Dorfkirche Badendiek

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Dorfkirche Badendiek

Die evangelische Dorfkirche Badendiek ist eine frühgotische Feldsteinkirche im Ortsteil Badendiek von Gutow im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Sie gehört zur Kirchengemeinde Lohmen in der Propstei Rostock der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

Geschichte und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordostansicht
Nordportal
Südostansicht mit Priesterpforte

Die Kirche Badendiek ist ein sorgfältig ausgeführter, flachgedeckter Rechtecksaal aus Feldsteinquadern mit einem kreuzgewölbten Sakristeianbau im Norden aus der Zeit um 1310. Die Schiffsgiebel sind in Backstein ausgeführt und zeigen große Spitzbogenblenden, der Sakristeigiebel außerdem ein Blendenkreuz. Auch die teils mit Viertelstäben profilierten, teils gestuften Gewände und die Teilungen der zwei- und dreiteiligen Spitzbogenfenster und die Portale im Westen und Norden sind aus Backstein. Das Portal im Norden und die Priesterpforte im Süden wurden nachträglich vermauert.

Nachträglich wurden verputzte, ziegelgedeckte Strebepfeiler auf der Südseite angefügt. Der schlichte Turmaufsatz mit Pyramidendach im Westen wurde im 19. Jahrhundert in Fachwerk erbaut.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Schnitzaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert mit rustikalen Figuren bildet das Hauptstück der Ausstattung. Die Fassung wurde in den Jahren 1880 und 1956 entstellend erneuert. Er zeigt im Schrein eine figurenreiche Kreuzigung und in den Flügeln je sechs Heilige in zwei Reihen übereinander.

Die schlichte hölzerne Kanzel vom Ende des 17. Jahrhunderts besitzt eine durch Säulen gegliederte Brüstung mit Gemälden, welche die Geburt, die Kreuzigung, die Grablegung und die Auferstehung Jesu Christi zeigen. Ein großes Triumphkreuz stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Eine Kabinettscheibe ist im Südostfenster eingebaut. Das Pastorengestühl zeigt die gemalte Darstellung eines betenden Geistlichen. In der Ostwand ist eine Sakramentsnische eingelassen.[1]

Die Orgel ist ein Werk von Friedrich Hermann Lütkemüller aus dem Jahr 1890 mit sechs Registern auf einem Manual und Pedal. Sie wurde im Jahr 1999 durch die Firma Arnold restauriert und von der Westempore in den Altarraum versetzt.[2]

Manual C–d3
Principal 8′ ab b0
Salicional 8′
Gedackt 8′
Praestant 4′
Floete 4′
Pedal C–c1
Subbaß 16′

Pedalkoppel (Fußschieber)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2016, ISBN 978-3-422-03128-9, S. 44–45.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dorfkirche Badendiek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen zur Kirche auf dorfkirchen-in-mv.de. Abgerufen am 10. Mai 2018.
  2. Informationen zur Orgel auf den Seiten des Orgelmuseums Malchow. Abgerufen am 10. Mai 2018.

Koordinaten: 53° 44′ 37,2″ N, 12° 9′ 8,4″ O