Eva Christiansen

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Eva Christiansen (* Juli oder August 1970 in Köln) ist eine leitende Mitarbeiterin der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt. Christiansen ist Leiterin der Abteilung Politische Planung, Innovation und Digitalpolitik im Bundeskanzleramt sowie Redenschreiberin.[1] Sie gehört zum engsten Kreis der Bundeskanzlerin, wie auch Büroleiterin Beate Baumann.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eva Christiansen besuchte das Städtisches Gymnasium Hennef.[3] Anschliessend studierte sie Volkswirtschaftslehre und schloss das Studium an der Universität Bonn mit dem Diplom ab. Ab 1994 arbeitete sie als Assistentin eines Wirtschaftsprüfers und wechselte 1996 in ein Umwelttechnologie-Unternehmen.[4] 1997 trat sie in die CDU ein und wurde im folgenden Jahr vom damaligen Generalsekretär Peter Hintze als stellvertretende Parteisprecherin eingestellt. 1999 rückte Christiansen zur ersten Sprecherin auf.[5]

Als 2002 Angela Merkel den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion übernahm, wechselte Christiansen von der Parteizentrale ins Jakob-Kaiser-Haus.

Etwa zum Zeitpunkt der Regierungsübernahme verabschiedete sich Eva Christiansen in die Babypause. Nach der Geburt ihrer Tochter kehrte sie zunächst auf eine Teilzeitstelle als Medienberaterin der Kanzlerin zurück. Seit März 2010 ist sie Leiterin des Stabs „Politische Planung, Grundsatzfragen, Sonderaufgaben“ und weiterhin des Referats „Medienberatung“ im Bundeskanzleramt.[6] Christiansen ist außerdem seit Juli 2012 Mitglied des ZDF-Fernsehrats. Zuvor hatte sie dem Rundfunkrat der Deutschen Welle angehört.

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Im August 2017 bestätigte die CDU-Bundesgeschäftstelle Recherchen der Welt am Sonntag, dass Christiansen und weitere Mitarbeiter des Kanzleramts während des Wahlkampfs zur Bundestagswahl eine vom Kanzleramt genehmigte Nebentätigkeit für die Partei im Rahmen eines Minijobs auf Basis 450 Euro ausüben.[7] Die SPD beantragte daraufhin eine Überprüfung durch den Bundestagspräsidenten und den Bundesrechnungshof.[8] Bundestagspräsident Norbert Lammert versprach den Sachverhalt zu prüfen.[9]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eva Christiansen ist verheiratet und hat eine Tochter.[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robin Alexander: Eva Christiansen: Angela Merkel schafft neue Abteilung für enge Vertraute. In: DIE WELT. 24. April 2018 (welt.de [abgerufen am 24. April 2018]).
  2. Die Frau, die es für Merkel richten soll. sueddeutsche.de, 8. März 2010
  3. "Girls Camp im Kur-Theater" kurtheaterhennef.de vom 20. April 2010
  4. Ansgar Graw: Die Rückkehr der Merkel-Flüsterin Porträt in der Welt vom 14. Mai 2007
  5. Marc Kayser: Mitarbeiterin der Woche. In: Die Zeit, Nr. 14/2000
  6. Organigramm des Bundeskanzleramtes (PDF) abgerufen am 5. Mai 2014
  7. welt.de
  8. welt.de
  9. "Lammert prüft Merkels Minijobber" rp-online vom 23. August 2017
  10. Mirjam Hecking: "Diese Frau entscheidet über Deutschlands digitale Zukunft" Manager-Magazin vom 25. April 2018