Domburg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Domburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Domburg
Flagge des Ortes Domburg
Flagge
Wappen des Ortes Domburg
Wappen
Provinz Zeeland
Gemeinde Veere
Einwohner 1.490 (1. Januar 2010)
Koordinaten 51° 34′ N, 3° 30′ O51.561173.49672Koordinaten: 51° 34′ N, 3° 30′ O
Website www.domburg.info/de
Lage von Domburg in den Niederlanden
Lage Domburgs auf Walcheren

Domburg ist ein niederländisches Seebad mit knapp 1500 Einwohnern an der Nordseeküste. Es liegt auf der Halbinsel Walcheren in der Provinz Zeeland und ist Verwaltungssitz der Gemeinde Veere. Wahrzeichen der Stadt ist der Wasserturm (niederl. Watertoren), der weithin auf der Insel Walcheren zu sehen ist und auch Ortsunkundigen den Weg nach Domburg weist.

Geschichte[Bearbeiten]

Domburg entstand in der Nähe eines alten römischen Tempels, der für die Göttin Nehalennia erbaut wurde. Der Tempel wurde im 3. Jahrhundert überflutet, 1647 jedoch wiederentdeckt.

Domburg erlangte seine Stadtrechte im Jahr 1223. Die Stadt bezeichnet sich seit 1834 offiziell als Badeort und ist damit der älteste Badeort in Zeeland, Badetourismus gab es jedoch schon vorher.

Ende des 14. Jahrhunderts entstand in Domburg eine Parochialkirche, die im scheldegotischen Baustil errichtet wurde und ursprünglich Johannes dem Täufer geweiht war.

Im Jahr 1889 besuchte die Schriftstellerin und rumänische Königin Elisabeth zu Wied Domburg. Die heute noch existierende Villa, in der sie bei diesem Besuch wohnte, wurde anschließend nach ihrem Pseudonym „Carmen Sylva“ benannt.

Kultur und Brauchtum[Bearbeiten]

Im 20. Jahrhundert wirkten in Domburg eine Reihe von Künstlern, darunter Piet Mondrian und Jan Toorop.

Jedes Jahr findet im September in Domburg und umliegenden Orten ein Jazz-Festival namens „Jazz by the Sea“ statt.

Ende Juni, beginnend mit dem Freitag nach St. Johannis, findet die Kirmes statt. Dabei schießen die Mitglieder des örtlichen Schützenvereins De Dumburgse Gaaitschiete auf Eichelhäher, dargestellt durch einfache Holzklötze, die auf je einer Spitze von insgesamt 2 dreizackigen Pfählen gesteckt werden. Der mittlere Block wird dabei in der Regel mit einem Schaubild und einem politischen Kommentar versehen (im Prinzip wie bei den großen Karnevalswagen in z.B. Düsseldorf oder Köln). Geschossen wird mit altertümlichen Gewehren, oftmals Vorderlader, freihändig im Sitzen. Die Wettbewerbe dauern den gesamten Tag. Samstags findet im Rahmen der Kirmes ein Ringstechen statt. Auch dies dauert den ganzen Tag mit verschiedenen Wettbewerben.

Im August jedes Jahres findet zudem das bekannte Ringreiten statt, bei dem die Reiter im Galopp mit ihrer Lanze einen an einer Schnur aufgehängten Ring aufspießen müssen. Dieser „Bauernsport“ wird auch als Ringstechen bezeichnet und hat seinen Ursprung in Wehrtüchtigkeitswettbewerben kriegsdienstpflichtiger Bauern seit dem Mittelalter.

Natur[Bearbeiten]

Die Dünen des Ortes sind größtenteils Teil des Naturschutzgebietes Manteling, welches das Hinterland im Nordwesten Walcherens gegen den Seewind schützen soll.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Domburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien