Entergy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Entergy Corporation
Logo
Rechtsform Corporation
ISIN US29364G1031
Sitz New Orleans, Louisiana, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Leitung Leo Denault (Chairman und CEO)[1]
Mitarbeiter 13.000[2]
Umsatz 11,513 Mrd. US-Dollar[2]
Branche Energieversorgungsunternehmen
Website www.entergy.com
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Entergy Corp. ist ein Strom- und Gasversorger aus den Vereinigten Staaten mit Firmensitz in New Orleans, Louisiana. Das Unternehmen ist im Aktienindex S&P 500 gelistet.

Das Unternehmen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Harvey C. Couch gegründet. Von 1949 bis 1989 war das Unternehmen Entergy unter dem Firmennamen Middle South Utilities, Inc bekannt.

Das Unternehmen wurde von den Auswirkungen des Hurrikans Katrina schwer getroffen.

Kraftwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entergy betreibt Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von etwa 30 GW.[2]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen wichtige Informationen. Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.

Kernkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entergy ist in den USA mit ca. 10.000 Megawatt der zweitgrößte Atomstromproduzent aller Elektrizitätsversorger.

Dem Unternehmen gehören die folgenden 9 Kernkraftwerke:[3]

Nichtsdestotrotz ist die Kernenergiesparte des Unternehmens wirtschaftlich und politisch angeschlagen. Die meisten Reaktoren sind aus unterschiedlichen Gründen von einer vorzeitigen Stilllegung betroffen oder bedroht:

  • Am 29. Dezember 2014 wurde das Kernkraftwerk Vermont Yankee (ein Siedewasserreaktor) heruntergefahren, nachdem der Betreiber diesen Schritt am 1. September 2013 angekündigt hat. Als Grund wurden wirtschaftliche Überlegungen angegeben. Die Anlage befand sich in einem schlechten Zustand, hatte ein Tritium-Leck, war kaum wettbewerbsfähig und einem starken Gegenwind von der Landesregierung von Vermont ausgesetzt.
  • Am 2. November 2015 erklärte das Unternehmen, dass es nicht beabsichtigt, das Kernkraftwerk Fitzpatrick (ein Siedewasserreaktor) im Jahr 2016 mit neuem Brennstoff bestücken. Stattdessen möchte das Unternehmen den Reaktor Ende 2016 oder Anfang 2017 stilllegen. Die Anlage fuhr auf Grund der starken Konkurrenz durch Erdgas Verluste ein.
  • Am 13. Oktober 2015 gab das Unternehmen an, das Kernkraftwerk Pilgrim (ein Siedewasserreaktor) zum 1. Juni 2019 oder zu einem früheren Datum stillzulegen. Die Anlage fuhr auf Grund der starken Konkurrenz durch Erdgas und subventionierte erneuerbare Energien Verluste ein, zudem war ihre Sicherheitsbewertung von der US-Atomaufsichtsbehörde nach Störfällen auf die zweitniedrigste Stufe herabgestuft worden.
  • Auf Grund seiner geringen Wettbewerbsfähigkeit und seines schlechten Zustandes ist das Kernkraftwerk Palisades (ein Druckwasserreaktor) akut von einer Stilllegung bedroht.
  • Beide Blöcke im Kernkraftwerk Arkansas One (zwei Druckwasserreaktoren) haben von der NRC auf Grund eines tödlichen Unfalls im Jahre 2013 die zweitschlechteste Sicherheitsbewertung auf der Skala der Behörde erhalten. Gemeinsam mit der im Jahr 2015 herabgestuften und von Entergy mittlerweile zur Stilllegung vorgesehenen Anlage Pilgrim rangieren sie somit nur eine Kategorie über einer staatlich verordneten, zwangsweisen Abschaltung.
  • Die Kernkraftwerke Waterford, River Bend und Grand Gulf stehen zwar nicht in der Debatte über eine frühzeitige Abschaltung, aber aus multiplen Gründen ebenfalls potenziell bedroht. Zum Einen sind letztere beiden als General Electric-Siedewasserreaktoren in ihrer Bauart den Blöcken im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi ähnlich, zum anderen bestehen alle drei Anlagen aus jeweils nur einem Reaktorblock, ein Umstand, der bei einem starken Wettbewerb auf dem Strommarkt die Rentabilität einzelner Anlagen schmälert. Zudem lagen Waterford und River Bend 2009 im Einzugsgebiet von Hurrikan Katrina. Da seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima der Einfluss von Naturkatastrophen auf Atomanlagen zum Ziel von Debatten geworden ist, könnte bezüglich einer Abschaltung dieser Anlagen jederzeit eine politische Debatte entstehen.

Auf Grund dieser Umstände und Entergys Unternehmenspolitik der letzten Jahre ist durchaus denkbar, dass sich das Unternehmen trotz seiner Position als zweitgrößter Wettbewerber in diesem Segment, in Zukunft zu weiten Teilen aus dem Atomgeschäft zurückziehen wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Entergy Executive Team Bios
  2. a b c Form 10-K 2015
  3. Entergy – Company History (englisch) Entergy Corporation. Abgerufen am 27. Juli 2008.

Koordinaten: 29° 56′ 55″ N, 90° 4′ 35″ W