Eisbären Juniors Berlin

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Eisbären Juniors Berlin
Eisbären Juniors Berlin
Größte Erfolge
Vereinsinformationen
Geschichte EHC Neue Eisbären Berlin (1997–2000)
Eisbären Juniors Berlin (seit 2000)
Stammverein Eisbären Juniors Berlin e.V.
Vereinsfarben Dunkelblau-Weiß
Liga Bundesliga (Frauen)
Regionalliga Ost (Herren)
Deutsche Nachwuchsliga (Nachwuchs)
Spielstätte Wellblechpalast
Kapazität 4.695 Plätze (davon 1.600 Sitzplätze)
Geschäftsführer Marc Dannbeck

Die Eisbären Juniors Berlin sind ein Eishockey- und Eisschnelllaufverein aus Berlin. Die Eisbären Juniors bilden im Eishockeysport den Amateur- und Nachwuchsbereich der Eisbären Berlin und gelten als wirtschaftlich eigenständig. Trotzdem ist der Verein – vor allem aufgrund recht geringer Zuschauerzahlen – von Zahlungen der Eisbären Berlin abhängig. Seit 2000 lautet die offizielle Bezeichnung des Vereins Eisbären Juniors Berlin e.V. Das Konzept der Eisbären Juniors ist es, junge und talentierte Spieler an das professionelle Eishockey heranzuführen. Dazu wurde bis 2009 ein Farmteam der Profimannschaft nach nordamerikanischem Vorbild unterhalten, welches 2004 in die drittklassige Oberliga aufsteigen konnte. Im Sommer 2009 wurde auf Grund der veränderten Struktur der Deutschen Nachwuchsliga DNL das Oberligateam zurückgezogen.

Der Eisschnelllauf-Abteilung gehörten unter anderem Claudia Pechstein[1] und Monique Angermüller an.[2]

Neben dem Eishockey und dem Eisschnelllauf gibt es seit Dezember 2016 die Floorballabteilung der Eisbären Juniors.[3]

Abteilung Eishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1997 wurde für den Nachwuchs- und Amateurbereich der Eisbären Berlin der EHC Neue Eisbären Berlin gegründet. Nach der Saison 1999/00, in der die Eishockeyseniorenmannschaft des EHC Neue Eisbären an der Oberliga Nord teilnahm, ging der Verein in Konkurs, und als Nachfolger wurden die Eisbären Juniors gegründet.

Als Teilnehmer der Regionalliga Ost 2003/04 stellten die Eisbären Juniors – mit Freigabe des Berliner Eissportverbandes – den Antrag auf Aufnahme in die ESBG und wurden für die Saison 2004/05 in der Oberliga Nord aufgenommen. Dort spielten sie bis 2009 und konnten dabei nie die Play-offs erreichen. Stattdessen nahm die Mannschaft häufig an der Abstiegsrunde teil.

Darüber hinaus besitzt der Verein sieben verschiedene Nachwuchsmannschaften, darunter fallen die Laufschule, die Bambini-, Kleinschüler-, Knaben-, Schüler-, Jugend- sowie die Juniorenabteilung. Die Mannschaften spielen teilweise in den Nachwuchsbundesligen des Deutschen Eishockey-Bundes.

Nach dem Ende der Saison 2008/09 gaben die Eisbären Berlin bekannt, das Oberligateam der Juniors aufzulösen und im Rahmen von Förderlizenzen talentierte Spieler an den Zweitligisten Dresdner Eislöwen oder den Regionalligisten FASS Berlin auszuleihen. 2017 wurde die langjährige Zusammenarbeit mit FASS Berlin beendet und eine Nachwuchsmannschaft in der Berliner Landesliga gemeldet.[4]

Deutsche Nachwuchsliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eisbären Juniors Berlin stellen seit 2000[5] eine Mannschaft in der Deutschen Nachwuchsliga[6] und konnten dort mehrfach die Vizemeisterschaft feiern.

Fraueneishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2017 wechselte die komplette Fraueneishockey-Mannschaft des OSC Berlin zu den Eisbären Juniors, um mehr Aufmerksamkeit und Sponsorengelder für das Berliner Fraueneishockey zu erreichen.[4][7] In der Saison 2018/19 belegte das Team den fünften Platz der Hauptrunde und sicherte sich in den anschließenden Play-downs den Klassenerhalt, 2019/20 nahmen die Eisbären-Frauen erstmals an den Play-Offs teil, mussten sich aber im 3. Spiel des Halbfinals dem ESC Planegg geschlagen geben.

Saison Liga Platzierung Endrunde
2017/18 Bundesliga 6. Platz
2018/19 Bundesliga 5. Platz (Hauptrunde) Klassenerhalt in Play-Downs
2019/20 Bundesliga 4. Platz Halbfinale

Herren-Amateurmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Eisbären Juniors spielt auch ein Amateur-Herrenteam. Von 2003 bis 2009 galt die Amateurmannschaft als "Farmteam" der Profimannschaft der Eisbären Berlin und spielte zuletzt in der Oberliga. Seit 2017 haben die Eisbären Juniors wieder eine Herrenmannschaft, die 2017/18 bis 2018/19 in der Landesliga Berlin und 2019/20 in der Regionalliga Ost spielte.

Saison Liga Platzierung Bemerkungen
2003/04 Regionalliga 4. Platz (Hauptrunde Ost)
9. Platz (Endrunde)
2004/05 Oberliga 6. Platz (Hauptrunde)
6. Platz (Meisterrunde)
2005/06 Oberliga 15. Platz (Hauptrunde)
1. Platz (Abstiegsrunde)
2006/07 Oberliga 12. Platz (Hauptrunde)
2007/08 Oberliga Nord 8. Platz (Hauptrunde) Nichtabstieg in 2. Runde Play-Downs
2008/09 Oberliga Nord 7. Platz Absteiger, Rückzug nach der Saison
2017/18 Landesliga Berlin 3. Platz
2018/19 Landesliga Berlin 1. Platz Landesliga-Meister, Aufsteiger
2019/20 Regionalliga Ost läuft noch läuft noch

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wellblechpalast

Die Mannschaften der Eisbären Juniors Berlin tragen ihre Heimspiele im Wellblechpalast aus, welcher bis zum Ende der Spielzeit 2007/08 zudem das Profiteam, die Eisbären Berlin, beherbergte. Das Stadion bietet Platz für 4.695 Zuschauer (davon 1.600 Sitzplätze). Sowohl die Nachwuchsspiele als auch die Spiele der Frauen-Bundesliga und Herren-Regionalliga schaffen es jedoch nur selten, mehr als 200 Zuschauer in die Halle zu bringen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Spiegel, Dopingverdacht: Der Fall Pechstein
  2. Tagesspiegel, Monique Angermüller, ..., die für die Eisbären Juniors startet...
  3. Floorballabteilung, auf www.eisbären-juniors.de
  4. a b Claus Vetter: Eishockey: Die Eisbären spielen in der Frauen-Bundesliga. In: tagesspiegel.de. 15. Juni 2017, abgerufen am 18. September 2017.
  5. Eisbären Juniors Berlin U18. In: eliteprospects.com. Abgerufen am 18. September 2017.
  6. Eisbären Juniors Berlin U19. In: eliteprospects.com. Abgerufen am 18. September 2017.
  7. Benedikt Paetzholdt: Frauen im Eisbären-Trikot: Erstes Spiel nach Trikottausch findet am Wochenende statt. In: berliner-zeitung.de. 18. September 2017, abgerufen am 18. September 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]