Eşme

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Eşme
Wappen fehlt
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Eşme (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Uşak
Koordinaten: 38° 24′ N, 28° 59′ OKoordinaten: 38° 24′ 3″ N, 28° 58′ 30″ O
Höhe: 823 m
Einwohner: 14.331[1] (2013)
Telefonvorwahl: (+90) 276
Postleitzahl: 64 xxx
Kfz-Kennzeichen: 64
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Hacı Mustafa Çetin (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Eşme
Einwohner: 36.184[1] (2013)
Fläche: 1.362 km²
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Kaymakam: Çağatay Halim
Webpräsenz (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Eşme ist eine Stadt in der türkischen Provinz Uşak und Hauptort des Bezirks Eşme. Sie ist nach Uşak die größte Stadt der Provinz. Die Stadt ist in fünf Bezirke (Mahalle) aufgeteilt, Elvanlar Mahallesi, Üçeylül Mahallesi, İstasyon Mahallesi, Kemer Mahallesi und Şehit Ali Bey Mahallesi.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 7. Jahrhundert v. Chr. war dieser Ort Herrschaftsgebiet der Kimmerer. Nach den Kimmerern herrschten nacheinander die Lyder, Perser, Makedonen, Seleukiden und die Pergamener. 130 v. Chr. fiel das Gebiet an die Römer, danach gehörte der Ort zum Gebiet des Byzantinischen Reiches. Im Eroberungsfeldzug der Türken fiel Eşme 1233 zusammen mit Uşak unter türkische Herrschaft. Kurz darauf siedelten sich Turkmenen in der Provinz an. Im 19. Jahrhundert existierten auf dem Gebiet des Bezirks die fünf Nahiye von Selendi, Sirge, İnay, Güre und Takmak, die verwaltungsmäßig an das Mutasarrıflık Denizli angeschlossen waren. Aus den Nahiye wurde 1867 ein Kaza, der Vorläufer des heutigen Bezirks gebildet, der nach einem der Turkmenenstämme, den Eşmeli den Namen Eşme erhielt. Hauptort des Bezirks wurde Takmak. Nachdem 1898 die Bahnlinie nach İzmir gebaut worden war, nahm das an der Bahnlinie gelegene Dorf Elvanlar einen wirtschaftlichen Aufschwung, während das Verwaltungszentrum Takmak stagnierte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Takmak und der Bezirk Eşme im Türkischen Befreiungskrieg von den Griechen eingenommen. Am 3. September 1922 konnte Takmak wieder befreit werden. Die Griechen hatten aber die Kleinstadt (Kasaba) Takmak in Schutt und Asche gelegt, so dass auf Anordnung des Generalrats (Genel Meclisi) in Manisa das neue Bezirkszentrum neben der Bahnstation Elvanlar errichtet wurde und den Namen des Bezirks bekam. Takmak sank zu einem Dorf herab. Verwaltungsmäßig wurde der Bezirk an die Provinz Manisa angeschlossen. Als 1953 die Provinz Uşak gegründet und Uşak aus dem Gebiet der Provinz Kütahya herausgelöst wurde, wurde der Bezirk Eşme an die neue Provinz angeschlossen [2].

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fläche des Bezirks Eşme ist mit 1362 km² die zweitgrößte der Provinz. Östlich davon liegen die Bezirke Ulubey und Uşak, im Westen sowie im Norden grenzt Eşme an die Provinz Manisa und im Süden an die Provinz Denizli. Eşme liegt 823 m über NN. Regen ist eher selten. Wälder bestehen nur wenige und diese größtenteils aus Fichten.

Die Stadt liegt 64 km entfernt von Uşak, 42 km von Kula und 42 km von Alaşehir.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die inneren Straßen der Stadt sind größtenteils gut befestigt. Außerhalb der Stadt sind die Straßen oft veraltet und kurvenreich. Eşme liegt an der Bahnlinie Ankara – Izmir.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eşme ist mit 13.849 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Provinz. Der Landkreis hat 36.246 Einwohner, davon 17.906 Männer und 18.340 Frauen.

Die größten Gemeinden des Bezirks sind: Yeleğen (2.584), Ahmetler (1.395), Güllü (1.079),

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haupteinnahmequellen sind Landwirtschaft (Tabak, Getreide), Viehzucht und die Unterstützung durch im Ausland lebende Bürger. Berühmt ist der Ort auch für seine Teppiche. Der in der Umgebung angebaute Tabak wird in Eşme weiterverarbeitet und an türkische Zigaretten-Hersteller verkauft.

Kilim-Festival[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr am 13./14. Mai veranstaltet die Stadt das Kilim-Festival, mit dem sie Werbung für ihre Teppiche machen. Erstmals wurde dieses Fest 1994 veranstaltet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eşme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 5. Dezember 2014 im Internet Archive), abgerufen 27. November 2014
  2. Geschichtsabschnitt auf der Webseite der Gemeinde (Memento des Originals vom 24. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.esme.bel.tr