Merkenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Merkenbach
Stadt Herborn
Koordinaten: 50° 39′ 16″ N, 8° 17′ 50″ O
Höhe: 242 (217–321) m ü. NHN
Fläche: 5,74 km²[1]
Einwohner: 1432 (1. Jan. 2018)[2]
Bevölkerungsdichte: 249 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Postleitzahl: 35745
Vorwahl: 02772

Merkenbach ist ein Stadtteil von Herborn im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkenbach liegt südlich der Kernstadt. Nördlich verläuft die Bundesautobahn 45. Die südlich des Ortes verlaufende Landesstraße 3046 trifft an der Anschlussstelle Herborn-Süd auf die A 45 sowie die Bundesstraße 277.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1286. Die Adligen von Dernbach besaßen damals hier einen Hof.

Im 19. Jahrhundert begann im Ort der Bergbau. Man hoffte, Gold und Silber abbauen zu können. Eine Bleierzgrube im Rehbachtal mit dem Namen „Goldhütte“ ist das bekannteste Bergwerk. 1827 wurde eine Maschinenwollspinnerei eingerichtet und zum Ende des 19. Jahrhunderts gründete die Familie Berkenhoff eine Drahtfabrik, die in moderner Form noch heute existiert.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Januar 1977 die bis dahin selbstständige Gemeinde Merkenbach, die Stadt Herborn und weitere bis dahin selbstständige Gemeinden durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen zur neuen Stadt Herborn zusammengeschlossen.[3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Merkenbach unterstand im Überblick:[1][4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkenbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
364
1840
  
356
1846
  
351
1852
  
369
1858
  
363
1864
  
390
1871
  
424
1875
  
438
1885
  
491
1895
  
519
1905
  
615
1910
  
680
1925
  
721
1939
  
795
1946
  
990
1950
  
1.009
1956
  
1.042
1961
  
1.194
1967
  
1.284
1970
  
1.303
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 484 evangelische und 7 katholische Einwohner
• 1961: 1050 evangelische und 139 katholische Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserturm Merkenbach
Dorfgemeinschaftshaus Merkenbach

Für Merkenbach gibt es einen Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2016 ist Frank Peter Henß Ortsvorsteher.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrzeichen von Merkenbach ist seit 1930 der ca. 35 Meter hohe und 5,50 Meter breite Wasserturm auf dem Katzenstein, der Teil der Wasserkraftanlage Rehbachtal ist.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Merkenbach.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Merkenbach, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. „Zahlen, Daten, Fakten“ im Internetauftritt der Stadt Herborn, abgerufen am 23. März 2018.
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen (GVBl. II 330–28)  vom 13. Mai 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. Nr. 1974/17, S. 237 ff., § 21 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  5. Ortsbeirat Merkenbach im Internetauftritt der Stadt Herborn, abgerufen im Februar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]