Elke Krystufek

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Elke Silvia Krystufek (* 1970 in Wien) ist bildende Künstlerin und Autorin in Wien und Berlin.

Leben[Bearbeiten]

Elke Silvia Krystufek studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien von 1988 bis 1993 bei Arnulf Rainer und unterrichtete an folgenden Kunstakademien: Gastprofessur an der Kunstuniversität Linz, 2001-2002, Gastprofessur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, 2005-2006, Professur an der Akademie der Bildenden Künste Wien, 2005-2006. Ihre Arbeit ist ein feministisches Forschungsprojekt, das von feministischen Strategien in der Bildenden Kunst und Literatur inspiriert ist wie zum Beispiel von der Künstlerin VALIE EXPORT und der Schriftstellerin und Filmemacherin Chris Kraus.

Arbeit[Bearbeiten]

Wall of Silence

Elke Silvia Krystufek ist bildende Künstlerin und Autorin. Seit ihrer ersten großen Einzelausstellung in der Wiener Secession im Jahr 1997 arbeitet sie zum Thema Archiv. Ihr dort ausgestellter Bilderatlas von postkartengroßen Photographien mit dem Titel I am your mirror nahm Anleihen bei Nan Goldin und Gerhard Richter. Mit der Ausstellung Liquid Logic im MAK unter der damaligen Direktion von Peter Noever, der ihr Zugang zu allen Museumsdepots gewährte, zog sie Vergleiche zwischen einer thematisch angeordneten Auswahl von zum Teil noch nie gezeigten Stücken aus den Depots und der Biographie des 1975 verschwundenen holländisch-amerikanischen Künstlers Bas Jan Ader. Ausschnitte eines Spielfilms, den sie im Zusammenhang mit der Ausstellung auf der Osterinsel drehte, sind im Zusammenhang mit einem Vortrag der Künstlerin im Brooklyn Museum in New York auf YouTube zu sehen. 2009 repräsentierte sie Österreich im Österreichischen Pavillon bei der 53. Biennale Venedig zusammen mit Dorit Margreiter und Franziska und Lois Weinberger, wo sie sich mit dem kunsthistorisch seltenen Phänomen eines von einer heterosexuellen Frau gemalten männlichen Aktmodels und Friedrich Wilhelm Murnaus letztem Film Tabu auseinandersetzte. Seit der Einzelausstellung im Februar 2011 verwaltet Susanne Vielmetter Los Angeles Projects einen Teil des Elke Silvia Krystufek Archivs zum Thema Immigration. Am 13. April 2011 wurde das Theaterstück „Hub“ von Elke Silvia Krystufek in der Garage X, Theater am Petersplatz in Wien uraufgeführt. Am 27. Mai 2011 wurde die erste Arbeit der Künstlerin im öffentlichen Raum, die Außenskulptur Wall of Silence[1] im Schlosspark von Grafenegg auf Wunsch von Tassilo Metternich-Sándor zerstört. Eine Dokumentation der Zerstörung und ein Fragment der Skulptur sind als Schenkung der Künstlerin im Niederösterreichischen Landesmuseum archiviert.

Ausgewählte Einzelausstellungen[Bearbeiten]

  • 1997: I Am Your Mirror, Secession, Wien
  • 2000: Nobody Has To Know, Portikus, Frankfurt am Main
  • 2003: Naked and Mobile, Sammlung Essl, Klosterneuburg
  • 2004: Der soziographische Blick: Blick / View #6 – Elke Krystufek. The constant lover – Faster Than The Speed of Light, Kunstraum Innsbruck
  • 2005: Elke Krystufek Proper Use, MDD - Museum Dhondt-Dhaenens, Deurle
  • 2006/07: Liquid Logic – The height of knowledge and the speed of thought, MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Wien
  • 2008: Für das Glück zuständig, CAMERA AUSTRIA, Graz
  • 2009: the female gaze at the male or unmale man, Galerie Meyer Kainer, Wien
  • 2009/10: Less Male Art, Kestnergesellschaft, Hannover

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • NEIN. Camera Austria, Graz 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wall of Silence". publicart, abgerufen am 2. April 2012.