Ernst Opgenoorth

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Ernst Opgenoorth (* 12. Februar 1936 in Kleve) ist ein deutscher Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Opgenoorth wurde als Sohn eines Finanzbeamten geboren. Von 1956 bis 1962 studierte er Geschichte, Philosophie und Publizistik an der Universität Bonn und der Freien Universität Berlin. 1962 legte er sein erstes Staatsexamen für das Lehramt ab und wurde bei Walther Hubatsch[1] an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn mit der Dissertation Die Ballei Brandenburg des Johanniterordens im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation zum Dr. phil. promoviert. 1971 habilitierte er sich mit der Arbeit Friedrich Wilhelm. Der große Kurfürst von Brandenburg. Eine politische Biographie. Danach war er zunächst journalistisch tätig. Er war dann bis 2001 Professor für Mittlere und Neuere Geschichte am Historischen Seminar; ab 1975 Vertrauensdozent der Friedrich-Naumann-Stiftung.

Von 1963 bis 1970 gehörte er der Wissenschaftlichen Kommission der BRD für die 13. Europäische Kunstausstellung über den Johanniterorden in Valletta/Malta an. Er war Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft zur Preußischen Geschichte, in deren Vorstand er von 1973 bis 1992 war. Von 1983 bis 1998 war er Vorstandsmitglied der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung. Darüber hinaus wurde er Mitglied der Preußischen Historischen Kommission.[2]

Opgenoorth ist verwitwet und Vater von zwei Söhnen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Ballei Brandenburg des Johanniterordens im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation (= Jahrbuch der Albertus-Universität zu Königsberg, Preußen. Beiheft 24). Holzner, Würzburg 1963.
  • "Ausländer" in Brandenburg-Preussen als leitende Beamte und Offiziere 1604–1871 (= Jahrbuch der Albertus-Universität zu Königsberg, Preußen. Beiheft 28). Holzner, Würzburg 1967.
  • Einführung in das Studium der neueren Geschichte. Mit einem Geleitwort von Walther Hubatsch, Westermann, Braunschweig 1969. (mit Günther Schulz, 7. vollständig neu bearbeitete Auflage, Schöningh (UTB), Paderborn 2010, ISBN 978-3-8252-1553-8)
  • Friedrich Wilhelm. Der große Kurfürst von Brandenburg. Eine politische Biographie. Mehrbändig, Musterschmidt, Göttingen u.a. 1972/78.
  • Band 1: 1620–1660 (1972).
  • Band 2: 1660–1688 (1978).
  • Volksdemokratie im Kino. Propagandistische Selbstdarstellung der SED im DEFA-Dokumentarfilm 1946–1957. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1984, ISBN 3-8046-8644-3.
  • mit Konrad Repgen, Michael Salewski: In memoriam Walther Hubatsch. Reden gehalten am 21. November 1985 bei der akademischen Gedenkfeier der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (= Alma mater. 61). Bouvier. Bonn 1986, ISBN 3-416-09156-6.
  • Handbuch der Geschichte Ost- und Westpreußens (= Einzelschriften der Historischen Kommission für Ost- und Westpreußische Landesforschung. Band 10). Im Auftrag der Historischen Kommission für ost- und Westpreußische Landesforschung, Mehrteilig, Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 1994 ff.
  • Teil 1: Von der Teilung bis zum schwedisch-polnischen Krieg, 1466–1655 (1994, ISBN 3-922296-77-7).
  • Teil 2: Vom schwedisch-polnischen Krieg bis zur Reformzeit, 1655–1807 (1996, ISBN 3-922296-88-2).
  • Teil 3: Von der Reformzeit bis zum Vertrag von Versailles, 1807–1918 (1998, ISBN 3-932267-09-5).
  • Teil 4: Vom Vertrag von Versailles bis zum Ende des zweiten Weltkrieges, 1918–1945 (1997, ISBN 3-932267-06-0).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Opgenoorth: Die Ballei Brandenburg des Johanniterordens im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation. Würzburg 1963, S. 27.
  2. Vademekum der Geschichtswissenschaften. 1. Ausgabe 1994/95, Steiner, Stuttgart 1994, S. 409.