland vorgesehen war.

Nach Untersuchungen von Wissenschaftlern der Stanford University wurde das Gelände in Anaheim ausgewählt, auf dem damals noch Walnüsse und Orangen angebaut wurden. Durch einen neuen Autobahnanschluss nach Los Angeles war die gute Erreichbarkeit des Parks sichergestellt und am 21. Juli 1954 konnte mit dem Bau begonnen werden.

Nach fast genau einem Jahr und Investitionen in Höhe von 17 Millionen Dollar wurde der Disney-Park am 17. Juli 1955 durch den damaligen Gouverneur von Kalifornien Goodwin Knight eröffnet. Zu den ersten Attraktionen zählen Jungle Cruise und das Mark Twain Riverboat auf den Rivers of America. Der Themenpark wurde untergliedert in fünf „Länder“: Main Street USA, Adventureland, Frontierland, Fantasyland und Tomorrowland. Der Zentralteil, Main Street, USA, stellt das Zentrum eines amerikanischen Provinzstädtchens um 1910 dar und hat sein Vorbild in Walt Disneys Heimatstadt Marceline (Missouri) und im damaligen Fort Collins. Diese Imitation nostalgischer Kleinstadtarchitektur (in leicht reduziertem Maßstab) und ihr enormer Erfolg beim Publikum gaben später den Anlass zur teilweise kritischen Verwendung des Begriffs „Disneyland“ in der Architekturkritik, etwa im Zusammenhang mit dem vom Disneykonzern mit geprägten New Urbanism oder dem Problembereich Rekonstruktion (Architektur).

Erweiterungen[Bearbeiten]

Seit seiner Eröffnung ist das „Magic Kingdom“, wie das Disneyland schnell genannt wurde, mehrfach erweitert worden. 1966 kam mit New Orleans Square eine der letzten Änderungen unter Disneys persönlicher Aufsicht hinzu. Aus der Idee zur 1967 dort eröffneten Attraktion „Pirates of the Caribbean“ ging ab 2003 eine gleichnamige Kinofilmreihe hervor. Eine zweite große Erweiterung, Critter Country entstand 1972, zunächst unter dem Namen „Bear Country“. Schließlich gab 1993 Mickey's Toontown die Antwort auf die Frage nach dem Wohnort der Comic-Charaktere von Disney.

Neben einer Reihe von Hotels und Restaurants, die im Laufe der Jahre das Disneyland ergänzten, kam 2001 sogar ein weiterer vollständiger Park, Disney’s California Adventure Park als Ergänzung zum bestehenden Disneyland hinzu. Zusammen mit dem ebenfalls neu geschaffenen Downtown Disney mit Geschäften, Restaurants und Hotels entstand ein komplettes Resort, vergleichbar mit dem Walt Disney World Resort in Florida. Nachdem zuvor vermehrt Tagesgäste begrüßt wurden, änderte man zudem die Marketingstrategie und versucht nun, das Disneyland Resort als Ziel für mehrtägige Urlaubsaufenthalte zu bewerben.

Länder[Bearbeiten]

Disneyland besteht aus acht sogenannten Ländern, von denen jedes mehrere Attraktionen beherbergt. (Siehe auch die detaillierten Beschreibungen in Walt Disney World's Magic Kingdom und im Disneyland Paris.)

Main Street, U.S.A.[Bearbeiten]

Die „Hauptstrasse“ ist typischen Kleinstädten des mittleren Westens am Beginn des 20. Jahrhunderts nachempfunden.

Attraktionen
  • The Disney Gallery
  • Disneyland Railroad (eine Bimmelbahn, die den Park in zirka 20 Minuten umrundet und auf vier Bahnhöfen hält)
  • The Disneyland Story presenting Great Moments with Mr. Lincoln (ein Audio-Animatronic von Präsident Abraham Lincoln trägt Auszüge aus einigen seiner Reden vor)
  • Main Street Cinema (dieses Kino zeigt alte Zeichentrickfilme)

Adventureland[Bearbeiten]

Das „Abenteuerland“ soll dem Besucher eine Reise nach exotischen tropischen Orten suggerieren.

Attraktionen
  • Indiana Jones Adventure (eine Fahrt in einem wild schaukelnden Jeep durch die Abenteuer des Indiana Jones)
  • Jungle Cruise (eine Bootsfahrt durch die Dschungelsafari, kommentiert vom Steuermann mit vielen fahlen Witzen und Wortspielen)
  • Walt Disney's Enchanted Tiki Room (eine Gesangsshow mit dutzenden von audio-animatronic gesteuerten Vögeln)
  • Tarzan's Treehouse (ein begehbares sieben-stöckiges Baumhaus)

New Orleans Square[Bearbeiten]

Der „New Orleans Platz“ ist der Stadt New Orleans im Bundesstaat Louisiana des 19. Jahrhunderts nachempfunden.

Attraktionen
  • Disneyland Railroad Station
  • Haunted Mansion (Geisterhaus)
  • Pirates of the Caribbean (Piraten der Karibik)

Frontierland[Bearbeiten]

Der „Wilde Westen“ ist dem amerikanischen Westen des 19. Jahrhunderts nachempfunden.

