DyStar

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DyStar
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Rechtsform Pte Ltd.
Gründung 1995
Sitz Singapur
Leitung Eric Hopmann[1]
Mitarbeiter 2.000
Umsatz 1.000 Mio. US-Dollar
Website www.dystar.com

DyStar ist ein weltweit tätiger Anbieter von Farben, Chemikalien und Dienstleistungen für die Textil- und Lederindustrie mit Hauptsitz in Singapur. In den letzten Jahren hat DyStar begonnen, das Produkt- und Serviceangebot auf weitere Industrien (Papier, Plastik und andere Anwendungsbereiche von Spezialchemikalien) auszuweiten. [2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen entstand 1995 als Gemeinschaftsunternehmen der Bayer AG, der Hoechst AG und Mitsubishi. Im Jahre 2000 wurde auch das Textilfarbengeschäft der BASF (inklusive ICI) integriert. 2004 verkauften die drei Chemiekonzerne ihre Anteile an den amerikanischen Investor Platinum Equity. Seither ist das Unternehmen durch mehrere kleine Akquisitionen beständig gewachsen.[3]

Die deutschen Gesellschaften der DyStar (DyStar Textilfarben GmbH & Co. Deutschland KG, DyStar Textilfarben GmbH und DyStar Holding GmbH) stellten am 28. September 2009 beim Amtsgericht Frankfurt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.[4] Am 11. Dezember 2009 wurde der Aufkauf DyStars durch den indischen Chemie-Konzern Kiri Dyes and Chemicals (KDCL) bekanntgegeben.[5] Der Kauf wurde Anfang Februar 2010 mit Unterstützung der chinesischen Zhejiang Longsheng (Lonsen) abgeschlossen. Die neuen deutschen Gesellschaften tragen die Namen DyStar Colours Deutschland GmbH und DyStar Colours Distribution GmbH. Der neue Eigentümer will die Produktion noch maximal zwei Jahre in Deutschland fortführen und dann die Technologien und Teile der Anlagen nach Indien überführen.[6] Die Produktionsstätte in Brunsbüttel wurde von der Kiri-Gruppe an die Chemie GmbH Bitterfeld Wolfen sowie die WeylChem GmbH weiterverkauft und bis zur Schließung im März 2015 als Chemische Fabrik Brunsbüttel GmbH (CFB) weiterbetrieben.[7]

Im Mai 2011 übernahm Lonsen durch Umwandlung ihrer Wandelschuldverschreibungen in Unternehmensanteile die Mehrheitsanteile und damit die Kontrolle der DyStar-Gruppe.[8]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sitz der Firmenzentrale befindet sich in Singapur. Tochtergesellschaften existieren in allen wichtigen Märkten, eigene Vertretungen besaß das Unternehmen in rund 50 Ländern. In 13 Ländern betrieb DyStar 19 Produktionsstätten. In Deutschland befindet sich der Hauptstandort in Raunheim[9] und zwei weitere Standorte in Leverkusen und Ludwigshafen am Rhein.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptprodukte des Unternehmens sind Farbstoffe (beispielsweise Indigo), Hilfsmittel und Dienstleistungen für die Textil-, sowie die lederverarbeitende Industrie.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Senior Management
  2. [1]
  3. History
  4. faz.net: Frankfurter Textilfarbenhersteller Dystar stellt Insolvenzantrag, 29. September 2009, abgerufen am 12. Dezember 2012.
  5. faz.net: Kaufvertrag unterzeichnet: Textilfarbenhersteller Dystar geht an Inder Kiri, 10. Dezember 2009, abgerufen am 12. Dezember 2012.
  6. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Indischer Konzern kauft Dystar – Kiri übernimmt vier Standorte/300 Stellen fallen weg, 5. Februar 2010 (kostenpflichtig).
  7. NDR.de: Aus für Farbenfabrik CFB in Brunsbüttel (Memento vom 5. April 2015 im Internet Archive)
  8. COMPETITION AUTHORITY SANCTIONED ZHEEIJANG LONSHENG GROUP CO. LTD TO AN ADMINISTRATIVE FINE DUE TO REALIZATION OF AN ACQUISITION WITHOUT OBTAINING THE NECESSARY AUTHORIZATION
  9. FAZ: DyStar zieht von Frankfurt nach Raunheim. 10. Oktober 2012.