Ensemble Amarcord

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amarcord

Holger Krause, Martin Lattke, Frank Ozimek, Wolfram Lattke, Daniel Knauft (v. l. n. r.; 2013)
Allgemeine Informationen
Herkunft Leipzig, Deutschland
Genre(s) a cappella, Klassik, Pop
Gründung 1992
Website www.amarcord.de
Gründungsmitglieder
Frank Ozimek
Daniel Knauft
Holger Krause
Dietrich Barth (bis 2007)
Alexander Gosch (bis 1997)
Martin Bayer (bis 1995)
Aktuelle Besetzung
Frank Ozimek
Daniel Knauft[1]
Holger Krause
Wolfram Lattke (seit 1995)
Robert Pohlers (seit 2013)
Ehemalige Mitglieder
Martin Lattke (2006–2013)

Das Ensemble Amarcord (Eigenschreibweise: amarcord) ist ein Vokalensemble aus Leipzig. Es zählt heute zu den führenden Vokalensembles.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ensemble wurde im November 1992 von drei ehemaligen und drei aktiven Mitgliedern des Thomanerchores gegründet. Seinen ersten nichtöffentlichen Auftritt hatte es am 12. Dezember 1992 im damaligen Gästehaus am Park in Leipzig. Das erste Konzert fand am 18. April 1993 in Kohren-Sahlis statt, das 1000. im April 2009.

Unter dem Namen Amarcord (bedeutet „Ich erinnere mich“ im Dialekt der Emilia-Romagna) trat das Ensemble erstmals im Oktober 1993 auf.

Aus der Idee heraus, ihr 5-jähriges Jubiläum zusammen mit anderen Sängern zu feiern, initiierten die Musiker 1997 das Internationale Festival für Vokalmusik „a cappella“, das sich unter der künstlerischen Leitung der Gruppe zu einem der wichtigsten Festivals seiner Art entwickelt hat.

Konzerttourneen führten die Sänger mittlerweile in über 50 Länder auf allen Kontinenten der Erde.

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Repertoire umfasst Gesänge des Mittelalters, Madrigale und Messen der Renaissance, Kompositionen und Werkzyklen der europäischen Romantik und des 20. Jahrhunderts sowie A-cappella-Arrangements weltweit gesammelter Volkslieder und bekannter Songs aus Rock, Pop, Soul und Jazz.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeit des Ensembles wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen gewürdigt. Amarcord erhielt Preise bei den Musikwettbewerben im spanischen Tolosa (2. Preis, 1995), im finnischen Tampere (joint 3. Preis 1999) sowie bei der 1. Chorolympiade im österreichischen Linz (2000). Im Jahr 2000 wurden die Sänger in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler des Deutschen Musikrates aufgenommen und erhielten ein Stipendium. 2002 gewann man den Deutschen Musikwettbewerb, 2004 den Preis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

In den Jahren 2002 und 2006 erhielt amarcord den Contemporary A Cappella Recording Award (CARA) jeweils in den Kategorien „Best classical Album“ und „Best classical song“, das Album „Rastlose Liebe – ein Spaziergang durch das romantische Leipzig“ errang die Auszeichnung Best classical Album im Jahr 2010. Dasselbe Album wurde zudem mit dem ECHO Klassik 2010 in der Kategorie Chorwerk-Einspielung des Jahres – Chor/Ensemblemusik 18./19. Jahrhundert[2] und dem luxemburgischen Supersonic Award (Pizzicato) ausgezeichnet, sowie Anfang 2010 für den MIDEM Classical Award, den wichtigsten Preis der europäischen Schallplattenkritik, nominiert. 2012 erhielt das Ensemble einen weiteren ECHO Klassik in der Kategorie Ensemble des Jahres – Vokalmusik für das Album Das Lieben bringt groß’ Freud![3]

Einen Opus Klassik in der Sparte „Chorwerkeinspielung“ erhielt amarcord 2019 zusammen mit dem Calmus Ensemble Leipzig für ihre gemeinsame Einspielung Leipziger Disputation,[4] u. a. mit der zwölfstimmigen Messe von Antoine Brumel, die 1519 anlässlich der Leipziger Disputation erklungen sein soll.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • insalata a cappella (2001)
  • in adventu Domini (2001)
  • Hear the voice (2001)
  • And So It Goes (2002)
  • ensemble amarcord (2003)
  • Pierre de la Rue – Incessament (2005)
  • Nun komm der Heiden Heiland (2005)
  • Vita S. Elisabeth (2006)
  • The Book of Madrigals (2007)
  • album français (2008)
  • Rastlose Liebe (2009)
  • Johann Sebastian Bach: Markus-Passion BWV 247 (2010), gemeinsam mit der Kölner Akademie
  • Von den letzten Dingen (2010), gemeinsam mit der Cappella Sagittariana Dresden
  • Historia de Compassione Mariae (Marian Office, Hamburg, 15th Century) (2010)
  • Das Lieben bringt groß Freud! (2011), gemeinsam mit dem Leipziger Streichquartett
  • Jauchzet dem Herren alle Welt (2011), gemeinsam mit der Cappella Sagittariana Dresden
  • Franz Liszt: Années de Pèlerinage mit Gesualdo & Marenzio (2011), gemeinsam mit Ragna Schirmer
  • Coming Home for Christmas (2011)
  • Zu S. Thomas (2012)
  • Johann Sebastian Bach – Die Motetten, gemeinsam mit der Lautten Compagney (2012)
  • Folks & Tales (2013)
  • Claudio Monteverdi – Marienvesper (2014)
  • ARMARIUM – Geistliche Vokalmusik aus dem Notenschrank der Thomaner (2015)
  • Leipziger Disputation (2019)
  • Weihnacht (2019)

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sounds like Christmas (2004)
  • amarcord – Ein EnsembleLeben (Film von Christoph Scholz; 2010)
  • amarcord – The Book of Madrigals (2014)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ensemble Amarcord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.lvz.de/Nachrichten/Kultur/Kultur-Regional/Leipziger-Amarcord-Saenger-Daniel-Knauft-ist-als-Impfarzt-unterwegs, abgerufen am 5. März 2021
  2. Echo Klassik: Preisträger 2010 – Amarcord Ensemble, abgerufen am 26. März 2021
  3. Echo Klassik: Preisträger 2012 – amarcord/Leipziger Streichquartett, abgerufen am 26. März 2021
  4. Die OPUS KLASSIK Preisträger 2019. Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V., abgerufen am 13. Oktober 2019..