Dithmarscher Paradiesapfel

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Dithmarscher Paradiesapfel
Synonyme ‘Weißer Paradiesapfel’
Dithmarscher Paradiesapfel
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Herkunft Dithmarschen
bekannt seit 1859
Abstammung

Kreuzung aus
vermutlich vom Prinzen mit einem Taubenapfel

Liste von Apfelsorten

Der ‘Dithmarscher Paradiesapfel’, auch ‘Weißer Paradiesapfel’ genannt, ist eine alte Tafelapfelsorte. Er stammt aus Dithmarschen und wurde im Jahr 1859 zum ersten Mal vorgestellt.[1] Die Sorte wurde 2019 Streuobstsorte des Jahres in Norddeutschland.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Früchte sind mittelgroß und schwach gerippt, wobei eine Seite oft abgeflacht ist. Die Schale ist gelblichweiß, auf der Sonnenseite oft mit rötlichen Streifen. Das Fruchtfleisch ist weiß und mäßig saftig. Der Geschmack wird als fein gewürzt mit wenig Säure beschrieben.[1]

Pflück- und genussreif ist die Sorte ab September. Durch längere Lagerung verliert der Apfel sein Aroma.[1]

Der Baum ist starkwüchsig und relativ wenig anfällig gegenüber Krankheiten. Außerdem gibt die Sorte schon früh Ertrag. Nachteile für den gewerblichen Anbau sind die zweijährige Alternanz und die Neigung zum Vorreifefall.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ‘Dithmarscher Paradiesapfel’ war früher in Schleswig-Holstein und Hamburg verbreitet. Daher gibt es dort noch viele alte Bäume. Da zu heiße Sommer das Aroma des Apfels beeinträchtigen, ist die Sorte vor allem für Gebiete mit Küstenklima oder auch Mittelgebirgslagen geeignet. Seit 1995 wird er wieder häufiger in Privatgärten angepflanzt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Beschreibung ‘Dithmarscher Paradiesapfel’. (PDF; 552 kB) Norddeutsche Apfeltage, abgerufen am 8. Juli 2019.