Attraktionen
  • Big Thunder Mountain Railroad (eine Achterbahn auf dem Großen Donnerberg, bei der die Züge durch die Kulisse einer alten Mine fahren)
  • Mark Twain Riverboat (ein Mississippi Dampfer, der die Tom Sawyer Insel in zirka 20 Minuten umrundet)
  • Pirate's Lair on Tom Sawyer Island (das Piratenversteck, ein Abenteuerspielplatz auf der Tom Sawyer Insel, nur mit einem Floss erreichbar)
  • Sailing Ship Columbia (ein Segelschiff, das die Tom Sawyer Insel in zirka 20 Minuten umrundet)

Critter Country[Bearbeiten]

Das „Tierland“ beherbergt Attraktionen wie Winnie Puuh.

Attraktionen
  • Davy Crockett's Explorer Canoes (Kanufahrten)
  • The Many Adventures of Winnie the Pooh (eine Fahrt durch die Kulissen des Zeichentrickfilms Winnie Puuh)
  • Splash Mountain (eine Wildwasserachterbahn)

Fantasyland[Bearbeiten]

Das „Land der Fantasie“ beherbergt Attraktionen, die vor allem für kleinere Kinder geeignet sind.

Attraktionen
  • Alice in Wonderland (Alice im Wunderland)
  • Casey Jr. Circus Train (eine Bimmelbahn)
  • Dumbo the Flying Elephant („Dumbo, der fliegende Elefant“ ist ein Karussell)
  • It's A Small World („Diese Welt ist klein“ ist eine Bootsfahrt, auf der man singende Puppenkinder verschiedenster Nationen sieht und hört)
  • King Arthur Carrousel („König Arthurs Karussell“)
  • Mad Tea Party (die „verrückte Teefeier“ ist ein Karussell, auf dem sich große Teetassen rotieren)
  • Matterhorn Bobsleds (eine Achterbahn durch eine Nachbildung des Matterhorns)
  • Mr. Toad's Wild Ride (eine Fahrt durch die Kulissen des Zeichentrickfilms „Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte“)
  • Peter Pan's Flight (Peter Pans Flug ist eine Gondelbahn, mit der man über die Dächer von London hinweg ins Nimmerland fliegt)
  • Pinocchio's Daring Journey („Pinocchios Reise“ erzählt die Geschichte desselbigen)
  • Sleeping Beauty Castle walk-through (eine begehbare Galerie, in der sich Glasfenster und Wandteppiche zum Dornröschen-Märchen befinden)
  • Snow White's Scary Adventures („Schneewittchen und die Sieben Zwerge“ erzählt die Geschichte derselbigen)
  • Storybook Land Canal Boats (eine Bootsfahrt an Kulissen verschiedener Zeichentrickfilmen vorbei)

Mickey's Toontown[Bearbeiten]

Mickys „Zeichentrickstadt“ beherbergt Attraktionen für die jüngsten Besucher.

Attraktionen
  • Disneyland Railroad Station
  • Chip 'n Dale Treehouse
  • Donald's Boat
  • Gadget's Go Coaster
  • Goofy's Playhouse
  • Mickey's House and Meet Mickey
  • Minnie's House
  • Roger Rabbit's Car Toon Spin

Tomorrowland[Bearbeiten]

Das „Land der Zukunft“ wurde von Walt Disney in seiner Eröffnungsrede 1955 so beschrieben:

„Tomorrow can be a wonderful age. Our scientists today are opening the doors of the Space Age to achievements that will benefit our children and generations to come. The Tomorrowland attractions have been designed to give you an opportunity to participate in adventures that are a living blueprint of our future.“

„Die Zukunft kann ein wundervolles Zeitalter werden. Unsere Wissenschaftler öffnen nun die Türen zum Weltraum, um Leistungen zu erringen, die unseren Kinder und nachfolgenden Generationen zu Gute kommen werden. Die Attraktionen im Tomorrowland wurden entworfen, um Besuchern die Möglichkeit zu geben, an Abenteuern teilzuhaben, die der lebendige Bauplan unserer Zukunft sind.“

Attraktionen
  • Disneyland Railroad Station
  • Autopia (eine Art Kartbahn mit Benzinfahrzeugen)
  • Buzz Lightyear's Astro Blasters (aus den Fahrzeugen heraus wird mit Infrarotpistolen auf Zielscheiben geschossen)
  • Disneyland Monorail (eine Einschienenbahn im Stil eines Hochgeschwindigkeitszuges, die Tomorrowland mit Disney Downtown ausserhalb des Disneyland Parks verbindet; die Höchstgeschwindigkeit liegt bei lediglich 50 km/h)
  • Finding Nemo Submarine Voyage (ein Fahrt in semi-getauchten U-Booten durch die Kulissen des Zeichentrickfilms „Findet Nemo“)
  • Space Mountain (eine Achterbahn im Dunkeln)
  • Star Tours – The Adventures Continue (ein Flugsimulator mit 3D Filmsegmenten der Krieg der Sterne Filme)

Andere Disneyland-Parks[Bearbeiten]

siehe: Walt Disney Parks and Resorts

Nach dem gleichen Prinzip wurden von der Walt Disney Company später mehrere weitere Parks eröffnet, diese wurden im Gegensatz zum ursprünglichen Disneyland aber nicht mehr alle von Walt Disney selbst geplant. Neben dem größten Freizeitpark der Welt, Walt Disney World, entstanden Anlagen in Paris, Tokio und in Hongkong. Mittlerweile gibt es eine eigene Kreuzfahrt-Reederei namens Disney Cruise Line.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Disneyland – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Global Attractions Attendance Report 2012. TEA, Juni 2013, abgerufen am 6. Juni 2013 (PDF; 16,7 MB, englisch).
  2. Attraction Attendance Report (PDF; 4,5 MB) von Themed Entertainment Association/Economics Research Associates, abgerufen am 17. November 2008