Maria Furtwängler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Maria Furtwängler 2012 auf der Berlinale

Maria Furtwängler-Burda (* 13. September 1966 in München) ist eine deutsche Schauspielerin. Sie ist unter anderem bekannt für ihre Rolle als Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm, die sie seit 2002 spielt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria Furtwängler ist die Tochter der Schauspielerin Kathrin Ackermann und des Architekten Bernhard Furtwängler. Sie hat zwei ältere Brüder. Ihr Großonkel ist der Dirigent Wilhelm Furtwängler. Ihre Urgroßmutter ist die Politikerin Katharina von Kardorff-Oheimb. Der Regisseur Florian Furtwängler ist ihr Onkel.

Nach dem Abitur studierte Furtwängler Humanmedizin an der Universität Montpellier in Frankreich. 1996 promovierte sie an der Technischen Universität München. Danach arbeitete sie als Ärztin, entschied sich jedoch, ihr Berufsleben ganz der Schauspielerei zu widmen. Seit dem 8. November 1991 ist sie mit dem Verleger Hubert Burda verheiratet. Sie haben zwei Kinder.

Rollen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits als Siebenjährige stand Maria Furtwängler für den Fernsehfilm Zum Abschied Chrysanthemen unter der Regie ihres Onkels Florian Furtwängler vor der Kamera. Ihre erste große Rolle spielte Maria Furtwängler von 1987 bis 1993 in der Fernsehserie Die glückliche Familie an der Seite von Maria Schell, Siegfried Rauch und ihrer Mutter Kathrin Ackermann. Die achte Todsünde war Furtwänglers erste Arbeit für den NDR. Hier spielte sie die EU-Mitarbeiterin Katja Schütte im Ressort für Wirtschaftskriminalität.

Diese Zusammenarbeit fand mit dem Tatort eine erfolgreiche Fortführung. Ihr Debüt gab sie dabei am 7. April 2002 in Lastrumer Mischung, weitere Sendungen folgten. Als Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm, die dem Landeskriminalamt Niedersachsen in Hannover angehört, ermittelt Furtwängler in ganz Niedersachsen, vorwiegend auf dem Land.[1] Die Mutterrolle in der Serie wird von ihrer Mutter Kathrin Ackermann gespielt.

2007 spielte Furtwängler in dem Fernsehzweiteiler Die Flucht Lena Gräfin von Mahlenberg, die im Winter 1945 einen Flüchtlingstreck von Ostpreußen nach Bayern führte. In dem 2016 in den Kinos gestarteten, preisgekrönten Film Das Wetter in geschlossenen Räumen spielt sie eine Entwicklungshelferin und Spendensammlerin, die sich vom Elend der Krisengebiete mit Designerklamotten, Longdrinks und einem 20 Jahre jüngeren Liebhaber ablenkt. Mit Alles muss glänzen (The Homemaker) von Noah Haidle stand sie im Frühjahr 2017 in Berlin erstmals in einer Hauptrolle auf der Bühne.

Soziales und gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonderes Anliegen der Schauspielerin und Ärztin ist es Mädchen und Frauen zu stärken und zu unterstützen, die überall auf der Welt Verachtung und Diskriminierung ausgesetzt sind. Mit der von ihr und ihrer Tochter Elisabeth gegründeten Stiftung MaLisa und dem MaLisa Home auf den Philippinen, das Mädchen und jungen Frauen einen Weg aus dem Menschenhandel ermöglicht, unterstützt sie ihr Anliegen aktiv. Sie ist Mitbegründerin der Digital Life Design-Konferenzreihe DLDwomen, Kuratoriumspräsidentin der Hilfsorganisation German Doctors sowie Mitglied im Stiftungsrat der Hubert-Burda-Stiftung. Für die Kampagne ONE, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten vor allem in Afrika einsetzt, ist sie Botschafterin für Frauen, Mädchen und Kindergesundheit. Sie nimmt auch selbst an Hilfseinsätzen teil.[2]

Maria Furtwängler unterschrieb im Herbst 2013 als eine der ersten Unterzeichnerinnen und Unterzeichner den von Alice Schwarzer in der von ihr herausgegebenen Zeitschrift Emma initiierten Appell gegen Prostitution.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tatort-Folgen als Kriminalhauptkommissarin Lindholm

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Theaterstück Rolle Bühne
2017 Alles muss glänzen Rebecca Theater am Kurfürstendamm

Auftritte in Fernsehshows etc.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Spiel für Dein Land (ARD App-Show), Dreiländer-Wettkampf
  • 2016: Wer weiß denn sowas? (ARD)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maria Furtwängler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maria Furtwängler wird neue NDR-„Tatort“-Kommissarin. In: presseportal.de, 21. Juli 2001.
  2. DLDwomen
  3. Angabe der Siegfried-Lowitz-Stiftung
  4. Leibniz-Ring 2016 / .../ Das Kuratorium „Leibniz-Ring-Hannover“ verleiht den diesjährigen „Leibniz-Ring-Hannover“ an Dr. Maria Furtwängler, Pressemeldung des Presse Club Hannover vom 16. März 2016
  5. Kap der guten Hoffnung Miniserie, bei fernsehserien.de