Dynamic Parcel Distribution

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
DPD Dynamic Parcel Distribution GmbH & Co. KG
Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1976
Sitz Aschaffenburg
Leitung Boris Winkelmann [1] (Geschäftsführer)
Mitarbeiter 8.000[2]
Branche Paketdistribution, Logistik
Website www.dpd.com
Zustellfahrzeug von DPD
DPD-Depot von innen: Kontrollraum und Linemaster in Nürnberg
Luftbild eines DPD-Geländes (bei Loxstedt)
Zustellfahrzeug in Bottrop mit altem Logo von DPD

Die DPD Dynamic Parcel Distribution GmbH & Co. KG (Kurzbezeichnung DPD) ist ein Kurier-Express-Paket-Dienstleister und Franchiseunternehmen mit Vertragspartnern in rund 40 Ländern.[3] Das Unternehmen ist eine Tochter der französischen GeoPost-Gruppe und Leitunternehmen der DPD Group.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahr 1976 als „DPD Deutscher Paketdienst“ von 18 deutschen Speditionen gegründet.[4] Gründungsgesellschafter waren u. a. die Honold Logistik Gruppe (Neu-Ulm), Hellmann (Osnabrück), Zufall (Göttingen), Streck Transport (Lörrach), Cordes & Simon (Hagen), TTF (Flensburg), Denkhaus (Koblenz), und Zeitfracht (Berlin). Im Jahr 2001 erwarb das französische Unternehmen GeoPost, ein Tochterunternehmen der französischen La Poste, die Mehrheit der Anteile an DPD. Seit 2016 ist GeoPost alleiniger Gesellschafter von DPD.[5][6]

Im Gründungsjahr wurden 1,4 Millionen Pakete transportiert, 1980 waren es sieben Millionen, im Jahr 2012 täglich 2,5 Millionen Pakete.[7]

Zum 13. Dezember 2007 wurde das Unternehmen in DPD Dynamic Parcel Distribution umfirmiert.

Seit August 2013 ist DPD mit 20 Prozent als größter externer Anteilseigner an der 2010 in München gegründeten Same-Day-Delivery-Plattform Tiramizoo beteiligt.[8]

Paketversand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen transportiert national und international Standard- und Expresspakete an gewerbliche und private Empfänger (B2B und B2C).[9] Kleinversender können Pakete in DPD-Paketshops innerhalb der EU versenden oder online eine Abholung beauftragen.

DPD liefert montags bis samstags aus und unternimmt maximal drei Zustellversuche. DPD gibt für jedes Paket ein Zustellzeitfenster von einer Stunde an, das im Laufe der Zustellung auf 30 Minuten präzisiert wird. Auf einer Kartendarstellung kann der Empfänger in Echtzeit den Verlauf der Paketzustellung nachvollziehen. Über ein Internetportal, per App oder eine kostenpflichtige Rufnummer können Paketempfänger das Paket umverfügen und dafür beispielsweise einen Terminwunsch äußern, der allerdings nur den Tag, nicht aber die Uhrzeit umfasst. Alternativ kann der Paketempfänger eine andere Zustelladresse angeben, das Paket in einem Paketshop zur Abholung hinterlegen lassen oder eine Abstellgenehmigung erteilen.[10] Bei der Nutzung des Service ‚Predict‘ werden Empfänger zudem am Morgen der Zustellung per SMS oder E-Mail informiert, in welchem Zeitfenster das Paket ausgeliefert wird. Für diese digitalen Services wurde DPD mehrfach ausgezeichnet.[11][12]

Nach eigenen Angaben transportieren das Unternehmen und seine Franchise-Partner in 17 europäischen Ländern klimaneutral. Der klimaneutrale Pakettransport ohne Aufpreis für die Kunden startete im Juli 2012 zunächst in Deutschland und sechs anderen Ländern und wurde im Juli 2013 auf zehn weitere Länder ausgedehnt.[13][14]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DPD wurde in einem Test der Stiftung Warentest im Jahr 2010 mit „befriedigend“ bewertet. Gelobt wurde der schnelle Versand der Ware, jedoch kam diese oft beschädigt an. Kundenfreundlichkeit und Service seien nur mäßig.[15]

Auch Ende 2014 wurde DPD erneut von der Stiftung Warentest getestet. Hierbei war DPD Testverlierer – auch diesmal wurde DPD mit „befriedigend“ bewertet. Abwicklung und Onlinedienst seien unterdurchschnittlich. Laut Stiftung Warentest kamen sieben von zwanzig Paketen mit einem Bruch beim Empfänger an. Die Lieferung soll sehr schnell geliefert worden sein.

In dem Buch DIE LASTENTRÄGER kritisierte der Herausgeber Günter Wallraff massiv die Arbeitsbedingungen bei DPD.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dynamic Parcel Distribution – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Personalie: Stabübergabe bei DPD. HUSS-VERLAG GmbH, 27. Februar 2014, abgerufen am 3. März 2014.
  2. DPD-Website: Daten & Fakten, abgerufen am 11. Juli 2016
  3. Website des Unternehmens
  4. DPD-Unternehmensgeschichte – Gründung. DPD-Webseite. Abgerufen am 20. Dezember 2013.
  5. DPD übernimmt deutschen Franchisenehmer DPD Systemlogistik. DPD Pressemitteilung, 9. März 2015, abgerufen am 22. November 2016.
  6. DPD GeoPost kauft verbliebene Anteile. EuroTransportMedia Verlags- und Veranstaltungs-GmbH, 10. Oktober 2016, abgerufen am 22. November 2016.
  7. Achterbahnfahrt für durchreisende Pakete. Trierischer Volksfreund Online, 29. Mai 2012, abgerufen am 4. Dezember 2013.
  8. DPD steigt beim Kurierdienst Tiramizoo ein. Handelsblatt Online, 31. Juli 2013, abgerufen am 20. Dezember 2013.
  9. DPD-Produkte und -Services. Abgerufen am 26. Februar 2014.
  10. DPD Webseite – Paket Navigator. Abgerufen am 9. Mai 2016.
  11. WirtschaftsWoche verleiht "Digital Transformation Award". Verlag Der Tagesspiegel GmbH, 2. Oktober 2015, abgerufen am 9. Mai 2016.
  12. YouGov Website - Pressemitteilung Service-Innovationspreis 2015. Abgerufen am 9. Mai 2016.
  13. DPD weitet klimaneutralen Versand aus. New Business Verlag GmbH & Co. KG, 17. Juli 2013, abgerufen am 12. Februar 2014.
  14. DPD in Zentraleuropa jetzt klimaneutral. Vogel Business Media GmbH & Co. KG, 3. Juli 2012, abgerufen am 12. Februar 2014.
  15. Sammlung von DPD-Testberichten auf Testberichte.de