Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern

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Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern (Eigenschreibweise seit 2016: FILMKUNSTFEST MV; zuvor: filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern oder filmkunstfest M-V) ist ein jährlich stattfindendes Filmfestival in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2007 ist es der Nachfolger vom FilmKunstFest Schwerin und gilt mit 18.500 Besuchern im Jahr als das größte Publikumsfestival der Neuen Bundesländer.[1]

Veranstalter und Veranstaltungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Filmkunstfest wurde im Wendejahr 1991 von norddeutschen Filmemachern ins Leben gerufen und wird jetzt von der gemeinnützigen Filmland M-V GmbH veranstaltet. Es findet in der ersten Maiwoche des Jahres in der Landeshauptstadt Schwerin statt. Hauptspielstätte ist das Schweriner Kino Capitol. Weitere Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen finden u. a. in den Schweriner Höfen, im „Schleswig-Holstein-Haus“, im Staatlichen Museum Schwerin, dem Schweriner Dom, dem E-Werk, dem Soziokulturellen Zentrum "Der Speicher", dem Stadtkrug und im Ruderhaus statt.

Ehrenpreis des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Goldene Ochse (Anspielung auf das Landeswappen von Mecklenburg) ist der Ehrenpreis des filmkunstfestes M-V, vergeben für herausragende Beiträge zur nationalen Filmkultur. Bisherige Preisträger:

Jurys seit 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielfilmwettbewerb

Jury der deutschsprachigen Filmkritik in der FIPRESCI (Spielfilmwettbewerb)

  • 2012: Beat Glur (Journalist), Hans Christian Leitich (Filmkritiker), Ingrid Beerbaum (freie Journalistin, Filmkritikerin)
  • 2013: Sonia Lazslo, Wilfried Hippen, Rolf Breiner
  • 2014: Carola Fischer, Erika Richter, Thomas Taborsky
  • 2015: Rolf-Ruediger Hamacher, Christine Deriaz, Achim Hättich
  • 2016: Reinhard Kleber, Hans Christian Leitich, Georges Wyrsch
  • 2017: Peter Holdener, Sabina Zeithammer, Andreas Wirwalski

Kurzfilmjury

Dokumentarfilmjury

Spielfilmwettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken gilt das FILMKUNSTFEST MV in Schwerin als eines der wichtigsten Nachwuchsfestivals in Deutschland. Im Spielfilmwettbewerb treten zehn Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz um den Hauptpreis Fliegender Ochse und sieben weitere Auszeichnungen an. Verliehen werden die Preise:

Hauptpreis Der Fliegende Ochse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fliegende Ochse ist der Hauptpreis beim Spielfilmwettbewerb des Filmkunstfestes. Er wurde bis 2016 vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Mecklenburg-Vorpommern gestiftet. Seit 2017 wird der Preis durch die Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern gestiftet. Sseit 2012 ist die Auszeichnung mit 10.000 Euro dotiert. Der Spielfilmwettbewerb mit aktuellen Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz steht gemeinsam mit den Wettbewerben für Dokumentarfilme und Kurzfilme im Zentrum des Festivals.

Preisträger seit 1997:

NDR-Regiepreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet vom Norddeutschen Rundfunk. Preisträger seit 2007:

Nachwuchsförderpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von der DEFA-Stiftung. Preisträger seit 2007:

Publikumspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von der Schweriner Volkszeitung (SVZ). Preisträger seit 2007:

Findlingspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Findling“ – Preis des Landesverbandes Filmkommunikation e.V. des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Der Preis wird seit 1991 auf dem Festival vergeben. Er beinhaltet u.a. eine Tournee des Film und RegisseurIn durch die kulturellen Kinos und Filmklubs Mecklenburg-Vorpommerns. Preisträger von 1998 bis 2013:

Preis für die beste darstellerische Leistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von Sky Deutschland. Vergeben von 2012 bis 2015:

Nachwuchsdarstellerpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von den Stadtwerken-Schwerin. Vergeben seit 2008:

CineStar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von der CineStar-Gruppe/Greater Union GmbH & Co. KG. Vergeben von 2008 bis 2013.

Preis für die beste Musik- und Tongestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von Studio Mitte, Berlin. Vergeben seit 2009:

Preis der Jury der deutschsprachigen Filmkritik in der FIPRESCI[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergeben seit 2011:

Drehbuchpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von Weinhandel Höglinger. Vergeben nur 2009:

Kurzfilmwettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kurzfilmwettbewerb konkurrieren seit 2014 zwanzig Filme (davor: zehn) aus dem deutschsprachigen Raum:

Hauptpreis der Landeshauptstadt Schwerin

Bisherige Preisträger:

  • 2007: Michael Dreher für Fair Trade
  • 2008: Susann Schimk für Begegnung
  • 2009: Andrzej Król für Birthday
  • 2010: Bernadette Knoller für Mein Mallorca
  • 2011: Eva Becker für n gschichtn
  • 2012: Leonie Krippendorff für Streuner und Liv Scharbatke und Jörg Rambaum für Olgastraße 18 (Preis geteilt)
  • 2013: Barbara Marheineke für Grünes Gold
  • 2014: Philipp Döring für Kann ja noch kommen
  • 2015: Karsten Wiesel für Hochbrücke Brunsbüttel und Christophe Saber für Discipline
  • 2016: Volker Schlecht und Alexander Lahl für Kaputt
  • 2017: Sophie Linnenbaum für PIX

Preis für die beste Bildgestaltung

Vergeben von 2010 bis 2012 durch Artia Nova Film:

