Eberhard Linke

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Eberhard Linke in seinem Atelier (2006)

Eberhard Linke (* 13. Februar 1937 in Lauban, Schlesien) ist ein deutscher Bildhauer und Medailleur.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eberhard Linke machte 1958 Abitur in Salzgitter und studierte ein Semester Philologie an der Universität Göttingen. Anschließend wechselte er an die Freie Kunstschule in Stuttgart. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Autowäscher und als Garten- und Landschaftsgestalter. Ab dem Wintersemester 1959/60 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seine Lehrer waren Gerhard Gollwitzer und Otto Baum. 1963 machte er das Erste Staatsexamen für Kunsterziehung.

1963/64 arbeitete er als freier Bildhauer weiterhin in der Klasse von Otto Baum. Von 1965 bis 1972 war er Wissenschaftlicher Angestellter in der Fakultät Architektur der TU Braunschweig bei Jürgen Weber. 1972 ging er an die Fachhochschule Rheinland-Pfalz, Abt. I Mainz (später: Fachhochschule Mainz). Dort lehrte Linke, der 1974 zum Professor berufen wurde, bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2002.

1972–1974 baute er ein Gehöft in Saulheim zu seinem Atelier um. 1982 kam ein größeres Atelier in Flonheim hinzu.

Eberhard Linke ist Mitglied in der Darmstädter Sezession, der Pfälzischen Sezession und im Künstlersonderbund in Deutschland. Er lebt und arbeitet in Saulheim und Flonheim.

Seit 1964 ist Eberhard Linke mit der Keramikerin Barbara Hesselbach verheiratet. Aus der Ehe ist ein Sohn hervorgegangen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978: Kunstpreis für Plastik der Südlichen Weinstraße
  • 1979: Westerwaldpreis
  • 1979: Villa Massimo-Preis
  • 1983: Sickingen-Preis für Plastik des Kreises Kaiserslautern
  • 1988: Hakone Award der 2. Internationalen „Rodin Grand Prize Exhibition 1988“
  • 1989: Staatspreis Rheinland-Pfalz für Kunst und Architektur
  • 1996: Kunstpreis Rheinland
  • 2015: Hilde-Broër-Preis für Medaillenkunst[2]
  • 2017: Max-Slevogt-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz[3][4]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mensch im Kreis vor dem Landratsamt Ludwigshafen am Rhein
Kopf und Hand. Iserlohn

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Bildhauer Eberhard Linke. Sein Werk in Selbstzeugnissen (3 Bände), Justus von Liebig Verlag, Darmstadt 2007. ISBN 978-3-87390-232-9

„Rheinhessen ein Gesicht geben“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Rheinhessen ein Gesicht geben“ ist das Motto der „Eberhard und Barbara Linke Stiftung“ zum Rheinhessen-Jubiläumsjahr 2016. Dazu gestaltet Eberhard Linke lebensgroße Porträtbüsten von historischen Persönlichkeiten aus Rheinhessen der Zeit von 1790 bis 1848, die denen von Hanns Dieter Hüsch und Dieter Hildebrandt im Mainzer Kabarett-Archiv entsprechen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eberhard Linke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prof. Eberhard Linke in: Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e. V., abgerufen am 26. März 2014.
  2. medaillenkunst.de: Preise und Ehrungen / Hilde-Broër-Preis für Medaillenkunst 2015 (abgerufen am 19. September 2015)
  3. Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz 2017 S. 665
  4. Katalog der Deutschen Nationalbibliothek: Linke, Eberhard