Ewald

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Ewald, mit den (seltenen) Varianten Ewalt, Ewaldt und Evald, ist ein alter deutscher, männlicher Vorname, der heute auch als Familienname in Gebrauch ist.

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name ist, wie zahlreiche andere alte deutsche Vornamen auch, ein zweigliedriger Personenname, und zwar aus dem althochdeutschen Substantiv ewa mit der Grundbedeutung 'Gesetz, Recht, Ordnung' und dem ebenfalls althochdeutschen Verb waltan mit der Bedeutung walten, (be-)herrschen, regieren, bewachen.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ewald kam im frühen Mittelalter als Heiligenname auf; er war der Name der beiden Brüder Ewaldi, zweier angelsächsischer Missionare, die der Legende nach im 7. Jahrhundert bei Aplerbeck erschlagen wurden.

Der Name war zunächst nur im Verehrungsgebiet der beiden Heiligen verbreitet, nämlich in Westfalen, im Rheinland und (in der Form Ewout) in angrenzenden Teilen der Niederlande. Erst ab dem 18. Jahrhundert wurde er im ganzen deutschsprachigen Raum verwendet.

Namenstag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist am 3. Oktober, so wie ursprünglich auch in den Bistümern Paderborn und Münster; in Köln aber am 22. Oktober.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evaldas, litauisch
  • Evald, russisch
  • Ēvalds, lettisch

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

sowie

  • Schwarzer Ewald und Weißer Ewald, englische Missionare und Märtyrer, siehe Brüder Ewaldi

Familienname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

E[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

F[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

G[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Ewald (1926–1973), deutscher Politiker (SED)
  • Gerhard Ewald (1927–1997), deutscher Kunsthistoriker
  • Gottfried Ewald (1888–1963), deutscher Psychiater und Hochschullehrer
  • Günter Ewald (1929–2015), deutscher Mathematiker und Hochschullehrer
  • Gustav Ewald (1895–1983), deutscher Unternehmer und Technikhistoriker

H[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

J[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Ewald (dänisch Carl Ewald; 1856–1908), dänischer Schriftsteller
  • Klaus Ewald (* 1941), Schweizer Geograf und Hochschullehrer

L[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

M[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Ewald (1926–2002), deutscher Sportfunktionär
  • Marcel Ewald (* 1983), deutscher Ringer
  • Marina Ewald (1887–1976), deutsche Pädagogin und Leiterin der Schule Schloss Salem
  • Markus Ewald (* 1964), deutscher Politiker
  • Minna Ewald (1808–1840), Tochter von Carl Friedrich Gauß und Ehefrau von Heinrich Ewald

O[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

P[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

R[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

T[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor Ewald (1874–1923), dänischer Schriftsteller und Übersetzer

W[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. G. Köbler: Althochdeutsches Wörterbuch, 1993. Onlineversion; Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 1. Januar 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/homepage.uibk.ac.at

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]