Findlingspreis

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Der Findling oder Findlingspreis ist ein Filmpreis, welcher an Filmemacher für deren Regiearbeit verliehen wird. Er wird auf diversen nationalen und internationalen Festivals vom Verband für Filmkommunikation, dem Zusammenschluss kultureller Kinos und Filmklubs Ostdeutschlands, vergeben. Bisher erhielten weit über hundert Filmemacher diese Auszeichnung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Preis wurde erstmals 1982 auf Initiative der Filmklubs der DDR auf verschiedenen ostdeutschen Filmfestivals vergeben. Nach der Deutschen Wiedervereinigung gründete sich der Interessenverband Filmkommunikation, der Dachverband kultureller Kinos und Filmklubs, der seither den Preis vergibt. Er wird inzwischen ausschließlich vertreten durch den Landesverband für Filmkommunikation Mecklenburg-Vorpommern.

Spezifik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Besondere am Findlingspreis ist, dass seine Dotierung auch an eine Tournee des ausgezeichneten Films mit dem Preisträger zu den Spielstätten des Landes gebunden ist. Während der in der Regel zweiwöchigen Tournee wird der Film gezeigt und das Werk der Filmschaffenden vorgestellt verbunden mit moderierten Filmgesprächen mit dem Regisseur, teils weiteren Filmbeteiligten wie Schauspielern oder Produzenten.

Ziel des Preises ist es, Filmschaffende, Kinoschaffende und Publikum miteinander ins Gespräch zu bringen. Der Preis verstand sich laut Statuten als "moralische und ideelle Anerkennung von Werken, die in besonderer Weise zum Nachdenken und Hinsehen zwingen, deren Schöpfer es sich und dem Zuschauer nicht leicht machen und die in anerkennenswerter und unspektakulärer Gestaltung Themen aufgreifen, die bedenkenswert und des Auffindens wert sind". Zeitweise, auf Festivals wie in Schwerin und Neubrandenburg, gab es lediglich dotierte Findlingsauszeichnungen. Sämtliche Kosten werden vom Verband für Filmkommunikation, dem Zusammenschluss der kulturellen Kinos und Filmklubs getragen.

Der Preis selber besteht aus einem eingefassten Findlingsstein nebst Plakette und wurde vom Güstrower Bildhauer Peter Lewandowski gestaltet.

Festivals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Zeiten der DDR wurde der Preis auf folgenden Festivals vergeben:

Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde und wird der Preis auf folgenden Festivals vergeben:

2015 wurde der Preis das erste Mal auch im Ausland verliehen:

Weitere Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darüber hinaus wurde der Findling außerhalb der Reihe für folgende Persönlichkeiten oder Einrichtungen vergeben:

  • 1985: Für das Gesamtschaffen: DEFA-Studio für Trickfilm
  • 1986: Für das Gesamtschaffen zum 75. Geburtstag von Kurt Maetzig
  • 1986: Für die Bezirksgemeinschaften Filmklubs Halle, Schwerin und Cottbus
  • 1987: Für das Gesamtschaffen zum 70. Geburtstag von Fjodor Chitruk

Ausgezeichnete Filmemacher (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wieland Becker und Volker Petzold: Tarkowski trifft King Kong – Geschichte der Filmklubbewegung der DDR. VISTAS, Berlin 2001.
  • Cornelia Jarisch u. a.: Filmclub-Kurier I/96. Hrsg.: Interessenverband Filmkommunikation e. V. Berlin 1996.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.defa-stiftung.de/1
  2. http://www.dokumentart.info/fileadmin/user_upload/Archiv/Preise_2012_.pdf
  3. Wieland Becker und Volker Petzold: Tarkowski trifft King Kong – Geschichte der Filmklubbewegung der DDR. VISTAS, Berlin 2001, Seite 438
  4. http://www.neues-deutschland.de/rubrik/medien/?s=25
  5. http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=257
  6. http://www.dokumentart.info/fileadmin/user_upload/Archiv/Preise_2013.pdf
  7. http://www.denkmalfilm.tv/index.php?page=award