Ehrenreich Wilhelm Gottlieb von Besser

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Ehrenreich Wilhelm Gottlieb von Besser

Ehrenreich Wilhelm Gottlieb von Besser (* 4. Januar 1740 in Lübben; † 19. Juni 1807 in Königsberg) war ein preußischer Generalleutnant, zuletzt Chef des Infanterieregiments Nr. 14, Kommandant der Festung Gaudenz sowie Erbherr auf Peterwitz und Freistadt in Westpreußen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater war der polnische und kursächsische Oberamtsmann Karl Christoph von Besser (1705–1774), seine Mutter war dessen Ehefrau Johanna Friedericke Eleonore von Kratz († 1754). Der Vater war auch Bürgermeister von Lübben und wurde am 24. März 1768 in den Adelsstand erhoben. Der sächsische Generalmajor Johann Christian Gotthilf von Besser (1737–1806) war sein Bruder.[1]

Militärkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besser wurde 1756 Gefreitenkorporal im Grenadier Garde Bataillon Nr. 6. Er nahm damit am Siebenjährigen Krieg teil und wurde 1761 Sekondeleutnant. Besser hatte dann aber das Pech, König Friedrich II. die schlechte Nachricht von der Kapitulation der Festung Schweidnitz überbringen zu müssen. Daraufhin wurde er kassiert, d. h. entlassen. 1763 wurde Besser wieder angestellt und kam in das Grenadierbataillon „Plotho“ Nr. 4. 1768 wurde er Premierleutnant und kam 1773 als Stabskapitän in das Infanterieregiment „Rohr“. 1776 wurde Besser Kapitän und Kompaniechef. Er nahm am Bayerischen Erbfolgekrieg teil und wurde 1784 Major und Kommandeur der Grenadiere. 1792 wurde er Oberstleutnant und 1794 Oberst. In den Jahren 1794/96 nahm er an den Kämpfen in Polen teil. 1798 wurde er Kommandeur des Infanterieregiments „Mosch“ und 1799 Generalmajor.

Am 1. Oktober 1799 erhielt er das Infanterieregiment „von Burghagen“ als Chef. In der Garnison in Bielefeld baute er eine Regimentsschule und erhielt dafür 1804 den Pour le Mérite. Bereits 1803 erhielt ihn das Infanterieregiment „von Hohenlohe-Ingelfingen“ als Chef. 1806 wurde er Kommandant der Festung Gaudenz, im selben Jahr erhielt er aber auch den Abschied wegen Krankheit. Er wurde 1807 noch Generalleutnant, kurz bevor er im Juni starb.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besser war zweimal verheiratet. Seine erste Frau wurde 1766 Helene Dorothea von der Schulenburg (* 4. Dezember 1737; † 1781) aus dem Haus Piskaborn. Das Paar hatte folgende Kinder:

Seine zweite Frau wurde 1783 Anna Amalie von Beneckendorf († 11. August 1809), verwitwete von Diericke.[3]

Aus dieser Ehe ging eine Tochter hervor:

  • Amalie (* 1787; † 6. Januar 1822) ∞ 1804 Christian von Graevenitz (* 4. Dezember 1777; † 13. September 1847)[4], preußischer Oberstleutnant, Herr auf Marienhof im Kreis Fischhausen[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Johannes Gallandi: Altpreußisches Adelslexikon. 4. Lieferung. In: W. Gaerte (Hrsg.): Prussia. Zeitschrift für Heimatkunde und Heimatschutz. Band 31, Königsberg 1935, S. 99
  2. Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der Preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. (= Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin, Band 85). K. G. Saur, Walter de Gruyter, 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, Teil 2, S. 901, Digitalisat
  3. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues preussisches Adels-Lexicon, Band 1, S. 31, Digitalisat
  4. Christian von Graevenitz bei schlossarchiv.de