Fleisbach

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Fleisbach
Gemeinde Sinn
Koordinaten: 50° 38′ 48″ N, 8° 18′ 50″ O
Höhe: 225 (215–281) m ü. NHN
Fläche: 6,37 km²[1]
Einwohner: 1908 (31. Dez. 2017)[2]
Bevölkerungsdichte: 300 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Postleitzahl: 35764
Vorwahl: 02772

Fleisbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Sinn im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fleisbach

Der Ort liegt am Ostrand des Westerwaldes, westlich des Kernortes Sinn und nördlich von Edingen. Im Norden liegt Merkenbach, ein Stadtteil von Herborn. Fleisbach ist von Wald umgeben, nur im Osten grenzt das Dorf an die Auen im Dilltal. Durch den Ort fließt der namensgebende Fleisbach, der in die Dill mündet. Südlich der Ortschaft fließt der Saalbach und mündet ebenfalls in die Dill.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1295. Damals kaufte Heinrich von Fleisbach, ein Bürger aus Wetzlar, ein Grundstück im Dorf. Die Ortschaft gehörte im 12. Jahrhundert zur Herborner Mark und entstand als hufeisenförmiger Weiler.

Im 18. Jahrhundert lebten bereits 227 Einwohner in Fleisbach. Bis zum Ersten Weltkrieg war die Bevölkerungszahl auf 800 gestiegen. Nachdem im Jahr 1940 die Einwohnerzahl von 1000 erreicht worden war, musste man nach dem Zweiten Weltkrieg 114 gefallene Soldaten beklagen. Ab 1945 setzte der Zuzug von Heimatvertriebenen ein.

In neuerer Zeit wurden neue Wohngebiete und ein Industriegebiet geschaffen. Dadurch fanden einige Unternehmen ihren Sitz in Fleisbach.

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Fleisbach am 1. Januar 1977 durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen nach Sinn eingemeindet.[3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Fleisbachunterstand im Überblick:[1][4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen bis 1970 sind:

Fleisbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
376
1840
  
403
1846
  
403
1852
  
391
1858
  
374
1864
  
416
1871
  
495
1875
  
459
1885
  
482
1895
  
538
1905
  
647
1910
  
690
1925
  
759
1939
  
936
1946
  
1.122
1950
  
1.133
1956
  
1.048
1961
  
1.015
1967
  
1.127
1970
  
1.328
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1885: 479 evangelische, drei katholische Einwohner
1961: 845 evangelische und 161 katholische Einwohner
Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche wurde 1887/88 vom Kirchenbaumeister Ludwig Hofmann errichtet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osten von Fleisbach liegt die Hochtrasse der Autobahn 45. Im Nachbarort Merkenbach befindet sich die Anschlussstelle Herborn-Süd. Ebenfalls östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 277.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Fleisbach, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. „Daten und Fakten“. Gemeinde Sinn, abgerufen am 25. März 2018.
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen (GVBl. II 330–28) vom 13. Mai 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 17, S. 237 ff., § 20 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]