  • 2010: Jakob Süß für Faustschlag, Regisseur: Malte Ollroge
  • 2011: Falko Lachmund für Rausch, Regisseurin: Verena Jahnke
  • 2012: Alexander Griesser für Kursdorf, Regisseur: Michael Schwarz

Dokumentarfilmwettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, erstmals 2014 vergeben:

Publikumspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von RPV Regionalpaket Vertriebsgesellschaft mbH, vergeben von 2009 bis 2013:

Nachwuchsförderpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestiftet von der DEFA-Stiftung. 2012 vergeben im Dokumentarfilmwettbewerb:

Kinder- und Jugendfilm-Reihe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Leo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergeben durch eine Kinder- und Jugendjury, 2013 gestiftet von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin und seit 2015 gestiftet vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

Weitere Preise außerhalb der Filmreihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

film residence mecklenburg-vorpommern – Stipendium für Drehbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergeben seit 2010 als Stipendium in Kooperation mit dem Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop

Vielfaltspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergeben seit 2012 in Kooperation mit der Initiative "Wir. Erfolg braucht Vielfalt"

Weitere Filmreihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Reihe Hommage wird der Ehrenpreisträger mit einem Querschnitt seines filmischen Schaffens vorgestellt.

Das NDR-Special zeigt neueste Produktionen des Medienpartners als Preview.

In der Reihe gedreht in M-V werden aktuelle Filmproduktionen gezeigt, die in Mecklenburg-Vorpommern gedreht wurden.

Cinema of the World – FIPRESCI-Preisträger stellt internationale Filme vor, die auf anderen Festivals mit einem Preis der Internationalen Vereinigung der Filmkritiker und Filmjournalisten FIPRESCI ausgezeichnet wurden.

die jungen wilden war 2012 eine Reihe, in der unkonventionelle deutschsprachige Produktionen junger Regisseure gezeigt wurden.

In der Länderreihe präsentiert sich seit 1998 jeweils ein Gastland mit aktuellen Spielfilmen und Klassikern. Folgende Länder waren Gastland der Länderreihe:

Filmforum Länderreihe:

  • 1998: Skandinavien
  • 1999: Niederlande
  • 2000: Frankreich
  • 2001: Italien
  • 2002: Polen
  • 2003: Ungarn
  • 2004: Island
  • 2005: Schweiz
  • 2006: Portugal

Länderreihe:

  • 2007: Norwegen
  • 2008: Österreich
  • 2009: USA
  • 2010: Deutschland
  • 2011: Israel
  • 2012: Russland
  • 2013: Großbritannien
  • 2014: Türkei
  • 2015: Frankreich
  • 2016: Belgien

Kurzfilmnacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der traditionellen Kurzfilmnacht, die in den meisten Jahren im soziokulturellen Zentrum Speicher stattfindet, wird der Publikumspreis Golden Moon vergeben.

  • 1993: Thomas Struck für Der kleine Furz
  • 1994: Rainer Matsutani für Klinik des Grauens
  • 1995: Uli Gaulke für Irgendwo in Deutschland
  • 1996: Katarina Peters für Mascha und Gelb
  • 1997: Janek Rieke für Jenseits von Schweden
  • 1998: Manuel und Marian Piper für Luft und Liebe
  • 1999: Dylan De Jong für Johnny
  • 2000: Wim Wenders für Alabama: 2000 Light Years
  • 2001: Guenter Schulz für Face It
  • 2002: Virgil Vildrich für Copy Shop
  • 2003: Zoltan Blank für Erinnerungen – Der Rabe im Käfig
  • 2004: Henning Hesse für Rosenreigen
  • 2005: Karl Heinz Lotz für Banküberfall (Arbeitstitel)
  • 2006: Martin Molter für Bier | Bernd Scharfenberg für Satisfaction – Entnazifizierung durch Blues
  • 2007: Thomas Pönitz für Afrika
  • 2008: Marina Hartfelder für Das Spiel des Wahnsinns
  • 2009: Frauke Thielecke für Abendlied
  • 2010: Verena Fels für mobile
  • 2011: Holger Löwe für Regeln der Filmkunst
  • 2012: Christian Ricken für Schwitzkasten
  • 2013: Sascha Quade für Meyer
  • 2014: Johannes Kürschner, Franz Müller für Simply Clever
  • 2015: Matthew VanDyke für Not Anymore: A Story of Revolution
  • 2016: Marco Gadge für Er und Sie
  • 2017 Tomer Eshed für Our Wonderful Nature - The Common Chameleon

Forum der Künste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Forum der Künste (zeitweise auch Werkstatt der Künste), das mit der jeweiligen Länderreihe korrespondiert, spielt mit Ausstellungen, Lesungen, Theater und Konzerten auf die Querverbindungen des Films mit den anderen Künsten an.

Festivalzeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

filmab! ist ein Projekt des Jugendmedienverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V. Die Begleitzeitschrift zum filmkunstfest M-V wird während des Festivals täglich von jungen Medienmachern erstellt.

Künstlerische Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Dieter Schumann
  • 1991–1993, 1998: Ulrich Kavka (Leitung Forum der Künste)
  • 1992–April 2010: Hasso Hartmann
  • April–Dezember 2010: Saskia Walker und Stefan Fichtner
  • 2011–Mai 2012: Stefan Fichtner
  • Juni 2012–2013: Oliver Hübner
  • seit 2014: Volker Kufahl

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 27. FILMKUNSTFEST MV: Mächtig gewaltig. 8. Mai 2017, abgerufen am 8. Mai 2017.