Extensive Größe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine extensive Größe ist eine Zustandsgröße, die sich mit der Größe des betrachteten Systems ändert. Beispiele hierfür sind Masse, Stoffmenge, Volumen, Entropie sowie die thermodynamischen Potentiale (innere Energie, freie Energie, Enthalpie und freie Enthalpie). Das Gegenstück der extensiven Größe ist die intensive Größe.

Die Abhängigkeit einer Größe vom betrachteten System kann beispielsweise anhand zweier identischer Systeme, die durch eine Zwischenwand getrennt sind, nachvollzogen werden. Hebt man diese Trennung auf und erweitert die Betrachtung auf das gesamte System, so wird der Unterschied zwischen intensiven und extensiven Größen deutlich: alle Größen, die nun den gleichen Wert wie vor der Entfernung der Zwischenwand besitzen, sind intensive Größen; hingegen sind alle Größen, die nun einen anderen Wert besitzen, extensive Größen.

Bildet man den Quotienten aus zwei extensive Größen desselben Systems, so erhält man eine intensive Größe.

  • Bezieht man eine extensive Größe auf das Volumen, so bekommt man als intensive Größe eine Dichte. Beispiel: Zur extensiven Teilchenzahl gehört die intensive Teilchendichte .
  • Bezieht man eine extensive Größe auf die Masse, so bekommt man als intensive Größe eine spezifische Größe. Beispiel: Zur extensiven Wärmekapazität gehört die spezifische Wärmekapazität .
  • Bezieht man eine extensive Größe auf die Stoffmenge, so bekommt man als intensive Größe eine molare Größe. Beispiel: Zur extensiven Masse gehört gehört die molare Masse .

Viele – aber nicht alle – extensive Größen sind mengenartige Größen.

Der Änderung einer extensiven Größe muss keine Änderung des thermodynamischen Gleichgewichtes folgen.