Felix Burda Stiftung

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Felix Burda Stiftung
Zweck:
Vorsitz: Stefan Leberfinger
Geschäftsführung: Christa Maar
Bestehen: seit 2001
Sitz: München, Offenburg
Website: www.felix-burda-stiftung.de

kein Stifter angegebenkein Zweck angegeben

Die Felix-Burda-Stiftung (FBS) (in eigener Schreibweise: Felix Burda Stiftung) mit Sitz in München wurde 2001 von Christa Maar und dem Verleger Hubert Burda gegründet und trägt den Namen ihres 2001 an Darmkrebs verstorbenen Sohnes. Die Stiftung selbst ist international aktiv. Sie widmet sich der Vermeidung und Früherkennung von Darmkrebs.

Vorstand[Bearbeiten]

Christa Maar und Hubert Burda bei der Eröffnung des Darmmodells „Faszination Darm“ der Felix-Burda-Stiftung

Die Felix-Burda-Stiftung ist eine nicht rechtsfähige Stiftung, die von der Hubert-Burda-Stiftung treuhänderisch verwaltet wird. Der Vorstand der Felix-Burda-Stiftung setzt sich zusammen aus Christa Maar (geschäftsführender Vorstand); Stefan Leberfinger (Vorsitz) und Ewald Seger. Einziges Gremium der Stiftung ist das Kuratorium. Es setzt sich zusammen aus Hubert Burda, Christa Maar, Berndt Birkner und Meinhard Classen.

Ziele[Bearbeiten]

Die Felix-Burda-Stiftung engagiert sich seit 2001 für die Kommunikation der Chancen der Darmkrebs-Vorsorge und -Früherkennung. Dazu hat die Stiftung mit verschiedenen Partnern 2002 erstmals die jährliche Kampagne „Darmkrebsmonat März“ ausgerufen. Mit dem jährlichen Aktionsmonat, in dem Organisationen, Menschen, Unternehmen und Medien eigene Projekte und Aktionen durchführen, soll das Thema Darmkrebsvorsorge und -früherkennung kontinuierlich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getragen und die Bevölkerung zur Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung motiviert werden.

Die Felix-Burda-Stiftung setzt sich außerdem für die Verbesserung des bestehenden Darmkrebsvorsorgeprogramms ein. Dabei geht es insbesondere um geeignete Strategien, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge zu erhöhen, sowie um die Verbesserung der Prävention von Darmkrebserkrankungen bei Personen, die eine familiäre Disposition für diese Krebserkrankung haben.

Neben dem bundesweiten Darmkrebsmonat März zählen unter anderem der Felix Burda Award[1], die Initiative „Unternehmen gegen Darmkrebs“[2] und Europas größtes Darmmodell „Faszination Darm“[3] zu den kontinuierlichen Projekten der Stiftung. Das langfristig erklärte Ziel der Felix-Burda-Stiftung ist es, die Anzahl der Menschen, die in Deutschland jährlich an Darmkrebs sterben, auf unter 15.000 im Jahr 2015 zu senken. Nach dem Bericht des Robert-Koch-Instituts liegt die Zahl der Darmkrebstoten in Deutschland bei 28.000.[4]

Aktivitäten und Projekte[Bearbeiten]

Bundesweit konzertierte jährliche Kampagne Darmkrebsmonat März[Bearbeiten]

Moderatorin Sandra Maischberger, Christa Maar und Preisträger Wladimir Klitschko mit ihren Anzeigenmotiven bei der Felix-Burda-Award-Gala 2008 in Berlin.

Durch Vorsorge und Früherkennung könnten laut Stiftung nahezu alle Darmkrebsfälle verhindert oder geheilt werden. Mithilfe von Kooperationspartnern, zahlreichen Prominenten, Politikern und Wissenschaftlern setzt sich die Felix-Burda-Stiftung dafür ein, Menschen für die Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge zu motivieren und so die Darmkrebssterblichkeit in Deutschland nachhaltig zu senken. Seit 2002 organisiert die Stiftung zu diesem Zweck jährlich die konzertierte Aktion Darmkrebsmonat März.

Wechselnde Werbekampagnen der Stiftung[Bearbeiten]

Die Felix-Burda-Stiftung führt jährlich eine Werbe- und PR-Kampagne zum Darmkrebsmonat März durch. Die Motive der Werbekampagnen werden in den Zeitschriften von Hubert Burda Media sowie in Print/TV/Radio/Online-Medien anderer Medienhäuser pro bono geschaltet. 2012 wurde die Kampagne „Wer seinen Partner Liebt, schickt ihn zur Vorsorge“ initiiert. Sie wird von Sky und Mirja du Mont, Vitali und Natalia Klitschko sowie Erol und Caroline Sander unterstützt.

Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten]

Faszination Darm[Bearbeiten]

Darmmodell „Faszination Darm“

In dem Darmmodell Faszination Darm der Felix-Burda-Stiftung werden Eigenschaften und Funktionen des Darms sowie die Entwicklungsstadien der Vorstufen von Darmkrebs dargestellt. Der Fokus liegt dabei auf Darmerkrankungen und Vorsorge.

Felix Burda Award[Bearbeiten]

Die Felix-Burda-Stiftung zeichnet seit 2003 jedes Jahr im März Projekte und Leistungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge mit dem Felix Burda Award aus. Der Preis wird in den fünf Kategorien Medical Prevention, Public Prevention, Prevention at Work, Stars for Prevention und Journalism for Prevention vergeben und ist je nach Kategorie mit einem Preisgeld dotiert. Eine unabhängige Expertenjury wählt aus den eingereichten Bewerbungen die Nominierten und Preisträger aus.

Unternehmen gegen Darmkrebs[Bearbeiten]

Die Felix-Burda-Stiftung engagiert sich zusammen mit der Stiftung Lebensblicke und dem Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. seit 2002 für die betriebliche Darmkrebsvorsorge. Mehr als 400 Unternehmen wurden bislang von der Stiftung angesprochen und über 90 Firmen haben die Darmkrebsvorsorgeaktion im Rahmen ihres betrieblichen Vorsorgemanagements durchgeführt. Zusätzlich wurden zahlreiche betriebliche Darmkrebsvorsorgeaktionen über die Ansprache durch den TÜV Süd und den BKK im Unternehmen e.V. initiiert.

The Future of Health in Europe 2007 – Europäische Konferenz zur Darmkrebsvorsorge[Bearbeiten]

Am 9. Mai 2007 veranstaltete die Felix-Burda-Stiftung, das Netzwerk gegen Darmkrebs und die International Digestive Cancer Alliance (IDCA) in Brüssel (Institut Pasteur) erstmals eine europäische Konferenz zu diesem Thema. Die Konferenz zielte darauf ab, für das Darmkrebs-Screenings zu werben, den politischen Handlungsbedarf auf nationaler und EU-Ebene aufzuzeigen sowie die Umsetzung nationaler Screening Programme zu vermitteln.

Transatlantic Symposium New York 2009[Bearbeiten]

Das erste Transatlantische Symposium zur Darmkrebsprävention – Putting Knowledge into Practice – fand Mitte April 2009 in New York statt. Die Stiftung führte das Symposium zusammen mit dem Memorial Sloan-Kettering Cancer Center (MSKCC) und dem Jay Monahan Center for Gastrointestinal Health am New Yorker Presbyterian-Hospital, durch. Zielsetzung war der Austausch zwischen Praktikern und Wissenschaftlern zwischen Europa und Amerika.

Unterstützung von Darmkrebspatienten[Bearbeiten]

Neben der Prävention unterstützt die Stiftung Patienten, die bereits Darmkrebs haben. Zu diesem Zweck unterhält die Stiftung das Onlineportal darmkrebs.de mit Informationen zur Prävention und Behandlung dieser Krankheit. Auf dieser Seite befindet sich zudem ein Patientenforum, in dem sich Betroffene und Angehörige zum Thema Darmkrebs austauschen sollen. Zudem gibt die Stiftung auch Hinweise und Empfehlungen zum Umgang mit der Erkrankung. Im Rahmen der Aktion Zweitmeinung bei Darmkrebs bietet die Stiftung seit 2009 die Möglichkeit an, sich eine Zweitmeinung über die Darmkrebserkrankung von den Spezialisten einer großen deutschen Klinik einzuholen. Patienten gelangen über ein entsprechendes Anmeldeformular zunächst zu einem Mediziner, der beim Zusammentragen der Unterlagen für die Zweitbegutachter unterstützt und anschließend die elektronische Akte zur Beurteilung an eine geeignete Klinik weiterreicht.

Ehrungen und Preise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Webseite des Felix-Burda-Awards
  2. Webseite der Initiative "Unternehmen gegen Darmkrebs"
  3. Webseite der Darm-Informationsseite "Faszination Darm"
  4. Robert Koch Institut: Krebs in Deutschland 2008. Seite 13, basierend auf Daten von 2004
  5. EVA-Award in Silber für „Faszination Darm“