Eurodollar

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Als Eurodollar werden auf US-Dollar lautende Bankeinlagen mit einer Laufzeit bis zu sechs Monaten bezeichnet, die bei Banken außerhalb der USA liegen. Diese Einlagen unterliegen nicht der Kontrolle und der Mindestreservenpolitik der Federal Reserve Bank (Fed), wodurch höhere Zinsen an die Einleger gezahlt werden können.[1]

Der Eurodollarmarkt gehört zum Eurogeldmarkt, der zusammen mit dem Eurokreditmarkt und dem Eurokapitalmarkt den Euromarkt bildet. Der Euromarkt darf nicht mit der europäischen Gemeinschaftswährung Euro verwechselt werden.[2]

Die Entstehung des Eurodollarmarktes in den 1950er Jahren ist auf das wachsende Handelsbilanzdefizit der USA sowie den Marshall-Plan zurückzuführen, in deren Folge das Vermögen in US-Dollar außerhalb der USA kontinuierlich anstieg. Folgerichtig werden Eurodollar-Einlagen zur Geldmenge M3 gezählt.[3][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eurodollar: Markt ohne Netz. In: Der Spiegel. Nr. 44, 1969, S. 152–157 (online).
  2. Wolfgang Poppitz, Stephan Schöning: Euromärkte. In: Gabler Wirtschaftslexikon, 19. Februar 2018.
  3. Einführung in den Handel mit Eurodollar-Futures – TalkingOfMoney.com – Finanz- und Investitionszeitschrift. In: TalkingOfMoney.com – Finanz- und Investitionszeitschrift. (talkingofmoney.com [abgerufen am 15. September 2018]).
  4. kanopiadmin: Death of M3: The Fifth Anniversary | Jire Sekar. In: Mises Institute. 22. November 2010 (mises.org [abgerufen am 15. September 2018]).