Chemnitz-Erfenschlag

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Wappen von Erfenschlag
Wappen von Chemnitz
Erfenschlag
Stadtteil und Statistischer Stadtteil Nr. 44 von Chemnitz
Lage des statistischen Stadtteils Erfenschlag in Chemnitz
Koordinaten 50° 47′ 15″ N, 12° 57′ 5″ OKoordinaten: 50° 47′ 15″ N, 12° 57′ 5″ O.
Fläche 2,44 km²
Einwohner 951 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 390 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jul. 1950
Postleitzahl 09125
Vorwahl 0371

Erfenschlag ist ein süd-östlich gelegener Ortsteil von Chemnitz. Er ist ca. 8 km vom Stadtzentrum entfernt und grenzt an die Chemnitzer Stadtteile Reichenhain, Adelsberg, Einsiedel, Harthau und Altchemnitz. Erfenschlag zählt 1038 Einwohner (Stand: Oktober 2004) und ist damit der Stadtteil mit der kleinsten Einwohnerzahl.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der deutschen Ostexpansion wurde Erfenschlag als Waldhufendorf gegründet. Im Jahr 1402 wird der Ort in Verbindung mit der „Erfenslegere straße“ erstmals erwähnt. Weitere Erwähnungen fanden 1439 (als „Erfferslag“) und 1486 (als „Erfferslagk“) statt. Der Name bedeutet so viel wie „Rodungsinsel eines Erfers“. Bereits ab dem 13. Jahrhundert war Erfenschlag der Herrschaft Einsiedel lehnspflichtig. 1446 unterstand der Ort noch der Pflege Schellenberg, rund 40 Jahre später kam der Ort an das Amt Wolkenstein. Seit 1539 ist Erfenschlag nach Einsiedel gepfarrt. Im Jahr 1832 wechselte Erfenschlag zum Amt Chemnitz[1], dann 1856 zum Gerichtsamt Chemnitz. Das Dorf gehörte 1874 zur Amtshauptmannschaft Chemnitz. Am 1. Juli 1950 wurde Erfenschlag nach Chemnitz eingemeindet.

Bereits 1808 entstand hier eine der ersten sächsischen Spinnmühlen. Sie wurde vom Chemnitzer Handelshaus Schnabel & Co. gegründet. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Spinnmühle stark beschädigt, worauf sie 1959 abgebrochen wurde.

Erfenschlag war schon ab 1539 nach Einsiedel gepfarrt und besitzt keine eigene Kirche. Im Jahr 2000 wurde die Schwesternkirchgemeinde EinsiedelReichenhain mit Erfenschlag und Berbisdorf gebildet.

Am 1. Juli 1950 wurde Erfenschlag eingemeindet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Chemnitz-Erfenschlag (2016)

Durch den Ort führen die Staatsstraße 232 (Chemnitz–Ehrenfriedersdorf) sowie die Eisenbahntrasse der Zwönitztalbahn (Chemnitz–Aue). Weiterhin ist Erfenschlag durch verschiedene Möglichkeiten gut an das Netz des ÖPNV angebunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erfenschlag. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 2. Band. Schumann, Zwickau 1815, S. 445 f.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Chemnitzer Amtsorte im 19.Jahrhundert im "Handbuch der Geographie"