Chemnitz-Röhrsdorf

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Wappen von Röhrsdorf
Wappen von Chemnitz
Röhrsdorf
Stadtteil und Statistischer Stadtteil Nr. 96 von Chemnitz
Lage des statistischen Stadtteils Röhrsdorf in Chemnitz
Koordinaten 50° 51′ 40″ N, 12° 50′ 15″ OKoordinaten: 50° 51′ 40″ N, 12° 50′ 15″ O.
Fläche 12,22 km²
Einwohner 2991 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 245 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1999
Postleitzahl 09247
Vorwahl 03722
Verkehrsanbindung
Autobahn A4 A72
Bundesstraße B95

Röhrsdorf, mit dem Ortsteil Löbenhain (eingemeindet am 1. Juli 1901),[1] ist ein westlicher Stadtteil der Stadt Chemnitz. An ihm grenzen die Stadtteile Wittgensdorf, Borna-Heinersdorf, Rottluff, Rabenstein und Grüna sowie der Stadtteil Kändler der Stadt Limbach-Oberfrohna und die Gemeinde Hartmannsdorf. Höchste Erhebung ist das Wasserhaus (402 m). Direkt an der Flurgrenze zu Borna-Heinersdorf befindet sich der 1992 eröffnete Einkaufspark „Chemnitz-Center“. Die ehemals selbständige Gemeinde wurde 1999 in die Stadt Chemnitz eingemeindet.

Bauwerke und Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Grundschule Röhrsdorf befindet sich der am 19. November 1911 geweihte Märchenbrunnen.[2] Das Wasserspiel aus Sandstein ist etwa 3,50 Meter hoch. In der Mitte des Brunnens steht auf einer Säule ein in Bronze gegossenes Mädchen, welches einem Kind aus einem Buch vorliest. Auf dem Brunnenrand sitzen vier Figuren aus den Märchen Der Hase und der Igel, Katze und Maus, Froschkönig und Von dem Tode des Hühnchens. Der Brunnen war ein Geschenk des Bildhauers Arthur Lange an seinen Geburtsort.

In Röhrsdorf stehen zwei Kursächsische Postmeilensäulen. An der Kreuzung Chemnitzer Straße Ecke Leipziger Straße befindet sich die rekonstruierte Ganzmeilensäule Nr. 32 aus dem Jahr 1723. Im Juli 2007 wurde im Ortsteil Löbenhain am Rande der ehemaligen B 95 eine Nachbildung des Viertelmeilensteins Nr. 31 aufgestellt. Das Material des Steines ist Hilbersdorfer Porphyr. Das Original des Steines wurde bereits 1723 errichtet.

Auf Röhrsdorfer Gemarkung in Richtung Rabenstein steht das Sühnekreuz zum Schäferstein, auch nur als Schäferstein oder Schäferkreuz bekannt. Einst soll dort in der Nähe ein Schäfer aus Rabenstein von Röhrsdorfer Bauern erschlagen worden sein, weil er seine Schafe auf ihren Wiesen hatte weiden lassen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umspannwerk für 380 kV, Ausgangspunkt einer 380 kV-Leitung zum Umspannwerk Hradec (2 Stromkreise mit je 1320 MW-Übertragungskapazität) in Tschechien.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Norden des Stadtteils führt die ehemalige B 95 über Borna in Richtung Leipzig. Südöstlich kreuzt sich am Autobahnkreuz Chemnitz die A 4 mit der A 72. Die zurzeit entstehende Verlängerung der A 72 führt derzeit bis nach Borna und mündet dort in die B95.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Steche: Röhrsdorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 7. Heft: Amtshauptmannschaft Chemnitz. C. C. Meinhold, Dresden 1886, S. 55.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  2. Abbildung in "Die Kunst für alle", Band XXVII, 1912, Seite 527

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chemnitz-Röhrsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Röhrsdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen