Erich Stern

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Erich Stern (* 1889 in Berlin; † 1959 in Zürich) war ein deutscher Psychiater, Psychologe und Pädagoge, der insbesondere durch seine Veröffentlichungen über Themen der Psychosomatik bekannt wurde.

Kurzbiographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Stern wurde 1889 in Berlin geboren. Zwischen 1909 und 1915 studierte Stern Technik und Medizin in Berlin, Lausanne, Karlsruhe und Straßburg. 1915 erfolgte die Promotion zum Dr. med. in Straßburg, 1917 zum Dr. phil. in Gießen. 1920 wurde Stern in experimenteller Psychologie und Pädagogik in Gießen habilitiert. Und wurde dort 1924 Professor für Philosophie und Pädagogik. 1927 wurde er Dozent am Pädagogischen Institut und Vorstand des Instituts für Psychologie, Jugendkunde und Heilpädagogik in Mainz. 1933 wurde Erich Stern wegen seiner jüdischen Herkunft nach §4 BBG entlassen und emigrierte nach Paris, und arbeitete dort bis 1940 an der clinique de neuro-psychiatrie infantile der Sorbonne als assistant étranger. Er überlebte die Besatzung durch die Nazis in Südfrankreich und schloss sich ab 1940 der Résistance an. Von 1950 bis 1955 arbeitete er an der Faculté Médécine der Sorbonne. 1948 war er Attaché, 1950–1956 Chargé de Recherches am Centre National de la Recherche Scientifique. Danach Übersiedlung nach Kilchberg bei Zürich. Erich Stern starb 1959 in Zürich.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Les conflits de la vie causes de maladies. éd. Payot, 1955.
  • Lebenskonflikte als Krankheitsursachen. Verlag Kindler, 1968.
  • Experimentelle Persoenlichkeitsanalyse nach dem Murray-Test (T.A.T.). Beschreibung, Anwendung, Interpretation und diagnostische Bedeutung. Rascher, Zuerich 1952.
  • Jugendpsychologie. Eine Einfuehrung in die Psychologie der Entwicklung von der Geburt bis zum Abschluss der Pubertaet. 5. Auflage. Hippokrates, Stuttgart 1951.
  • Seelische Stoerungen und Schwererziehbarkeit bei Kindern und Jugendlichen. Hirt, Breslau 1932.
  • Die Unverheirateten. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1957.

Literatur über Erich Stern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. Putzke, E. Brähler: Erich Stern und die Spezifitätsdebatte. In: A. E. Meyer, U. Lamparter (Hrsg.): Pioniere der Psychosomatik. Asanger, Heidelberg 1994.
  • M. Putzke, E. Brähler: Erich Stern - Ein im Exil vergessener Pionier der Psychosomatik. In: A. E. Meyer, U. Lamparter (Hrsg.): Pioniere der Psychosomatik. Asanger, Heidelberg 1994.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]