Dreyen

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Dreyen
Stadt Enger
Koordinaten: 52° 9′ 15″ N, 8° 30′ 55″ O
Höhe: 113 m ü. NN
Fläche: 4,09 km²
Einwohner: 1412 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 345 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 32130
Vorwahl: 05224
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Lage von Dreyen in Enger
Blick auf Dreyen, Kreuzung um die Meller Straße (2006)
Blick auf Dreyen, Kreuzung um die Meller Straße (2006)

Dreyen ist ein etwa 1.400 Einwohner zählender Stadtteil der ostwestfälischen Stadt Enger.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der heutige Stadtteil am 10. März 1151. In einer Heberolle der Abtei Herford wird der Ort „Treine“ genannt. Vor 1969 bildete er eine eigene Gemeinde.

Am 1. Januar 1969 wurde Dreyen nach Enger eingemeindet.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scan einer Postkarte. Ankunft des Glockenturms 1927 vor der alten Schule, heutiger Kindergarten in Dreyen

Glockenturm (historisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein markanter Glockenturm wurde im Jahr 1927 errichtet und steht nahe dem Friedhof.

Landhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein markantes historisches Gebäude nahe dem Dreyer Eck ist ein altes Landhaus aus dem Jahr 1881. Eine Inschrift über dem Torbogen weist auf seine Erbauer – eine Familie Oberhaus – hin. Typisch für diese Art von Bauten ist die Einfriedung des Gebäudes mit seiner Toreinfahrt, die durch zwei Säulen begrenzt wird. Heute befindet sich dort ein psychologisches Zentrum.

Findlingskonglomerat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gruppe aus sieben Findlingen markiert ein Besitztum an der Straße Zur Schmiede. Die Aufschrift lautet „Sonntag 185“.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Friedhof in Dreyen fällt vor allem durch seine Eingangspforte auf. Er ist mit dem Spruch aus dem Johannes-Evangelium "Ich lebe und Ihr sollt auch leben" überschrieben. Der Friedhof ist parkähnlich angelegt. Weitere markante Bestandteile sind neben der Friedhofskapelle das Kriegerdenkmal.

Löschzug Dreyen der Feuerwehr Enger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerwehr Dreyen, Feuerwehrhaus und Fahrzeuge – März 2004

Die Freiwillige Feuerwehr Dreyen wurde am 26. September 1906 von 20 Männern in der Gaststätte „Hermann Paust“ gegründet. Erster Hauptmann wurde Franz Niederhaus. Das erste Feuerwehrhaus am Dreyer Eck wurde 1960 aufgegeben, in der Straße „Zur Schmiede“ wurde ein neues Feuerwehrhaus errichtet. Dieses wurde um das Jahr 1998 noch einmal erweitert. Der Löschzug besteht insgesamt aus vier Fahrzeugen, ein LF 16 TS, ein TLF, eine DLK 23 und ein MTF. Der Löschzug hat knapp 160 Mitglieder; davon sind ca. 20 Mitglieder aktiv in der Einsatzabteilung und 4 in der Jugendfeuerwehr. Die in Dreyen stationierte Drehleiter ist aufgrund eines Kooperationsvertrages der beiden Städte Enger und Spenge angeschafft worden.[2]

Kindertagesstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dreyen befindet sich eine Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die Kinder sind in drei Gruppen aufgeteilt, die sich Sonne, Mond und Sterne nennen.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dreyen ist die Turn- und Sportvereinigung Rot-Weiß Dreyen 1913 e.V. beheimatet. Sie wurde im Jahr 1913 gegründet. In der Saison 2009/2010 waren beim Verein insgesamt zehn Fußballmannschaften gemeldet. Dazu zählen drei Herren-, eine Damen-, eine A-Junioren-, eine B-Junioren, eine B-Juniorinnen-, eine E-Junioren-, eine F-Junioren und eine Altherren-Mannschaft. Der Verein hat über 300 Mitglieder.[3]

Auf dem Gebiet des Stadtteils liegt eine Sportanlage.

Jedes Jahr zu Pfingsten wird das Sportfest gefeiert.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maibaum 2008 in Dreyen an der Dreschstraße

Kinderspielplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kinderspielplatz befindet sich an der Gartenstraße und ist unter anderem mit einer Tischtennisplatte, einem Sandkasten und einer Wippe ausgestattet. Er liegt in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes.

Rassegeflügelzuchtverein Dreyen (RGZV Dreyen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rassegeflügelzuchtverein Dreyen wurde am 12. Januar 1929 in der „Gaststätte Lührmann“ gegründet. Die erste Geflügelschau fand am 17. November 1929 statt. Das Vereinsleben wurde während des Zweiten Weltkriegs aufrechterhalten. 1963 erstellte der Verein im Sundern einen Ententeich mit einer Aufzuchtstation. Heute hat der Verein 70 Mitglieder. Jedes Jahr im Herbst gibt es eine Geflügelausstellung auf dem Hof Brutlach.[4]

Alttraktoren- und Landmaschinenfreunde Dreyen e.V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes zweite (ungerade) Jahr Anfang September veranstalten die Alttraktoren- und Landmaschinenfreunde Dreyen ein Dreschfest in Dreyen. Das Fest geht über zwei Tage und erfreut sich auch überregional großer Beliebtheit. Es findet seit mehreren Jahren an der Dreschstraße rund um die Brückenwaage in Dreyen statt.

Außer 2010 stellen die Alttraktorenfreunde den Maibaum traditionell am 1. Mai in Dreyen auf. Ebenfalls an der Dreschstraße treffen sich die Dreyener Vereine sowie die Feuerwehr und auch der Bürgermeister jedes Jahr zu dieser Veranstaltung.[5] Am Maibaum findet man Wappen aller Dreyener Vereine und der Feuerwehr, außerdem ein historisches Wappen von Enger. Im Winter wird an dieser Stelle ein Weihnachtsbaum mit einer Lichterkette aufgestellt, während sich der Maibaum im Winterquartier befindet.

Schützenverein Dreyen e.V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. April 1958 fand im Heidekrug, unter der Leitung des Gastwirtes Karl Tiemann, die Gründungsversammlung des Schützenvereins Dreyen e.V. statt.[6] Im August 2008 feierte der Schützenverein sein 50-jähriges Jubiläum. Der Verein verfügt über ein Vereinsheim an der Gartenstraße – zwischen Sport- und Spielplatz in Dreyen. Im Schießsport gibt es neben der Herrenabteilung eine Jugend- und Frauenabteilung. Die Mitglieder des Vereins nehmen regelmäßig an verschiedenen Meisterschaften teil. Im Herbst jedes Jahres veranstaltet der Schützenverein ein Pokalschießen für die örtlichen Vereine in Dreyen.[7]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dreyen gibt es einen Landmaschinenhändler und einen Baustoffhandel. Daneben existieren weitere Kleingewerbebetriebe.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markantes Bauwerk in Dreyen: Die Friedhofspforte

Ev. Posaunenchor Westerenger-Dreyen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde der Verein im Jahr 1911, nachdem bereits Posaunenchöre in den selbstständigen Kirchengemeinden Enger, Spenge, Wallenbrück und Jöllenbeck bestanden. Die Übungsstunden fanden in der Schule Westerenger I statt.[8]

Ev. Haus der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Haus der Gemeinde Dreyen wurde im Jahr 1974 erbaut. Es wird von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Enger unter anderem für besondere Gottesdienste[9] benutzt. Daneben sind dort die Wichtelgruppe, der Frauenkreis und die Frauenhilfe beheimatet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist an den Öffentlichen Personennahverkehr durch die Buslinie 464 angebunden. Sie verbindet Dreyen einerseits mit der Nachbarstadt Spenge, andererseits mit dem Zentrum von Enger. Zwei Radrouten verlaufen durch den Ort: die grüne und die orangefarbene Route. Weiterhin verlaufen die Kreisstraße 19 und die Landstraße 712 durch den Ort.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dreyen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 74.
  2. Website der Feuerwehr in Dreyen
  3. Website des TSV Rot-Weiß Dreyen
  4. Website des RGZV Dreyen
  5. Maibaum in Dreyen (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  6. Website des Schützenverein Dreyen
  7. Pokalschießen örtliche Vereine Dreyen (Memento vom 8. August 2007 im Internet Archive)
  8. Website des PC Westerenger-Dreyen
  9. Kirchenkreis Herford
  10. Touristeninformation der Stadt Enger